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HSV – FC St. Pauli: Einmal Derby und dann zurück bitte

Nun ist es soweit. Der HSV ist abgestiegen, wir haben alle laut gelacht und die lange schon bereit gelegten Facebook-Vorlagen und Sticker heraus gekramt, wie den lachend runterrechnenden Graf Zahl, den Aufkleber „Endlich 2. Liga“ oder die vielen Photoshop-Bildchen, die sich mit der Bundesliga-Uhr beschäftigen.

HSV-St.-Pauli-Western-Stiefel – gesehen in den Collonaden, Hamburg

Ach ja, den Dino haben wir wahlweise gegrillt oder einen Meteor auf ihn plumpsen lassen. Haha, ist doch „nur der HSV“. Und nun? Nach der kurzen Schadenfreude über das Ende des „Liga-Urgesteins“ ist auch irgendwie die Luft raus.

Derby HSV – FCSP: Vorfreude und Frust-Angst

Auf das Derby freue ich mich. Eigentlich haben wir den Titel „Stadtmeister“ schon solange, dass er schon ein wenig muffelt. Höchste Zeit, ihn zu erneuern oder als Trostpreis für eine Liga tiefer an die Vorstadt zurück zu geben.

Das, so sagen mir meine Freunde, die der Raute die Daumen drücken, sei auch für sie das Highlight der nächsten Saison (nach der Auswärtsfahrt nach Sandhausen selbstverständlich). Wenn da nicht die Erinnerungen an das letzte Derby wären, als frustrierte HSV-Hools die Reeperbahn auseinander nehmen wollten. Und da hatte der HSV „nur“ unentschieden gespielt.

Schwarzer Rauch zum Abschied? Das passt.

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde Rivalität wichtig. Und gegen Pyrotechnik habe ich auch nichts, grundsätzlich. Auch halte ich die Farbe schwarz für einen rauchvollen und fulminanten Abschied aus dem Bundesliga-Zuhause für passend.

Dennoch wünsche ich mir sehr, dass wir das Frotzeln wieder in einem Raum pflegen können, in dem die Anhänger des FC St. Pauli, seine Kneipen und sein Stadtteil nicht bedroht und beschimpft werden. Der beste Spruch, an den ich mich beim letzten Derby erinnern kann, war dann auch einigermaßen harmlos – aber der traf: „Und nach dem Derby auf einen Galao in die Schanze“ war ein herrlich pointierter Hinweis auf die galoppierende Gentrifizierung des gern „anders“ genannten Vereins. Weiter so bitte; dann kann das Derby zu einem spannenden Fest in Hamburg werden.

Und danach bitte einfach wieder aufsteigen. Beim HSV ist es nämlich nicht anders, als mit anderen Gästen: wenn sie zu lange bleiben, fangen sie an zu nerven.

Der Beitrag HSV – FC St. Pauli: Einmal Derby und dann zurück bitte. erschien zuerst auf Auf St. Pauli – St. Pauli Nu*de.


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