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Das Osterstraßenfest damals und heute

Das Osterstraßenfest hat Tradition: Bereits seit 34 Jahren kommen jährlich zahlreiche Besucher auf die Eimsbütteler Festmeile. Und auch an diesem Wochenende (4. und 5. Mai) finden wieder die alljährlichen Feierlichkeiten entlang der Osterstraße statt.

Ein Fotovergleich: Das Osterstraßenfest im Wandel der Zeit

Die Eimsbüttelerin Wiltrud Rosenkranz hat von 1988 bis 1996 acht Jahre lang das Osterstraßenfest organisiert und dessen Entwicklung miterlebt. Blättert man durch die privaten Fotoalben der 91-Jährigen, zeigt sich, dass das seit 1985 bestehende Freiluftfest seinen Kinderschuhen schnell entwachsen war. Wir haben die schönsten Impressionen der letzten 30 Jahre Osterstraßenfest in einer Bildergalerie zusammengestellt. Was hat sich seit dem Beginn des Festes verändert? Was ist geblieben?

Fotostrecke:

Rettung für das Osterstraßenfest

Im Mai 1994 war das Osterstraßenfest mit zwei Kilometern das längste Straßenfest Hamburgs. Einige Monate zuvor, im Januar, stand das Fest beinahe vor dem Aus: Das Ordnungsamt Eimsbüttel verlangte 13.000 Mark Gebühren von den Organisatoren. Bis dahin war es sieben Jahre lang als „nicht gewerblich“ eingestuft worden, die Gebühren hatten lediglich bei 4.000 Mark gelegen. Die Konsequenz: Die Standgebühren mussten erhöht werden. Trotz der höheren Standgebühren war die Festmeile nach nur zweieinhalb Tagen ausgebucht. Das Fest konnte stattfinden.

Rund zwanzig Jahre später, 2017, stand das Osterstraßenfest erneut auf der Kippe: Der Osterstraßenumbau sorgte für Probleme, der Platz für Buden und Flohmarkt sollte hinten und vorne nicht ausreichen, um das Fest noch wirtschaftlich tragbar ausrichten zu können. Doch auch hier konnte das Fest gerettet werden: Der Osterstraße e.V. verzichtete auf seine Einnahmen für die Ausrichtung und ermöglichte das Fest.

„Mehr Kommerz statt Kleinkunst“

In den ersten Jahren seiner Geschichte war das Straßenfest gemeinnützig. Die Organisatoren des Festes sammelten Spenden unter anderem bei Eimsbütteler Unternehmen, die am Ende wohltätigen Organisationen wie der Herz-Kinder-Hilfe überreicht wurden. Allein Wiltrud Rosenkranz konnte nach acht Jahren als „Miss Osterstraße“ über 200.000 Mark Spendeneinnahmen verbuchen.

Doch durch die Erhöhung der Gebühren für die Wegenutzung veränderte sich das Fest mit den Jahren: „Mehr Kommerz statt Kleinkunst“ schrieb eine Hamburger Zeitung damals.

Das Osterstraßenfest heute

Während 1994 sieben Bands spielten, werden dieses Wochenende 19 Bands und Musiker auf insgesamt drei Bühnen auftreten. Auch die Zahl der Besucher hat sich seitdem etwa verdoppelt, so wurden die Besucherzahlen damals noch auf rund 150.000 geschätzt.

Neben Musikeinlagen verschiedener Bands, bietet das Osterstraßenfest einen Anwohnerflohmarkt, zahlreiche Essens- und Getränkebuden sowie ein Kinderprogramm im Unnapark. Darüber hinaus präsentieren sich traditionsgemäß Eimsbütteler Initiativen mit ihren Ständen.

Der Beitrag Das Osterstraßenfest damals und heute erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.