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Hakenkreuze auf Ausstellungsobjekte zu NSU-Morden gemalt

Das Eidelstedter Bürgerhaus gab diese Woche bekannt, dass es seit Januar 2019 mehrfach zu Hakenkreuzschmierereien an ihrem Gebäude sowie an Ausstellungsobjekten gekommen sei. Die letzten Vorfälle ereigneten sich am 27. April sowie 3. Mai. Zu dieser Zeit lief die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“, die sich mit den Morden einer rechtsextremen Terrorgruppe an Menschen mit Migrationshintergrund auseinandersetzt. Beide Vorfälle wurden bei der Polizei angezeigt.

Hakenkreuze auf Biografien und Namen von Opferfamilien der NSU-Morde

Nach Informationen des Eidelstedter Bürgerhauses wurden Hakenkreuze unter anderem auf solche Ausstellungsobjekte gemalt, die die Biografien und Namen von Opferfamilien der NSU-Morde beinhalteten. Dies sei während des laufenden Betriebes passiert, als zum Beispiel eine Veranstaltung zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Eidelstedt lief.

Als Reaktion auf die Tatbestände sieht das Eidelstedter Bürgerhaus vor, Videokameras in ihren Räumlichkeiten zu installieren. „Durch diese Wiederholbarkeit der Straftaten erkennt das Haus ein klares Bedrohungspotenzial, das unbedingt eingegrenzt werden muss“, ließ das Bürgerhaus in einer Pressemitteilung verlauten.

Eidelstedter Bürgerhaus stellt sich klar gegen rechts

Das Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus organisiert regelmäßig kulturelle Veranstaltungen zu Themen wie Diversität, Migration und Stadtentwicklung. „Auch nach den Ereignissen wird sich das Eidelstedter Bürgerhaus für diese Themen kontinuierlich und unentwegt einsetzen“, heißt es in der Mitteilung. Die Ermittlungen der Polizei zu den Vorfällen laufen.

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