Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Abmelden
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von Eimsbütteler Nachrichten

Der Geschmack von „Zimt und Koriander“

Im Eppendorfer Weg hat ein Bistro eröffnet. Die Spezialität von “Zimt und Koriander” sind Mezzedes – griechische Tapas.

„Damit es interessant bleibt, braucht das Leben ein bisschen Würze – wie das Essen“, heißt es in dem Film Zimt und Koriander. Die griechische Komödie gab dem neuen Eimsbütteler Bistro im Eppendorfer Weg seinen Namen.

Die eigentliche Geschichte des Bistros beginnt aber lange, bevor der Film in den Kinos erscheint. Sie beginnt mit einem Motorroller.

Wegen eines Scooters

Alberto Gilmas Vechmpu ist Koch im Zimt und Koriander. Er stammt aus Nordgriechenland. Als er dreizehn Jahre alt ist, wünscht er sich einen eigenen Motorroller. Unbedingt möchte er den Roller haben. Doch seine Eltern erlaubten es ihm nicht, erinnert sich Alberto. Die Sommerferien in Griechenland sind länger als in Deutschland, für drei Monate haben die Schüler frei. Ausreichend Zeit, um etwas Geld zu verdienen. Alberto fragt in einem Restaurant, ob er dort arbeiten könne.

Für sein Alter ist der junge Grieche groß und kräftig, also stellt der Ladenbetreiber ihn ein. „Dann komm morgen vorbei, du kannst hier arbeiten“, sagt er zu ihm. „Und so bin ich zur Gastronomie gekommen – wegen eines Scooters“, lacht Alberto. Fortan arbeitete er jeden Sommer dort, lernte zu kochen. Mit 18 Jahren kam er nach Deutschland. Seit Ende Juli betreibt er gemeinsam mit Birol Samuray das Bistro Zimt und Koriander.

Griechische Küche in kleinen Happen

Die Läden entlang des Eppendorfer Wegs öffnen langsam ihre Türen. Es ist zehn Uhr an einem Donnerstagmorgen. “Ich habe Kerzen für draußen gekauft.” Alberto Gilmas Vechmpu packt die Tageseinkäufe aus. Jeden Morgen kaufen sie frisch ein. Jeden Morgen tragen sie die Kisten mit Lebensmitteln in die offene Küche des kleinen Lokals. Etwa 26 Gäste finden darin Platz. “Machst du mir auch einen Kaffee?” “Klar, meinst du, ich vergess‘ dich?”, antwortet Birol Samuray. Birol reicht Alberto eine Tasse. Stoß um Stoß kippt Alberto den Zuckerstreuer über seinem Kaffee aus.

Birol Samuray stammt aus Istanbul, doch er ist in Eimsbüttel aufgewachsen. „Wir sind bekannt in der Straße, darum hat es sofort geknallt“, erzählt er von der Eröffnung des Bistros. Als Alberto die Räumlichkeiten entdeckte, rief er Birol an. „Ich war gerade in der Türkei. Sofort habe ich den nächsten Flieger zurück genommen.“ Bevor Birol und Alberto das Zimt und Koriander eröffneten, befand sich 14 Jahre lang das portugiesische Cafe Real im Eppendorfer Weg 79.

Heute gibt es hier griechische Küche. Gegrillter Oktopus mit Olivenöl und Zitrone, Zucchinibällchen mit Estragon-Senf oder gebratene Kalbsleber mit Butter – statt großer Fleischplatten stehen Mezzedes, griechische Tapas, auf der großen Tafel an der Wand.

„Viele Leute in Deutschland haben schon einmal die Inseln von Griechenland besucht. So soll es auch hier schmecken“, erklärt Alberto. Während Birol sich um die Gäste kümmert, bereitet Alberto die Gerichte zu. Olivenöl, Zitrone und weißer Balsamico, das sind die wichtigsten Zutaten für ihn.

Das Zimt und Koriander öffnet täglich um 11:30 Uhr; von 15 bis 17 Uhr gibt es eine Mittagspause. Neben Tapas bietet das Bistro auch einen wechselnden Mittagstisch an.

Der Beitrag Der Geschmack von „Zimt und Koriander“ erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.