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Genießen mit Herz und Bauch

Am 25. September hat in den Räumen des ehemaligen Cafés Osterdeich das „Herz und Bauch“ eröffnet. In dem Café trifft balinesische Exotik auf hamburgische Gemütlichkeit.

Grau und herbstlich ist es in der Müggenkampstraße an diesem Donnerstag, wie eigentlich überall in Hamburg zu dieser Jahreszeit. Ganz anders, wenn man die Tür zur Hausnummer 34 öffnet: Ein warmer, fast südlicher Flair begrüßt den Besucher in dem kleinen Café Herz und Bauch. Ausgefallene Kissen mit Bambusmuster gruppieren sich um rustikale Holztische, Korblampen tauchen den Raum in ein warmes Licht.

Herzstück dieses besonderen Charmes ist die Speisekarte: Pitaya-Smoothie, Jamu und Black Rice stehen hier auf dem Menü. Die Speisen hat Inhaberin Juliane Krauß aus Bali mitgebracht. Die Gastronomin hat auf der indonesischen Insel gelebt und in einem Restaurant gearbeitet. „Da gab es eine ganz tolle Köchin. Von der durften wir einige Rezepte übernehmen“, erzählt ihr Lebens- und Geschäftspartner Tobias Preiß.

„Bali meets Hamburg“

Krauß und Preiß ist bewusst, dass die balinesische Küche vielen erst einmal fremd erscheinen mag. Ihr Tipp: Teilen. „Wenn jemand sich eine ganze Portion nicht zutraut, bietet sich super an, das Gericht einfach mal zu bestellen, sodass jeder probieren kann“, rät die Inhaberin. „Es ist auf jeden Fall einen Versuch Wert.“

Neben den balinesischen Speisen bietet das Café aber auch einheimische Leckerbissen: „Balinesisch findet sich eher in der Frühstückskarte, die wir ganztags anbieten“, erklärt Krauß. „Die Gerichte mittags sind mehr regional und saisonal gehalten.“ Ein Blick in die bunt gestalteten Menükarten bestätigt: Neben Black-Rice Pudding mit Kokosmilch gibt es auch Waffeln mit Grütze, neben Kurkuma-Pancakes finden sich Stullen mit hausgebeiztem Lachs. „Ein bisschen Bali meets Hamburg“, sagt sie und grinst.

Bunt und individuell gestaltet: Die Menükarten enthalten balinesiche und hamburgische Köstlichkeiten. Foto: Bianca Multerer

Die außergewöhnliche Kombination ist natürlich kein Zufall. Krauß schwärmt: „Wir mögen beide den Norden und Hamburg sehr gerne.“ Die Inhaberin kenne viele Restaurants auf Bali und hat festgestellt, dass Bali deutlich fortschrittlicher sei, was die Restaurantkonzepte angeht. Preiß schmunzelt: „Bali ist den Europäern im Bereich Foodtrends ein paar Jahre voraus.“

Lieblingsstadtteil Eimsbüttel

Die Idee für ein eigenes Restaurant hatten die beiden Wahlhamburger schon lange. „Aber wir hatten beide alleine nicht den Mut dazu“, meint Preiß. Vor sieben Jahren haben sie sich kennengelernt. Auch in der Gastronomie haben die beiden schon zusammengearbeitet. „Zu zweit haben wir dann gesagt: Jetzt gehen wir es an!“

Die Hoffnung, eine Ladenfläche in einem ihrer Lieblingsstadtteile mieten zu können, hatte das Duo schon fast aufgegeben. Dann die Nachricht des Maklers: Der Laden des Cafés Osterdeich wird frei. „Wir waren sehr froh, dass es mit Eimsbüttel geklappt hat“, erklärt Preiß. Krauß ergänzt: „Für eine Großsstadt ist das hier ein sehr nachbarschaftlicher Stadtteil. Und einige unserer Lieblingsrestaurants sind hier.“

In dem kleinen Café treffen balinesischer und hamburgischer Charme zusammen. Foto: Juliane Krauß

Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von drei Wochen wurde aus der kahlen Ladenfläche ein schmuckes Café mit balinesisch-hamburgischem Touch. Im Inneren: Balinesisch angehauchte Tapeten und Lampenschirme. Draußen: Nordische Seegräser und gemütliche Wolldecken. Kleine Details wie Bali-Fotografien oder die liebevoll gestalteten Menüs komplettieren den Mix aus fremdländischem und doch vertrautem Flair.

Mehr als ein Café

Neben ihrem Cafébetrieb vermieten die beiden Inhaber einen Eventraum für Seminare, Tagungen, Familienfeiern oder Kochparties.

Der Veranstaltungsraum für Kochabende mit Freunden und Co. Foto: Juliane Krauß

Über den Hinterhof und dann eine Treppe hinauf gelangt man in den lichdurchfluteten Raum. Ein langer Holztisch, an dem 22 Personen Platz finden, bildet die Mitte des Zimmers. An die Fensterseite schmiegt sich eine großzügige Küche. „Hier kann man zusammen kochen und sich austoben“, erklärt Preiß. Nach dem Kochen könnten Besucher dann alles stehen und liegen lassen, so der Gastronom. „Das lästige Spülen übernehmen wir!“

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