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Das Erotic Art Museum brummt

Nun ist es endlich soweit. Die Kulturwissenschaftlerin und Vibratoren Sammlerin Nadine Beck hat ihre erste Ausstellung. Bei „Plug&Play“ können die Besucher Vibratoren aus dem letzten Jahrhundert bestaunen. Der Legende nach wurden die Geräte notwendig, weil die Ärzte bei der Behandlung so genannte hysterischer Frauen handlahm wurden. Ob das stimmt, ist umstritten, denn es könnte sich auch um eine Fantasie aus Aufklärungsfilmen handeln. Empfohlen wurde damals aber auch, die alleinstehenden Hysterikerinnen zu verheiraten. Danke dafür.
Der logischere Entwicklungsstrang war, dass Haushaltsgeräte für die sexuelle Stimulation einfach umfunktioniert oder „missbraucht“ wurden und Massagestäbe auch für den Intimbereich benutzt wurden.

Im Erotic Art Museum kann man einzelne Exponate aus der Sammlung Beck bestaunen und gemütlich brummen, vibrieren und rotieren lassen. Zu sehen gibt es die guten alten Geräte aus der Rubrik Ehehygiene aus den 20er und den 60er Jahren. Es gibt es natürlich auch DDR-Modelle zu sehen oder Geräte die zweckenfremdet wurden, wie die Tischwäscheschleuder Sicco III.

Den klassischen Penisvibrator gibt es erst übrigens seit 50 Jahren. Früher war er laut und hatte nur eine Geschwindigkeit. Heute arbeiten die Hightech-Anwendungen mit sanften Druckwellen, so dass zu gar keiner Berührung mit der Klitoris mehr kommt.
In der kulturwissenschaftlichen Abhandlung „Plug&Play“, das die 150 Jahre alte Geschichte der Vibratoren beschreibt, gibt es zahlreiche Illustrationen und Werbeanzeigen und die haben es in sich. Der Leser erfährt von illustren Namen wie Vibrella oder dem Clito Glücksfinger. Ausführlich wird auch der Ausfstieg des Mellow Yellow beschrieben, dem Pionoierstab der Vibration.