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Baumsterben: Das Ende einer Eiche?

120-jährige Eiche in Stellingen wird zurückgeschnitten. Noch ist nicht klar, ob der Baum tot ist.

120 Jahre steht die ehemals stolze Eiche schon im Försterweg. Doch der Baum trägt nicht mehr viel Leben in sich und wird nun bis auf den Stamm zurückgeschnitten. Seit mehreren Jahren konnten Anwohner den Verfall des Baumes beobachten. Im vergangenen Jahr gab es laut Bezirksamt keinen Austrieb mehr.

Ist die Eiche noch nicht tot?

Doch die Eiche sei trotzdem noch nicht vollständig abgestorben, teilt das Bezirksamt Eimsbüttel mit. Im Labor hätten scheinbar tote Äste noch Leben gezeigt.

„Daher wollen wir dieses Frühjahr abwarten – es kann bei Eichen durchaus vorkommen, dass sie sich quasi im Schlaf befinden“, erklärt Markus Weiler, Fachamtsleiter für das Management des öffentlichen Raumes. „Sollte dieses nicht eintreten, wird der Baum im Herbst/Winter gefällt und durch eine Neupflanzung ersetzt.“

Stadt will Baumstumpf erhalten

Also wird der Baum nicht gefällt, sondern bis auf den Stamm zurückgeschnitten. Auch falls die Eiche nicht erneut ausschlägt, sei die Erhaltung des Stammes wichtig. „Mit dem Stehenlassen des Eichenstammes können wir einen Beitrag für die Artenvielfalt im innerstädtischen Raum leisten“, sagt die Sprecherin des Bezirksamts Eimsbüttel, Cornelia Rosenberg. Alte Eichen dienen, auch wenn sie abgestorben sind, als Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger, erklärt sie weiter.

Die Eiche in Eimsbüttel ist eine Besonderheit. Laut Straßenbaumkataster sind in Hamburg nur sechs Prozent der Bäume über 100 Jahre alt. „Der Altbaumbestand muss unbedingt geschützt werden“ so Dr. Katharina Schmidt, Referentin für StadtNatur beim NABU Hamburg. „Ein junger Baum kann einen alten mit großer Blätterkrone in seinen ökologischen Funktionen und in seiner Wirkung im Stadtbild nicht ansatzweise ersetzen.“

Der Beitrag Baumsterben: Das Ende einer Eiche? erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.