Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von
EIMSBÜTTELER NACHRICHTEN

Das sind die Insider & Experten

Die Insider & Experten sind spezialisiert und nah dran: Sie berichten vom Geschehen direkt "vor ihrer Haustür" aus Hamburgs Stadtteilen - oder sind als bekannte Experten zuhause in ihren jeweiligen Themenwelten wie Reise, Wellness, Fahrrad & Zubehör, Technik oder digitale Trends. Mit spannenden Geschichten, Ratgeber-Tipps und Testempfehlungen ergänzen sie die aktuelle Berichterstattung der MOPO zu allem, was für Menschen aus Hamburg und dem Norden wichtig ist.

Corona: Einkaufen auf dem Wochenmarkt Grundstraße

Von Eimsbütteler Nachrichten

Das Bezirksamt Eimsbüttel mahnte gestern: Wochenmarktbesucher halten nicht ausreichend Abstand. Ein Besuch auf dem Wochenmarkt Grundstraße.

„Stehen Sie an?“ Am heutigen Samstag war das wohl die meistgestellte Frage auf dem Wochenmarkt Grundstraße. Die Warteschlangen sind länger als sonst, denn die Besucher bleiben auf Abstand. „Man erkennt nicht mehr, wo das Ende der Schlange ist“, bemerkt ein Mann.

Anzeige

Gestern appellierte das Bezirksamt Eimsbüttel an alle Besucher der Wochenmärkte, den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Nach Beobachtungen des Ordnungsdiensts ließen dort bisher zu wenige ausreichend Platz zu den Mitmenschen. „Jeder kann und muss helfen, indem er auch auf dem Markt etwa zwei Meter Abstand zu seinem Vordermann hält, vor allem beim Warten vor den Marktständen!“, erklärt Bezirkssprecher Kay Becker.

Wochenmarkt ist gut besucht

Anders als beim Einkauf im Supermarkt gehört der Klönschnack für viele zum Wochenmarktbummel dazu. Aber auch in Zeiten der Corona-Krise? Zwei befreundete Pärchen aus Eimsbüttel kann das Abstandsgebot nicht von einer ausgiebigen Unterhaltung abhalten. „Normalerweise umarmen wir uns zur Begrüßung“, erzählen sie. Heute bleiben sie auf Distanz. Über zwanzig Minuten stehen sie auf dem Wochenmarkt in der Grundstraße und unterhalten sich trotz Sicherheitsabstand.

Vor den Marktständen wahren die Besucher Abstand beim Schlangestehen.Wer steht an, wer nicht? Die Warteschlangen vor den Marktständen sind länger als sonst. Foto: Eimsbütteler NachrichtenAuch beim Klönschnack bleiben die befreundeten Pärchen auf Abstand. Foto: Eimsbütteler NachrichtenAuch beim Klönschnack bleiben die befreundeten Pärchen auf Abstand. Foto: Eimsbütteler NachrichtenFotos: Eimsbütteler Nachrichten

Hier und dort sammeln sich zwar kleinere Gruppen, ein Großteil der Besucher bleibt aber auf Abstand. Obwohl der Markt gut besucht ist: „Heute und letzte Woche war es besonders voll“, erzählt Aziz Nejad. „Nicht so voll wie vor zwanzig Jahren, aber für die heutige Zeit ist viel los.“

Seit 1997 steht er regelmäßig mit seinem Marktstand auf den Wochenmarkt Grundstraße und verkauft mediterrane Spezialitäten, selbstgemachte Käsecremes sowie eingelegtes oder gegrilltes Gemüse.

Aziz Nejad verkauft seit über zwanzig Jahren auf dem Wochenmarkt Grundstraße. Foto: Eimsbütteler NachrichtenSelbstbedienung ist an den Marktständen untersagt. Foto: Eimsbütteler Nachrichten Fotos: Eimsbütteler Nachrichten

Normalerweise bietet er Sesambrot zum Probieren der Cremes an. Seit zwei Wochen mache er das nicht mehr. „Die Leute haben viel Verständnis. Sie halten Abstand, das finde ich gut“, erklärt Nejad. „Und sie verstehen, dass ich die Cremes nicht mehr in mitgebrachte Dosen füllen kann.“ Stattdessen verkauft er diese derzeit ausschließlich in kleinen Einwegbechern.

Doch nicht nur Aziz Nejad hat die Hygienemaßnahmen verschärft: Viele Marktbeschicker tragen Handschuhe, vor einem Gemüsestand ist ein Absperrband, Schilder mahnen Abstand zu halten und auf Selbstbedienung zu verzichten. Zwar fehlt auf den Wochenmärkten meist die Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen, dafür kauft man unter freiem Himmel ein.

Der Beitrag Corona: Einkaufen auf dem Wochenmarkt Grundstraße erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.