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Der Sauerteigspezialist: „Sören Korte Brotmanufaktur“

Während viele wegen des Coronavirus ihre Läden schließen mussten, wagt Sören Korte den Schritt in die Selbstständigkeit. Mitte April eröffnet er seine Brotmanufaktur in der Weidenallee. Dabei verfolgt er ein ungewöhnliches Konzept.
„Es fühlt sich wahnsinnig schwer an, in dieser Zeit ein Geschäft zu eröffnen.“ Doch er traut sich trotzdem, weil er es kann: Sören Korte möchte Brot verkaufen. Der Lebensmittel-Einzelhandel fällt unter keine Corona-Allgemeinverfügung. Die Eröffnung war geplant, der Laden vor der Krise gemietet. Nun bleibt Korte finanziell gar keine andere Möglichkeit, als wie geplant loszulegen.

Zudem bekomme er durchweg positives Feedback und Unterstützung aus seinem Umfeld. „Das sind manchmal nur Kleinigkeiten, wie das Ausleihen von einem Kreidestift, weil alle Schreibwarengeschäfte geschlossen haben“, erzählt Korte.

Doch in der Krise zeigt sich nicht nur Solidarität. Bei der Bestellung seines Kassensystems bekommt der Bäcker eine Absage. Keine Kartenzahlgeräte verfügbar. Die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen, will zurzeit offenbar jedes Geschäft anbieten.

Kernig, Körnig, Korte

Die Türen von Sören Kortes Brotmanufaktur werden immer erst um 14 Uhr öffnen. Dann liegen sechs verschiedene, frisch gebackene Brotsorten in der Auslage. „Das Brotgeschäft fängt erst zwischen 14 und 15 Uhr an. Morgens werden meistens nur Brötchen, belegte Teilchen oder Coffee to go verkauft“, erklärt Korte. Mit diesem Konzept können Kunden zum Abendbrot frisches Brot genießen. Bis 16 Uhr sind die Brote dann sogar noch warm.

Nur sechs verschiedene Brote wird Korte in seiner Brotmanufaktur anbieten. Foto: Sören Korte BrotmanufakturNur sechs verschiedene Brote wird Korte in seiner Brotmanufaktur anbieten. Foto: Sören Korte Brotmanufaktur

Vollkornbrote, Roggenmischungen und ein Weizenbrot gehören zum Sortiment. Sören Korte möchte nur wenige Sorten anbieten: „Ich lege Wert auf die Qualität der Brote. Deshalb begrenze ich mich auf sechs Sorten.“ Für die Zukunft könne er sich vorstellen, ein siebtes Brot anzubieten. Das soll täglich wechseln und etwas Besonderes sein, wie zum Beispiel eine Senfkruste.

„Voll auf die Nuss“ – so heißt Kortes Lieblingsbrot. Darin befinden sich die teuersten Saaten, die es gibt: Pistazien, Haselnüsse, Walnüsse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne.

Betriebsleiter und Geschäftsführer

Doch Kortes Alleinstellungsmerkmal ist der Sauerteig. Den züchtet er ganz natürlich, ohne Starterkulturen. Für sein Weizenbrot verwendet er einen Rotweinsauerteig, der dem Brot eine fruchtige Note verleiht. Der andere Sauerteig bleibt sein Geheimnis, denn „diesen führen nur drei weitere Bäckereien in Deutschland – weil er so aufwendig ist“.

Nebenberuflich ist Korte weiterhin Betriebsleiter einer anderen Firma, die ebenfalls Brot verkauft. Weil er dafür nur eine Brotsorte backen muss, hat er Zeit, seine eigene Produktion zu managen: „Das geht ganz gut. Süße Teilchen wie Croissants brauchen viel Zeit. Brot hingegen arbeitet von alleine.“ Morgens steht Korte ab fünf Uhr in der Backstube. Gegen Mittag ist er dann mit beiden Produktionen fertig.

Osteraktion: Kostenlose Brote

Am 11. April, Ostersamstag, startet der Brotbäcker eine Kennenlernaktion: In seiner Brotmanufaktur verschenkt er ab 15 Uhr 200 Stück seiner „Voll auf die Nuss“-Brote. Menschen mit einer Nussallergie sollten allerdings erst am 15. April vorbeischauen, wenn Korte auch nussfreie Brote anbietet.

Die Brotmanufaktur öffnet von Dienstag bis Samstag jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Sören Korte Brotmanufaktur, Weidenallee 61

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