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Der Wunsch nach Tempo 30 für die Osterstraße

Das Bezirksamt Eimsbüttel plant im Sommer eine Evaluierung des Osterstraßenumbaus. Wir haben schon jetzt gefragt, wie zufrieden die Eimsbütteler mit ihrer neuen Flaniermeile und Verkehrsader sind. Für wen hat sich die Situation verbessert und für wen verschlechtert? Was wünschen sich die Eimsbütteler für die Zukunft?

Von knapp 500 Teilnehmern der nicht repräsentativen Online-Umfrage vergaben immerhin 25 Prozent der „neuen“ Osterstraße die Note gut. Jedoch nur marginal weniger, 23 Prozent, bewerten den Umbau als mangelhaft. Ganz durchgefallen ist er bei rund 12 Prozent der Befragten, und als sehr gut empfinden dagegen nur 5 Prozent das Ergebnis der zweijährigen Bauarbeiten.

Insgesamt also ein ausreichend – Für ein Bauprojekt, das nur knapp eine Auszeichnung mit dem Verkehrsplanungspreis verpasste, nicht unbedingt das erwartete Endergebnis.

Das Problem liegt jenseits der Gehwege

Auffallend ist, dass die Situation auf den Gehwegen als am besten wahrgenommen wird. Die Verkehrsqualität auf den Straßen hingegen wird als verbesserungswürdig empfunden. Uneinig sind sich die Befragten darüber, ob die Einführung von Fahrradstreifen die Situation für Radfahrer verbessert hat. Einige beklagten, für jene sei die Verkehrssituation gefährlicher geworden.

Doch nicht nur Radfahrer – laut Umfrage hat der Umbau eine ganze Reihe Verkehrsteilnehmer benachteiligt. So sehen die Teilnehmer die Verkehrssituation vor allem für Autofahrer und Zulieferer kritisch. Auch Gewerbetreibende und Busverkehr hätten es nach den Umbauarbeiten schwerer als zuvor. Insgesamt wurden bei der Frage, für wen sich die Situation verschlechtert habe rund 1.230 Kreuze gesetzt – nur knapp 950 Kreuze gab es auf die Frage, wer vom Osterstraßenumbau profitiere.

Mehrheit wünscht sich Tempo 30

Auf die Frage, was sich die Eimsbütteler für die Zukunft der Osterstraße wünschen, stimmten viele für weitere Abstellmöglichkeiten für PKW und Fahrräder. Ebenso beklagen einige die Mittelstreifen (oft als Parkinseln genutzt) zwischen den Fahrstreifen, die ihrer Meinung nach verschwinden sollten. Eine große Mehrheit sprach sich jedoch für die Einführung eines Tempo-30-Limits in der Osterstraße aus.

Durch eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung könnte die Verkehrssicherheit in der Osterstraße verbessert werden, schreibt ein Leser. Ohnehin ist die Durchschnittsgeschwinigkeit seit dem Umbau „tagsüber im Schnitt auf wenig über 20 Stundenkilometer gesunken“, berichtet „Die Zeit“ in der Ausgabe vom 31. Januar. Das Wochenblatt hatte zur Analyse des Hamburger Straßenverkehrs auf Daten des Unternehmens Inrix zugreifen können. Für ein neues Tempolimit innerhalb der Osterstraße gibt es bislang aber keine Pläne.

Leser-Meinungen

Die Ergebnisse der Umfrage decken sich mit Kommentaren unserer Leser zum Thema in den sozialen Medien. „Der wichtigste Umbau wäre, die Verkehrsinseln zugunsten breiterer Radwege zu entfernen. Tempo 30 schadet auch nicht“, fasst es Volker S zusammen.

Für Fahrradfahrer hat sich die Lage zwar verbessert, ist aber immer noch nicht perfekt, meint Fabian G: „Massive Verbesserung! Vor allem für Fußgänger. Ich finde es als Radfahrer auch viel besser, verstehe aber, wenn man sich auf den neuen Radfahrstreifen unwohl fühlt. Aber vor dem Umbau war es für Radfahrer unbestreitbar eine Katastrophe.“

„Gefährlich finde ich die Situation für Radfahrer. Man sieht immer wieder Autos und Busse, welche die Radfahrer in viel zu engem Abstand überholen“, sagt Franziska S.

Nun bleibt abzuwarten, was die Evaluierung des Bezirksamts zum Osterstraßenumbau ergeben wird.

Der Beitrag Der Wunsch nach Tempo 30 für die Osterstraße erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.