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#Fahrradklaukarte: Trag dein gestohlenes Fahrrad ein

Es ist Sommer und damit wieder einmal Zeit für einen Fahrradausflug ins Grüne. Doch kurz vor der Tour ist das Rad plötzlich nicht mehr auffindbar. Das Problem: Fahrraddiebe, die mittels Bolzen- oder Seitenschneider Fahrradschlösser knacken und fremdes Eigentum entwenden. Vergessen ist der Respekt gegenüber den Mitmenschen und der Fakt, dass das Fahrrad als Fortbewegungsmittel dringend benötigt wird.

Seit 2002 ist die Fahrradnutzung in Hamburg von neun auf 15 Prozent gestiegen. Das Fahrrad als Verkehrsmittel ist in den vergangenen Jahren in der gesellschaftlichen Bedeutung stark gestiegen. Mit dieser Entwicklung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Fahrrad geklaut wird.

Fahrradklau ist ein großes Problem

Aus der polizeilichen Kriminalstatistik des vergangenen Jahres geht hervor, dass im Jahr 2017 hamburgweit 14.506 Fahrräder gestohlen wurden. Es ist kaum vorstellbar, dass durchschnittlich knapp 40 Fahrräder am Tag unfreiwillig den Besitzer wechseln. Und das sind nur die offiziellen Zahlen der Polizei, die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

Mit 2.722 Fällen steht der Bezirk Eimsbüttel an zweiter Stelle der häufigsten Fahrraddiebstähle. Nur Hamburg Nord kann diese Anzahl noch toppen und verzeichnet mehr als 3.400 Entwendungen. Die Zahlen sind zwar im Vergleich zu den Vorjahren erstmals wieder rückläufig, das liegt jedoch nicht an einer höheren Aufklärungsquote. Nur 2,8 Prozent der Fälle konnten in Eimsbüttel im Jahr 2017 aufgeklärt werden. Den Zahlen nach zu urteilen ist Fahrraddiebstahl kein individuelles Problem und kann jeden treffen.

Gemeinsam gegen Fahrraddiebstahl

Bis Oktober werden die Eimsbütteler Nachrichten deswegen neue Wege im Journalismus gehen und sich dem Urban Storytelling Lab (USL) anschließen. In Kooperation mit der Hamburg Media School, dem ZeMKI der Universität Bremen und We-build.city werden zum Thema “Fahrraddiebstahl” neue Recherchemethoden ausprobiert und aufkommende digitale Technologien in den Redaktionsalltag integriert.

Gleichzeitig soll mit neuen Erzähl-Formaten das bürgerliche Engagement gefördert und die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen verbessert werden. Deswegen wurde eine interaktive Karte für bestohlene Bürger gestaltet, die es am Schluss ermöglichen soll, neue Zusammenhänge herzustellen und präventiv gegen Fahrraddiebstahl vorzugehen.

In diesem Zusammenhang wird bis Oktober wöchentlich ein Artikel veröffentlicht. Darin wird es um die Analyse der Daten und die daraus resultierenden Geschichten gehen. Es bleibt zu hoffen, dass durch diese Zusammenarbeit die Aufklärungsquote steigt und den sommerlichen Radtouren unbeschwert entgegengefiebert werden kann.

Hier geht es zur Fahrradklaukarte.

 

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