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Faire Mode bei „Faire Fritzi“

Gründerinnen im Schnelldurchlauf: Mit „Faire Fritzi“ wollen zwei Schwestern Eimsbüttel mit fairer Mode ausstatten. Wie sie sich in vier Monaten den Traum vom eigenen Laden erfüllten.
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Am Ende ging alles ganz schnell. Im Oktober noch sind die Schwestern Kathi Plate und Heike Ferner in ihrer Heimat im Schwarzwald zu Besuch und träumen vom eigenen kleinen Laden.

Nur wenige Monate später feiert Faire Fritzi in der Osterstraße Eröffnung. Richtig glauben können die beiden das immer noch nicht. „Wir wissen gar nicht richtig, wie uns geschieht“, erzählt Kathi Plate.

Grün geht auch bunt

Die Schwestern arbeiteten beide bis vor Kurzem im sozialen Bereich – zufrieden mit ihren Jobs waren sie aber nicht. „Wir brauchten beide einen Cut“, erklärt Heike Ferner. Als die Ladenfläche des ehemaligen Ruby Jane in der Osterstraße frei wird, müssen Ferner und Plate über Nacht eine Entscheidung treffen. Und sie wagen den beruflichen Neuanfang.

Wer auf der Suche nach bunter und fairer Kleidung ist, dürfte bei "Faire Fritzi" fündig werden.Wer auf der Suche nach bunter und fairer Kleidung ist, dürfte bei „Faire Fritzi“ fündig werden.

Das Konzept für Faire Fritzi steht schnell. Beide haben eine Leidenschaft für sogenannte „Slow Fashion“: möglichst fair produzierte und hochwertige Klamotten, die eine längere Lebenszeit als das günstige H&M-Shirt haben. Ihre liebsten fairen Labels vermissen die beiden Eimsbüttelerinnen aber in ihrem Stadtteil. „Wir haben uns gefragt: Über welchen Laden würden wir uns in Eimsbüttel freuen?“, erklärt Plate die Idee.

Plate und Ferner gewinnen die Labels Blutsgeschwister sowie Danefæ aus Dänemark – beide Marken wollten nach Eimsbüttel. Für junge Kunden bieten sie britische Kindermode von Toby Tiger an.

Das Kinderlabel "Toby Tiger" hat die Gründerinnen mit seinen bunten Farben beeindruckt.Das Kinderlabel „Toby Tiger“ hat die Gründerinnen mit seinen bunten Farben beeindruckt."Faire Fritzi" bietet auch Papeterie an.„Faire Fritzi“ bietet auch Papeterie an.

Während sie die Ladenfläche und passende Labels schnell gefunden hatten, war der Weg in die Selbstständigkeit schon holpriger. In ihren alten Berufen waren beide Schwestern angestellt. Für den eigenen Laden galt es viele bürokratische Hürden zu überwinden und jede Menge zu lernen. Der enge Zeitplan bis zur Eröffnung machte die Entstehung ihres Herzensprojekts noch spannender.

Eröffnung am Freitag, den 13. März

Trotz allem stehen beide Schwestern heute stolz im eigenen Laden – nur vier Monate nach der ersten Idee. Ihr Angebot für fair produzierte Mode haben sie durch Papeterie, Deko- und Küchenartikel vom dänischen Label Rice und Schmuck aus Blechdosen ergänzt. Jetzt sind beide gespannt, wie ihr Konzept bei den Eimsbüttelern ankommt.

„Wenn wir am Freitag um 10 Uhr die Tür aufmachen, wissen wir, dass wir alles geschafft haben“, freut sich Plate auf die Eröffnung. Dann wollen die Schwestern mit den ersten Kunden auf die harte Arbeit der letzten Monate und die Zukunft im eigenen kleinen Laden anstoßen.

Faire Fritzi, Osterstraße 136, montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr

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