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„Hier geschafft, hier gemacht“: Designmarkt von Geflüchteten

„I Made It“: Unter diesem Motto findet am Samstag, 10. September, ein Kunsthandwerksmarkt von Menschen mit Fluchtgeschichte statt. Die Ausstellerinnen und Aussteller bieten selbstgemachte Taschen, Kleidung, Accessoires, Schmuck und vieles mehr gegen Spenden an.

Vor dem Knust ist Treffpunkt: Gekleidet in selbstgemachten Oberteilen und Mänteln, die Upcycling-Tasche um die Schultern gehängt, warten Safieh Djafari, Nahid Ghoorchian und Parwaneh Sadeghi in der Sonne.

Die drei Frauen stellen auf dem Kunsthandwerksmarkt I Made It am 10. September ihre Werke aus. Kunden können die Stücke kaufen und die Macherinnen kennenlernen – das ist die Idee hinter dem Projekt.

„I Made it“: Kein gewöhnlicher Flohmarkt

Der I Made it-Markt ist kein gewöhnlicher Flohmarkt. Auf ihm präsentieren Menschen mit Fluchtgeschichte ihre Produkte – alles selbstgemacht und lokal produziert. Mitmachen können Organisationen, Initiativen, Vereine oder Einzelpersonen.

Am Samstag, 10. September, findet der Markt zum ersten Mal statt. Zwölf Ausstellende wird es geben. Das Angebot ist so vielfältig wie die Menschen, die dahinter stecken: Von Schmuck über Kleidung und Taschen sind die verschiedensten Produkte zu finden.

Taschen aus Jeans, Schmuck aus Beton

Interessierte können die Werke gegen eine Spende kaufen, erklärt die Gründerin Alexandra Schiessendoppler. Das Besondere daran: „Das Ich steht vor dem Produkt“. Kundinnen und Produzierende sollen sich beim Kauf austauschen und persönliche Verbindungen aufbauen.

Einer der Aussteller ist Anas. Der 33-jährige Architekt aus Syrien stellt in seinem Label Concrete Flow Schmuck aus Beton und Blattgold her.

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Niendorf: Nähen für die Gemeinschaft

Auch die Schneiderwerkstatt aus Niendorf ist bei I Made It dabei: Safieh Djafari, Nahid Ghoorchian und Parwaneh Sadeghi und ihre Gruppe stellen Kleidung und Taschen aus gespendeten Stoffen her.

Immer mittwochs treffen sie sich am Tibarg. „Mir macht das gemeinsame Nähen einfach Spaß“, erzählt die Iranerin Ghoorchian, die seit 2015 bei dem Projekt dabei ist. Um die Werkstatt habe sich eine Gemeinschaft entwickelt, die sich gegenseitig unterstützt und Freude am Handwerk hat, erzählt die Gründerin Heike Schwiderski.

Designmarkt auf St. Pauli

„Wir wollen diese Projekte der Gesellschaft zugänglich machen“, erklärt Schiessendoppler. Es gehe darum, der Arbeit der geflüchteten Menschen Anerkennung entgegenzubringen.

Damit diese Wertschätzung nicht nur symbolisch bleibt, bekommen alle Ausstellenden zusätzlich zu den Spendeneinnahmen eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Mithilfe der Kunst soll den Teilnehmenden mit Migrationsgeschichte die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden, erklärt die Eimsbüttelerin.

Der Veranstaltungsort für den I Made It-Markt ist nicht zufällig gewählt: Das Knust sei als Kulturstätte auf St. Pauli genau der richtige Ort für den Designmarkt, ist sie überzeugt. Die Veranstaltung ist Teil des Rap for Refugees-Festivals, das am selben Tag stattfindet.

„I Made It“: Große Pläne für die Zukunft

Der Markt ist erst der Anfang: Mit Workshops wolle man Menschen mit Fluchtgeschichte bei der Unternehmensgründung unterstützen. Auch Kooperationen mit Unternehmen seien geplant, erzählt Schiessendoppler. „Wir stehen erst am Anfang unserer Reise“, ist die Gründerin zuversichtlich.

I Made it Markt; Samstag, 10. September 2022, 12 bis 21 Uhr; Adresse: Knust, Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg

Der Beitrag „Hier geschafft, hier gemacht“: Designmarkt von Geflüchteten erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.