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„Kilo-Laden“ an der Osterstraße: Die Waage bestimmt den Preis

In Eimsbüttel hat ein neuer Secondhand-Laden für Kleidungsstücke eröffnet. Das Konzept: Über den Preis entscheidet allein die Waage. Und alle zwei Wochen wechselt das Sortiment.

Ozan Avci ist neu in Eimsbüttel: „Hamburg kenne ich eigentlich gar nicht.“ Jetzt hat er zusammen mit seiner Frau Miriam in der Osterstraße einen eigenen Laden eröffnet: Im Kilo-Laden gibt es Secondhand-Mode, Accessoires und Schuhe.

„Kilo-Laden“: Jeden Tag ein bisschen günstiger

An diesem Morgen stellt Avci zwei Kleiderständer vor sein Geschäft, öffnet die Türen und heißt die ersten Kundinnen des Tages willkommen. Im Hintergrund läuft amerikanischer Hip-Hop. Der Kilo-Laden in der Osterstraße verkauft Secondhand-Mode – „aber auf eine andere Art“, erklärt der Ladeninhaber.

Die Klamotten werden nach Gewicht angeboten. Jeden Tag sinkt der Kilopreis, nach zwei Wochen wechselt das gesamte Sortiment. Der Laden wird neu bestückt und die Kilopreise werden wieder hochgesetzt. „Was nicht verkauft wird, geht zurück an den Großhändler“, so Avci. 

Im "Kilo Laden" wechselt alle zwei Wochen das Sortiment.Im „Kilo-Laden“ wechselt alle zwei Wochen das Sortiment. Foto: Valentin Hillinger

Wechselndes Sortiment

Was auf den Kleiderständern landet, sei jede Woche wieder eine Überraschung, so der Inhaber. Jeden Samstag kommt eine neue Lieferung vom Großhändler. Welche Klamotten in den Paketen warten, weiß Avci nicht genau.

„Da ist für jeden was dabei“, ist er überzeugt. Auch Schuhe, Taschen und Accessoires findet man in dem Shop. Der Kilo-Laden verkauft außerdem – anders als die meisten Secondhand-Stores – Kindermode. In Eimsbüttel komme das besonders gut an. Vor allem aber seien Schülerinnen und Studierende in seinem Laden.

„Kilo-Laden“: Familienunternehmen aus Polen

Ozan Avci, ursprünglich aus Wuppertal, ist nicht neu im Vintage-Geschäft. Die Branche lernte er vor allem durch die Familie seiner Frau kennen: Der Schwiegervater hat in den 90er-Jahren 99 Secondhand-Läden in Polen betrieben.

Seit die jüngere Generation das Geschäft übernommen hat, sind es nur noch 13 Standorte. Fünf davon sind in Deutschland: Drei in Kiel, einer in Flensburg. Und einer in der Osterstraße.

In Hamburg angekommen

Avci ist neben der Filiale in Eimsbüttel auch für den Standort in Flensburg verantwortlich. Mit seiner Familie wohnt er in Kiel – jeden Tag pendelt er mit der Bahn. Im Moment muss sich der Unternehmer vor allem um die Neueröffnung in Hamburg kümmern.

Das Familienunternehmen wollte schon länger nach Hamburg expandieren, erzählt er. Doch wegen Corona habe man noch abgewartet, bis sich die Lage wieder entspannt. Seit 3. September hat der Laden nun geöffnet. „Bisher läuft es gut.“ 

Der Kilo Laden liegt in der Osterstraße 147. Der „Kilo-Laden“ von außen in der Osterstraße 147. Foto: Valentin Hillinger

Eimsbüttel: Unbekanntes Pflaster

Die Neueröffnung in Hamburg sei durchaus ein Risiko, erzählt Avci. Mit Hamburg kenne er sich nicht so gut aus, vor einigen Jahren habe er mal kurz in Harburg gewohnt.

Doch Kundinnen und Kunden in Kiel und Flensburg hätten ihm immer wieder Eimsbüttel als Standort für einen neuen Kilo-Laden empfohlen. So kam es zur Entscheidung für den Stadtteil: „Es tut gut, wenn Kunden kommen und sagen ‚Ihr seid hier richtig.'“

Next Stop?

Der neue Standort in Eimsbüttel ist erst der Anfang: Mit seinem Kilo-Laden möchte Ozan Avci auch in andere Städte expandieren. „Vielleicht nach Berlin, vielleicht nach Lübeck“.

Kilo-Laden Hamburg, Osterstraße 147; Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr (jede zweite Woche Samstag von 10 bis 17 Uhr)

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