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Wird Superbüttel bald Wirklichkeit?

Die SPD und die grün-schwarze Koalition aus Eimsbüttel haben Maßnahmenpakete für das Quartier um die Rellinger Straße vorgelegt. Kommt jetzt „Superbüttel“?

Vor Kurzem feierten die Bewohner der Rellinger Straße mit einem Aktionstag das Projekt „Superbüttel“. Die Idee dahinter: Fahrräder und spielende Kinder statt Autos und Parkplätze auf den Straßen. Wenn es nach der SPD Eimsbüttel geht, sollen Teile der Vision bald umgesetzt werden. Die Fraktion hat in der Bezirksversammlung drei Anträge eingereicht, um „in dem Viertel die Aufenthaltsqualität zu steigern“, heißt es in einer Pressemeldung der Partei.

Auch die grün-schwarze Koalition stellte einen „Superbüttel“-Antrag, um den Durchgangsverkehr in der Rellinger Straße zu stoppen.

Alle sollen über „Superbüttel“ entscheiden

„Das Quartier zwischen Kieler Straße und Apostelkirche ist bunt, lebenswert und schon heute ziemlich super. Wir halten es dennoch für sinnvoll, hier mehr Raum zum Verweilen zu schaffen“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Gabor Gottlieb. Er und seine Fraktion haben zuletzt viele Gespräche vor Ort geführt, um nun konkrete Vorschläge in die Bezirksversammlung bringen zu können.

Im Mittelpunkt stehen dabei verkehrsberuhigte Bereiche um den Langenfelder Damm und die Lappenbergsallee. Die Anträge sehen in diesen Straßen ein Tempolimit 30 vor. Laut der SPD habe der Kreuzungsbereich am Hammonia Platz das Potenzial für einen neuen Quartiersplatz.

Die Vorschläge der SPD-Fraktion greifen damit die Ideen der Initiative „Superbüttel“ auf. Letztendlich entscheiden sollen aber die Bürger. Ralf Meiburg von der SPD Eimsbüttel-Nord meint dazu: „Was künftig im Quartier passiert, muss von den Nutzerinnen und Nutzern getragen werden.“ Zu diesen gehören auch die Autofahrer, so Meiburg.

Grüne und CDU stellen Alternativantrag

Auch der Antrag von Grünen und CDU basiert auf den Visionen von „Superbüttel“, „Quartiere für Menschen“ und ähnlichen Projekten. Die Fraktionen wollen den Durchgangsverkehr in der Rellinger Straße und in der direkten Umgebung stoppen. Durchfahrts- oder Diagonalsperren sollen den Autoverkehr vom Quartier fernhalten. Außerdem sieht der Antrag ebenfalls einen neuen Quartiersplatz vor – dort, wo in der Rellinger Straße jetzt noch parkende Autos stehen. Wie die SPD beabsichtigen auch die Grünen und die CDU die Bevölkerung an den Planungen zu beteiligen.

Mögliche Probleme durch das Wegfallen von Autostraßen sollen durch „Serviceparkplätze“ kompensiert werden. Diese können in der Nähe der Häuser liegen und für Anlieferungen, Krankentransporte und auch als Parkplätze und Carsharing-Angebote für Anwohner, die weiterhin auf ein Auto angewiesen sind, genutzt werden.

Entscheidung vertagt

Die SPD-Fraktion Eimsbüttel und die grün-schwarze Koalition stellten am Donnerstag ihre Anträge in der Bezirksversammlung zur Abstimmung. Dabei waren auch Vertreter der Initiative „Kurs Fahrradstadt“ anwesend, um Fragen zu den Anträgen zu klären.

Beide Anliegen wurden dem Ausschuss für Mobilität übertragen. Dieser berät am Mittwoch, den 8. September über die Pläne und kann der Hauptversammlung anschließend eine Beschlussempfehlung vorlegen. In der nächsten Sitzung der Bezirksversammlung könnte dann die Entscheidung fallen, ob „Superbüttel“ schon bald Wirklichkeit wird.

Der Beitrag Wird Superbüttel bald Wirklichkeit? erschien zuerst auf Eimsbütteler Nachrichten.