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Emotional: Hamburgerin findet jahrelang vermissten Kabylen innerhalb von zwei Tagen!

Berühmter Kopf des Kampfes für die masirische Kultur und Sprache: Uli Rohde aus Bergedorf.

Foto: Privat
 
Hallo liebe Leser,
wenn sie gemächlich durch die Straßen von Paris schlendert, dann grüßen wildfremde Menschen die prominente Hamburgerin Uli Rohde.

Sie ist es mittlerweile gewohnt, denn durch ihre Aktionen sorgt sie für Aufsehen bei den Masiren, singt schon lange in ihrer Sprache und trägt ihre Anliegen hinaus in die Welt.

Als Uli Rohde auf einer Demo von einem jungen Mann angesprochen wird, kann sie noch nicht ahnen, wie emotional die ganze Begegnung werden sollte und sie, wie in der Doku-Serie “Vermisst”, bei der Suche von Angehörigen helfen würde. Mehr dazu hier …  

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Endlich vereint! Der junge Mann war jahrelang auf der Suche nach seinem kabylischen Vater (Foto: Privat).
 

Uli Rohde lebt seit mehr als zwei Jahren in Paris.

Ein Besuch im beschaulichen Hamburg-Bergedorf ist durch die Corona-Pandemie in den letzten Monaten unmöglich geworden. So hat die Hamburgerin ihren Vater und den Rest der Familie zuletzt im Februar gesehen.

Uli Rohde ist bekennende Leserin des Blogs HEIDI VOM LANDE, um weiterhin über ihre alte Heimat informiert zu sein. Auch wir konnten uns jetzt auf keinen Kaffee treffen, aber glücklicherweise gibt es ja das Internet.

Heidi: „Du bist ja echt krass, du hast schon vor ein paar Wochen die 100.000 Marke bei deiner Facebook-Seite geknackt. Gratulation!“

Uli: „Das ist wirklich eine beachtliche Zahl. Es geht ja primär um Menschenrechte, Kultur und Politik und nur sekundär um Musik, Mode oder Schmuck“.

Heidi: „Für alle, die dich jetzt erst entdecken, kannst du dich und was du machst kurz vorstellen?“

Uli: „Ich setze mich für die Rechte der Masiren ein, also Berber, die sich selbst Amazigh in der Einzahl und Imazighen im Plural nennen. Das sind die Ureinwohner Nordafrikas, die erst später arabisiert und islamisiert wurden. Dadurch haben sie einen Teil ihrer Kultur eingebüßt. Sie wurden von den Regierungen ausnahmslos unterdrückt und sie mussten sich ihre Rechte hart erkämpfen.

So bin ich inzwischen zu einem der bekanntesten Köpfe des Kampfes für die masirische Kultur und Sprache geworden. In Paris lebt eine sehr große kabylische Diaspora, die relativ aktiv ist und mich kennt.“

 
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Der verzweifelte junge Mann (li.) konnte endlich seinen Vater in die Arme schließen. Uli Rohde (re.) half ihm dabei (Foto: Privat).
 

Über Jahrzehnte gab es keine Spur vom Vater.

Uli Rohde sang auf einer Demonstration in Paris zum 20. April, dem Gedenktag des schwarzen Frühlings in der Kabylei, an dem im Jahre 2001 etwa 130 junge Männer von der algerischen Gendarmerie niedergeschossen wurden. Dort sah sie einen jungen Mann, der alle Leute filmte.

Die Hamburgerin dachte noch: ‚So ein kleiner Spion‘. Er sprach sie an und Uli fragte ihn, was er denn auf der Demo mache, spreche er doch weder Französisch noch Kabylisch.

‚I’m looking for my father!‘, gab er zur Antwort und er filme die Leute, um zu sehen, ob ihm jemand ähnlich sehe. Er käme aus Polen, sei ein uneheliches Kind und sein Vater müsste, nach Aussagen der Mutter, Kabyle sein. Er käme schon seit Jahren den langen Weg nach Paris, suche im Internet, auf Fotos usw.

Uli Rohde war sehr bewegt von dieser Geschichte und versprach dem jungen Mann, alles zu tun, um seinen Vater zu finden. Noch am selben Tag startete sie ihre Suche in einem Quartier, welches an den Place de la République angrenzt. Sie ging mit Freunden in alte Bars, um dort Infos zu sammeln.

Am nächsten Tag entschied Uli Rohde sich zu einem Video. Es dauerte keine weiteren 24 Stunden, da hatte sie den Vater ausfindig gemacht. Einer seiner Freunde erinnerte sich an die Dummheiten seines Freundes vor 20 Jahren und gab ihm und Uli Bescheid.

Heidi: „Du hast einen vermissten Kabylen innerhalb von zwei Tagen ausfindig gemacht. Du hattest nur den Vornamen, ein paar Details und hast ihn dennoch gefunden?!“

Uli: „Mir kommen immer noch die Emotionen hoch, wenn ich an die Zusammenführung denke. Seitdem habe ich viele Anfragen bei Facebook und wir haben eine neue Seite ‚Vava inu (Mein Vater)‘ ins Leben gerufen, die gerade online gegangen ist.“

In den 7oer und 80er Jahren gab es eine Menge Kabylen und andere Algerier, die besonders in Ostdeutschland ein paar Jahre verbracht haben. Uli Rohde vermutet, dass es dort eine ganze Reihe Kinder gibt, die ihren Vater suchen.

Aktuell hilft sie einer in Deutschland lebenden Dänin, die vermutet, dass ihr Vater ebenfalls Kabyle ist. Also, wer jemanden sucht, oder jemanden kennt, der jemanden sucht, der kann sich gerne auf ihrer Facebook-Seite „Vava inu“ melden.
 
EURE HEIDI VOM LANDE

 


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