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1&1 Drillisch legt sich mit der Telekom an – das ist der Grund

Die Beschwerde sei bei beim politische Beirat der Bundesnetzagentur erfolgt. Hintergrund der Beschwerde sind die von 1&1 Drillisch ersteigerten Frequenzen für 5G und die damit verbundenen Auflagen und die Auktionsregeln der Bundesnetzagentur. 1&1 Drillisch hat für 1,1 Milliarden Euro 5G-Frequenzen ersteigert.

Seinen Netzausbau macht Vorstandschef Ralph Dommermuth nach Angaben des Spiegels jedoch davon abhängig, dass seine Kunden über ein „National Roaming“ von einem der bisberigen Netzbetreiber weiterversorgt werden. Der Grund: Bis 1&1 Drillisch sein Mobilfunknetz bundesweit ausgebaut hat, braucht der Anbieter einen Netzpartner unter den bisherigen Netzbetreibern. Nur so können die Kunden auch außerhalb des 1&1-Netzes noch telefonieren und im Internet surfen.

Regeln fordern Verhandlungsgebot zwischen Netzbetreibern

Die Auktionsregeln sahen dafür ein Verhandlungsgebot vor. Doch genau hier klemmt es offenbar. Neun Monate später verlaufen die Gespräche aus Sicht von Drillisch unbefriedigend. Dort fürchtet man, dass Platzhirsche wie die Telekom die Gespräche verzögern, um ihren Vorsprung auszubauen, berichtet der Spiegel. Auch sei denkbar, dass die drei etablierten Anbieter sogar darauf setzen, Drillisch könne die eigenen Netzpläne frustriert aufgeben und seine Frequenzen weiterverkaufen.

Der Deutschlandchef der Telekom, Dirk Wössner, erklärt in einem Schreiben an den Beirat, National Roaming sei „kein Standardprodukt“ und müsse „vollständig neu konzipiert werden“. Gleichzeitig habe 1&1 Drillisch bis Ende Januar „keinerlei Signal“ gegeben, dass die Zeit dränge. Wie die Zeitschrift weiter berichtet, löse der Wunsch nach einem schnellstmöglichen Angebot bei ihm daher „Verwunderung“ aus. Allerdings hat die Telekom mit einem solchen Angebot für National Roaming durchaus Erfahrung. Das Unternehmen hatten über Jahre hinweg für O2 (vorher Viag Interkom) ein solches National Roaming bereitgestellt.

Drillisch will Bundesnetzagentur als Schiedsrichter

Wenig verwunderlich ist, das Drillisch der Darstellung widerspricht. Man habe „stets deutlich gemacht, einen zügigen Vertragsschluss anzustreben“, heißt es dort. „Sollte sich keine zeitnahe Lösung abzeichnen, wird die Bundesnetzagentur ihre Schiedsrichterrolle ausüben müssen.“

In dieser Woche war darüber hinaus bekanntgeworden, dass 1&1 den ersten eigenen LTE- und 5G-Sender in Betrieb genommen habe. Es handelt sich dabei natürlich noch um einen Testbetrieb mit nur einem einzigen Sendemast in Montabaur.

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