Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von

Als Netflix noch DVDs verlieh und Prime Video Lovefilm war: So krass haben sich Streaming-Dienste verändert

Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und andere Streaming-Dienste sind gar nicht mehr wegzudenken. Die große Film- und Serien-Auswahl, die einzelnen Anbieter einem bieten, sind gigantisch. Doch nicht immer gab es die Streaming-Giganten in der Form, wie wir sie heute kennen. Anlässlich des Geburtstages von inside digital schauen wir uns an, wie sich die Streaming-Welt in den vergangenen 18 Jahren verändert hat.

Online DVDs ausleihen

Bevor es die Möglichkeit gab online direkt die Filme und Serien zu streamen gab es den Online-Filmverleih. Statt in die nächste Videothek zu laufen, konnten die gewünschten Filmtitel online bestellt werden. Ein bekannter Anbieter war damals Lovefilm. Das Unternehmen wurde, genau wie inside digital, 2003 gegründet. In Deutschland war der Dienst jedoch erst ab 2006 verfügbar.

Das Prinzip war einfach. Auch damals gab es schon die Abo-Mechanik, mit der man je nach Paket unterschiedliche viele Filme im Monat ausleihen konnte. Die gewünschten Filme wurden auf die Leihliste gepackt. Sobald sie verfügbar waren, schickte Lovefilm die DVDs entsprechend der gewählten Prioritäten an die Kunden raus. Der Sendung lag ein frankierter Rückumschlag bei, sodass für den Kunden keine weiteren Versandgebühren angefallen sind.

Auch der Streaming-Gigant Netflix hat mit einem DVD-Ausleihe-System angefangen. Bereits 1997 konnten in den USA über Netflix Filme ausgeliehen werden. Damals noch ohne eine Abomodell. Zunächst musste für jeden einzelnen Film gezahlt werden, das Abomodell kam erst später hinzu. In Deutschland gibt es Netflix allerdings erst, seitdem der Streaming-Anbieter auf das Video-On-Demand Angebot umgestiegen sind.

Erste Streaming Angebote

Netflix und Lovefilm entwickelten sich mit der Zeit weiter. Während Netflix bereits 2007 mit einem Video-On-Demand Angebot anfing, kam Lovefilm erst 2010 ebenfalls auf die Idee ein solches Angebot anzubieten. Seitdem konnten Kunden nicht nur DVDs ausleihen, sondern bestimmte Filme auch direkt auf ein kompatibles Endgerät streamen. Erst sieben Jahre nach dem Einstieg in das Video-On-Demand Geschäft von Netflix war der Streaming-Anbieter auch in Deutschland verfügbar.

Lovefilm schloss sich 2014 mit Amazon Prime zusammen und seitdem war das Online-On-Demand Angebot unter dem Namen „Amazon Instant Video“ bekannt, dass seit 2018 nur noch unter dem Namen „Prime Video“ läuft. Bei dem Streaming Dienst von Amazon können Prime Kunden viele Filme kostenlos schauen und weitere Filme und Serientitel zusätzlich kaufen oder ausleihen. Die gekauften und geliehenen Titel stehen anschließend online zum Streamen bereit.

Studios und ihre Streaming Dienste

Die Geschäftsidee von Netflix hat funktioniert und erfreut sich großer Beliebtheit. Mittlerweile ziehen die einzelnen Filmstudios nach und bauen ihre eigene Plattform auf, auf denen sie ihre Filmtitel streamen können. 2019 startete Disney+ in den USA und Kanada. Im Frühjahr 2020 expandierte der Streaming-Anbieter auch nach Europa. Damit sind die Produktionen aus dem Hause Disney, zu denen auch die Marvel-Filme zählen, auf der Streaming-Plattform verfügbar.

Doch Disney bleibt nicht das einzige Filmstudio, das seine eigene Streaming-Plattform aufbaut. Warner Brothers hat ebenfalls seinen eigenen Streaming-Dienst gegründet. Unter dem Namen HBO Max laufen dort die Filme und Serie von Warner Brothers und HBO. Derzeit steht der Streaming-Dienst nur in den USA zur Verfügung. Ein Start in Deutschland ist derzeit nicht geplant.

Im März 2021 ist auch der Streaming-Dienst von Paramount in den USA gestartet. Wann und wie der Dienst Paramount+ auch in Deutschland startet, steht derzeit nicht fest.

TV-Streamingdienste

Auch im Bereich des klassischen linearen Fernsehens gab es in den letzten Jahren Veränderungen. Dazu zählen TV-Streaming-Dienste, die verschiedene Fernsehsender anbieten. Damit lassen sich die Sendungen nun auch im Internet übertragen. Als ersten Anbieter auf dem Markt gab es Zattoo. Der Streaming-Dienst wurde 2006 gegründet und kam 2007 dann auch nach Deutschland. Mit Zattoo lassen sich nicht nur die Sendungen in Echtzeit schauen, man kann auch eine bereits laufende Sendung von vorne Starten, diese aufnehmen oder auch ein Blick in die Sendungen der letzten sieben Tage werfen. Zattoo ist zwar der erste Anbieter, aber nicht der einzige auf dem Gebiet. Dazu kommen noch weitere Anbieter, wie waipu.tv, deren Dienst seit 2016 verfügbar ist.

Neben den TV-Streamingdiensten bieten einige Sender auch eine Mediathek an. Mit der Mediathek können verpasste Sendungen nachgeschaut werden. Dabei ist zu beachten, dass jedoch die Sendungen nicht unendlich lange zur Verfügung stehen. Die Verweildauer der Sendungen in der Mediathek können von ein paar Tagen bis zu Monaten reichen. So gibt es beispielsweise die Mediathek der ARD bereits seit 2008.

Eigenproduktionen der Streaming-Dienste

Um einzigartige Inhalte bieten zu können, haben die Streaming-Anbieter angefangen exklusive Filme und Serien zu produzieren. So gilt bei Netflix die Polit-Thriller-Serie „House of Cards“ als die erste Eigenproduktion, die für den Streaming-Dienst produziert wurde. 2013 startete die erste Staffel. Seit dem sind, hat Netflix noch eine Vielzahl an weiteren Serien und Filmen produziert.

Auch Amazon startete Eigenproduktionen. So gehört die angekündigte „Herr der Ringe“-Serie ebenfalls dazu. Zu den erfolgreichsten Eigenproduktionen gehören aus dem Hause Amazon die Science-Fiction-Serie „The Man in the Heigh Castle“.

Doch auch die Fernsehe-Streaming-Angebote fangen an Eigenproduktionen zu entwickeln. Ein Beispiel ist hier die Plattform Joyn. Der seit 2019 verfügbare Streaming-Dienst hat verschiedene Fernsehsender der Mediengruppe ProsiebenSat.1 im Programm. Mit Joyn+ bietet der Dienst seit 2019 auch Joyn Originals an.

Auch die Filmstudios fangen an, exklusive Inhalte für ihre Streaming-Dienste zu produzieren. Die dann ausschließlich bei dem jeweiligen Sender laufen. Disney+ ist während der Corona-Pandemie nun besonders kreativ geworden. So konnte im Jahr 2020 der Film „Mulan“ auf Disney+ gestreamt werden, jedoch nur mit einem VIP Zugang der extra kostet. Dies stellte eine Alternative zu dem Kino Besuch dar. Auch der neue Film „Black Widow“ war ein Tag nach Kinostart mit einem VIP Zugang auf Disney+ verfügbar. Erst nach knapp 3 Monaten steht der Film dann auch für alle anderen Disney+ Abonnenten zur Verfügung.

Gemeinsam Streamen

Seit Herbst 2020 hat Disney+ eine Funktion mit der, gemeinsames streamen, möglich ist. Jeder kann von Zuhause aus sich an sein Endgerät setzen und den gleichen Film schauen. Über einen Chat kann sich ausgetauscht werden und mit Emojis eine schnelle Reaktion verdeutlicht werden. Der Vorteil ist pausiert oder spult einer, dann passiert diese Aktion bei allen anderen Teilnehmenden auch. Der Vorteil ist, jeder kann den Film oder Serie in seiner bevorzugten Sprache schauen.

Auch bei Prime Video gibt es eine solche Funktion. Zum Start der Disney+ Groupwatch Funktion gab es diese je doch zunächst erst nur in den USA. Mittlerweile lässt sich auch diese Funktion in Deutschland verwenden.

Ebenfalls durch die Corona-Pandemie inspiriert wurde der online Livestream für den Eurovision Songcontest von 2021 aufgerüstet. Auch hier wurde eine Groupwatch Funktion eingebaut, die im Gegensatz zu den Streaming-Diensten sogar eine Videochat Funktion besaß. So konnte man trotz Corona Maßnahmen den Eurovision Songcontest gemeinsam genießen.

Über unsere Links

Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Affiliate- beziehungsweise Werbe-Links. Wenn du einen so gekennzeichneten Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Keine Sorge: Auf den Preis des Produkts hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos und ohne Bezahlschranke anbieten zu können. Vielen Dank!

Der Beitrag „Als Netflix noch DVDs verlieh und Prime Video Lovefilm war: So krass haben sich Streaming-Dienste verändert“ erschien zuerst auf inside-digital.de.