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Amazon: Dieses 1-Cent-Angebot überlebte nur wenige Stunden

Der Preis von 1 Cent pro Jahr für die Fußball-Bundesliga war für Kenner der Branche ein deutliches Signal: Amazon verramscht „Ware“ von einem Anbieter, mit dem man in den vergangenen Monaten viel Ärger hatte. Es ging um das TV-Signal von Eurosport 2 HD Extra, auf dem Eurosport (Discovery-Gruppe) einst die Bundesliga am Freitag zeigte. An den Rechten verlor man das Interesse, gab sie an DAZN weiter. Eurosport 2 HD Extra blieb bei Amazon jedoch bestehen – wohl aufgrund der Verträge zwischen Discovery und Amazon. Der Sender übernahm das DAZN-Signal.

Im Rahmen der Corona-Krise versuchte Discovery, die Bundesliga-Rechte endgültig los zu werden. Dass geschah auch auf dem Rücken von Sublizenz-Inhaber DAZN, aber auch auf Kosten von Amazon. Schließlich gab es bestehende Verträge. Kurzerhand ließ Amazon die Übertragungen am Ende des ersten Lockdowns selbst produzieren – kurioserweise ausgerechnet von Eurosport.

1-Cent-Angebot war buchbar

Nun war es am Freitag Amazon, das zum Tritt gegen das Schienbein des Endkundengeschäfts ausholte. Denn einerseits drückte Amazon massiv den Preis des Eurosport-Players, zum anderen schädigte man aber auch DAZN. Denn wer das 1 Cent-Angebot gebucht hat, wird im kommenden Jahr zumindest aufgrund der Bundesliga kein DAZN-Kunde

Doch das Angebot hielt nicht so lange, wie Amazon versprach. Noch am Abend des Freitag war es wieder verschwunden. Wie die Kollegen des Medienmagazin DWDL berichten, suchte Discovery noch am Freitag das Gespräch mit Amazon, um das Angebot zu stoppen. Kurios: Nachdem Amazon den Kollegen am Freitag zunächst eine Aktion bis Jahresende bestätigte und dieses auch so auf der Webseite von Amazon zu lesen war, ruderte ein Sprecher kurz darauf zurück. Man biete gelegentlich zeitlich begrenzte Preisaktionen an, zitiert DWDL einen Sprecher. Discovery äußerte sich nicht.

Was wirklich hinter der Aktion von Amazon steckte und ob sie möglicherweise nur ein Zeichen der Marktmacht sein sollte, werden Außenstehende vermutlich nicht erfahren. Fakt ist aber, dass es zumindest einige Stunden das 1-Cent-Angebot gab und dieses auch erfolgreich buchbar war. Am Ende bleibt es aber auch eine Werbeaktion für die Amazon Channel. Dort kannst du die Bundesliga auf DAZN übrigens weiterhin mit 5,99 Euro monatlich deutlich günstiger sehen, als bei DAZN direkt.

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