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Android-Sicherheitslücke: Großteil der Smartphones angreifbar

Eine neue Android-Sicherheitslücke (CVE-2020-0022) in Bluetooth bedroht die Sicherheit von tausenden Smartphone-Nutzern. Der Grund: Unter Android 8.0 bis 9.1 können entfernte Angreifer schädliche Codes auf die Smartphones spielen – sofern Bluetooth aktiviert ist.

Ein Datenaustausch über Bluetooth muss dabei nicht zwingend erfolgen. Es reicht bereits aus, wenn dem Angreifer die Bluetooth-MAC-Adresse der Zielgeräte bekannt ist. Diese Sicherheitslücke kann anschließend eine Malware – also ein Virus – ins System einschleusen und so persönliche Daten abgreifen oder deine VPN konfigurieren beziehungsweise nutzen. Auch Android-Versionen, die älter als 8.0 sind, können möglicherweise ebenfalls betroffen sein.

Lediglich Smartphone-Nutzer mit der neuesten Android 10-Version sind sicher. Unter dieser Version ist die Sicherheitsanfälligkeit aus technischen Gründen nicht ausnutzbar und führt nur zu einem Absturz der Malware. Aus Vorsicht haben die Sicherheitsexperten der Firma ERNW weitere Details zu der Angriffsmethode unter Verschluss gehalten.

Was kann ich dagegen tun?

Allen Benutzern von Android 9.1 und älter wird dringend empfohlen, das neueste verfügbare Sicherheitsupdate ab Februar 2020 zu installieren. Sofern noch kein Update verfügbar ist oder dein Smartphone nicht mehr unterstützt wird, nennt die Sicherheitsfirma einige allgemeine Verhaltensregeln, die die Auswirkungen verringern:

  • Aktiviere Bluetooth nur, wenn du es unbedingt benötigst. Zahlreiche Bluetooth-fähigen Kopfhörer unterstützen auch kabelgebundenes analoges Audio. Klingt zunächst nerviger, schützt aber deine Daten.
  • Lass dein Smartphone nicht auffindbar. Die meisten Geräte sind nur sichtbar, wenn du das Bluetooth-Scan-Menü aufrufst. Lediglich einige ältere Handys sind möglicherweise dauerhaft erkennbar.

Bis die Sicherheitslücke durch ein Update geschlossen ist, solltest du demnach noch vorsichtiger mit deinem Bluetooth sowie deinem Datenverkehr umgehen.

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