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Apple: Das iPhone bereitet nicht erwartete Probleme

Die Zeiten, in denen man die Uhr danach stellen konnte, dass Apple mit neuen Wunderzahlen überrascht, scheinen endgültig vorbei zu sein. In der Nacht zu Freitag legte der US-Konzern die neue Bilanz für das abgeschlossene dritte Quartal des laufenden Jahres vor und überraschte dabei in gleich mehrfacher Hinsicht. Denn der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr nur marginal zu, ging bei den Produktverkäufen sogar zurück. Auch der Gewinn war im Vergleich zum dritten Quartal 2019 rückläufig. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Überschuss fällt trotzdem noch sehr hoch aus. Und: Viele Apple-Produkte verkauften sich abseits des iPhones besser als erwartet.

Apple schwächelt bei iPhone-Verkäufen

Vor allem eine Zahl fällt in den aktuellen Apple-Zahlen auf. Zwischen Juli und September dieses Jahres setzte der Konzern mit Verkäufen von iPhones nur 26,44 Milliarden US-Dollar um. Vor einem Jahr konnte man im dritten Quartal noch 33,36 Milliarden US-Dollar Umsatz durch iPhone-Verkäufe ausweisen. Der Verzögerungen bei der Produktion der neuen iPhone 12 Serie machen sich an dieser Stelle deutlich bemerkbar. Statt üblicherweise im September wurde die neue iPhone-Generation erst im Oktober neu vorgestellt.

Erfolgreicher lief es für Apple in anderen Segmenten. Der Umsatz durch den Verkauf von Mac-Rechnern verbesserte sich von 6,99 auf 9,03 Milliarden Dollar, mit (neuen) iPads setzte Apple 6,80 statt 4,66 Milliarden Dollar um. Getrieben war das Geschäft hier unter anderem durch Home-Office- und Home-Schooling-Hardware inmitten der Corona-Pandemie, sagte Apple-Chef Tim Cook. „Unsere Teams haben die Anforderungen dieses Augenblicks mit Kreativität, Leidenschaft und großen Ideen erfüllt, die nur Apple liefern kann“, dankte er seinen Mitarbeitern.

Neue Smartwatch-Generation verkauft sich ordentlich

Und auch der Verkaufsstart der neuen Apple Watch Series 6 und Apple Watch SE ist offenbar sehr gut angelaufen. Im Segment Wearables, Heim-Produkte und Zubehör kletterte der Umsatz von 6,52 auf 7,88 Milliarden Dollar. Mit Services – zum Beispiel Abonnement-, App-Store- oder Cloud-Speicher-Gebühren – setzte Apple im abgeschlossenen Quartal 14,55 Milliarden Dollar um – nach 12,51 Milliarden im Vorjahr.

Insgesamt legte der Umsatz von 64,04 auf knapp 64,7 Milliarden Dollar zu. Noch nie hat Apple mehr Umsatz in einem dritten Jahresquartal gemacht. Weil gleichzeitig aber auch die Kosten für Forschung und Entwicklung (von 4,11 auf 4,98 Milliarden Dollar) und im Vertrieb (von 4,58 auf 4,94 Milliarden Dollar) stiegen, ging der Konzerngewinn zurück. Er notierte aber trotzdem noch bei hohen 12,67 Milliarden Dollar. Das dritte Quartal 2019 war noch mit einem Plus von 13,69 Milliarden Dollar abgeschlossen worden.

Aktienkurs von Apple fällt

Anleger reagierten trotz des Rekord-Umsatzes verschnupft auf die neuen Apple-Zahlen. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie des Unternehmens gut vier Prozent. Für Irritationen sorgte unter anderem, dass Apple keine Prognose für das kommende Weihnachtsquartal vorlegte. Aufgrund der sich wieder verschlimmernden Corona-Pandemie traut sich der US-Konzern hier aktuell offenbar keine verlässliche Vorhersage zu.

Apple-Aktionäre dürfen sich unterdessen auf eine Dividende in Höhe von 20,5 US-Cent je gehaltener Stammaktie freuen. Die Auszahlung erfolgt am 12. November für jede am 9. November zum Geschäftsschluss gehaltene Aktie.

Jammern auf hohem Niveau. So lässt sich in wenigen Minuten zusammenfassen, wenn es darum geht, Apple einen rückläufigen Gewinn anzukreiden. Denn der fällt nach wie vor fast schwindelerregend hoch aus. Und hinzu kommt: Schon jetzt darf man sich trotz Corona-Krise auf ein wohl ziemlich erfolgreiches Weihnachtsgeschäft freuen. 

Der Beitrag „Apple: Das iPhone bereitet nicht erwartete Probleme“ erschien zuerst auf inside-digital.de.