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Apples AirTag gehackt: Phishing-Angriffe und Stalking möglich

Apple hat vor knapp einem Monat ein neues Produkt vorgestellt – den AirTag. Der Tracker versetzt seinen Besitzer in die Lage, deren Schlüsselbund, das Portemonnaie oder beispielsweise den Rucksack nahezu überall aufspüren zu können. Das Problem: Genauso wie die meisten anderen technischen Gerätschaften, lässt sich auch der AirTag von Apple hacken. Und genau das ist nun auch geschehen.

Deutscher IT-Forscher hackt sich in einen AirTag

Der Sicherheitsforscher Thomas Roth (alias Stacksmashing) verkündete zuletzt auf Twitter, er habe sich innerhalb einiger Stunden Zugriff zum Mikrocontroller des AirTags verschaffen können. Eine schlechte Nachricht für AirTag-Nutzer. Denn auf diese Weise könnte die integrierte NFC-Funktion, die eigentlich dazu genutzt wird, um beispielsweise die Kontaktdaten des Besitzers anzeigen zu lassen, missbraucht werden. Roth stellte ein Video auf Twitter online, in dem ein manipulierter AirTag dazu genutzt wird, um den Song „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley auf YouTube aufzurufen. Hacker könnten die NFC-Verbindung dagegen unter anderem für Phishing-Angriffe nutzen.

Wenn du dich vor AirTag-Hackern schützen möchtest, hilft, wie auch in den meisten Fällen, eine gesunde Portion Misstrauen. So solltest du AirTags beispielsweise nur bei vertrauenswürdigen Händlern erwerben und diese im Nachhinein auch nicht längere Zeit unbeaufsichtigt liegen lassen. Bei fremden AirTags solltest du ebenfalls Vorsicht walten lassen. Konkret empfiehlt es sich, sich stets zweimal zu überlegen, ob man eine NFC-Verbindung mit dem Gerät aufbauen möchte.

Abseits des Hacks wurden AirTags in den vergangenen Wochen verstärkt für ihre angeblichen Qualitäten als Stalking-Gerätschaft kritisiert. So könnte man einen AirTag einer beliebigen Person zustecken und diese anschließen ausspionieren. Das ist natürlich auch dem Entwickler bewusst. Darum hat Apple seine AirTags mit einigen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Sollte sich der Tracker eine Zeit lang nicht in der Nähe des Besitzers befinden, erhalten iPhones in der unmittelbaren Umgebung einen Warnhinweis. Nach Ablauf von drei Tagen spielt der AirTag zudem einen akustischen Warnton. Doch Kritikern reichen diese Maßnahmen nicht aus.

Es wird bemängelt, dass ein dreitägiger Zeitraum zu lang sei, und dass der Warnhinweis nur auf Apple-Geräten angezeigt werde. Android-Nutzern spielt das Gerät bis auf das akustische Signal keinerlei Benachrichtigungen aus. Stalker können diese somit mehrere Tage lang ungestört ausspionieren. Auf der anderen Seite eignen sich die unzähligen bereits seit Jahren verfügbaren GPS-Tracker oftmals noch besser als technische Stalking-Unterstützer. Somit ist die Kritik zwar durchaus berechtigt, allerdings betrifft diese nicht nur AirTags, sondern die absolute Mehrheit der Tracking-Geräte.

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