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Corona-App: Deutsche Entwickler gehen den nächsten Schritt

Die Corona-App steht in der Kritik, ist aber auch ein wirksames Mittel, Infektionsketten von Covid-19 zu erkennen und zu unterbrechen. Doch das funktioniert mit der App des RKI bisher nur inländisch. Jetzt hat die EU nach Informationen der WirtschaftsWoche die deutschen Entwickler SAP und Deutsche Telekom damit beauftragt das zu ändern. Im Detail werden die beiden Unternehmen eine Plattform entwickeln, die es ermöglicht, dass Apps aus verschiedenen Ländern miteinander Kommunizieren können.

Corona-Warn-App bald länderübergreifend

So sollen bald beispielsweise die deutsche mit der französischen App Daten austauscht und umgekehrt. Die Apps sind damit in der Lage Infektionsketten international zu verfolgen und die Behörden können sie so auch länderübergreifend stoppen. Ein Kommissionssprecher der EU bestätigt der WiWo, dass die technische Lösung gefunden sei und der gesetzliche Rahmen geschaffen wurde. Damit steht dem internationalen Einsatz der Apps nichts mehr im Wege. Wie viel das Projekt kostet, wurde bisher nicht kommuniziert. Die Bundesregierung hat für die deutsch Warn-App jedenfalls recht tief in die Tasche gegriffen.

Kritiker bringen sich in Stellung

Die deutsche Corona-App wurde schon 16 Millionen mal heruntergeladen und installiert. Wenn du Fragen zur App hast, empfehlen wir dir apropos unseren FAQ-Artikel zur App. In den vergangenen Wochen kamen jedoch einige Probleme zutage. So hat die App den Nutzer nicht immer zuverlässig gewarnt. Das lag daran, dass viele Gerätehersteller – unter anderem auch Samsung, Huawei und andere Großkaliber der Branche – eigene Akkuspar-Modi auf ihren Smartphones installieren. Sie verhindern, dass Apps im Hintergrund laufen, beziehungsweise schalten Hintergrundaktivitäten automatisch ab. Was im Alltag und bei anderen Apps sinnvoll ist, ist der Corona-App hinderlich. Denn damit wird der automatische Abgleich der Schlüssel unterbunden. Erst wenn du die App öffnest, aktualisiert sie die Schlüssel und warnt dich.

Auch der Datenschutz steht in der Kritik. Unter anderem hat ein AFD-Politiker eine App auf die Gleise gestellt, die Nutzer vor der Corona-App warnt. Der Plan ging jedoch deutlich in die Hose. Dass man hier jedoch mit zweierlei Maß misst, deckt unser Kommentar zur App deutlich auf.

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