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Coronavirus: Das haben das Internet und Toilettenpapier gemeinsam

In diesen Tagen gibt es für viele von uns nicht nur die bange Frage, ob und wann es wieder Klopapier gibt, sondern auch, ob das Internet den derzeitigen Anforderungen durch das Coronavirus standhält.

Zur Frage des Internet haben die Kollegen des WDR und der Wissenssendung Quarks eine Grafik veröffentlicht. Unter der Überschrift „Darum gibt es keine Probleme mit deiner Internetverbindung“ zielen unsere Kollegen vom Westdeutschen Rundfunk darauf ab, dass es ausreichend Kapazität im Internet gibt, so dass du keine Auswirkungen spürst. Dennoch kann es gut sein, dass deine Internet-Leitung an der ein oder anderen Stelle ruckelt und langsamer ist, als sonst.

Internet und Toilettenpapier: Es ruckelt auf den letzten Metern

Genau hier ist die Parallele zum Toilettenpapier zu sehen, die wir ziehen, um das Phänomen plastisch zu erklären. Nach einhelligen Angaben, sind die Lager des Lebensmittelhandels voll. Sei es Mehl, Nudeln oder eben Toilettenpapier: Alles sei vorhanden. Dennoch sind die Regale im Supermarkt oftmals leer.

Der Grund: Es gibt nicht genügend Logistik-Kapazität, um die hohe Nachfrage im Supermarkt um die Ecke zu decken, obwohl im Zentrallager genug vorhanden ist. In der Parallele bedeutet das, dass „das Internet“ am Zentralknoten DE-CIX mehr als ausreichend Kapazität bereithält, der Weg bis zu deinem Modem aber durchaus Engpässe aufweisen kann. Das kann ein zu langsamer Anschluss, ein überlasteter Server, ein vollgelaufener Peering-Point oder überbuchte Anschlussbereiche sein.

Zentraler Internet-Knoten hat noch viel Kapazität frei

Bis zu 16,5 Tbit/s könnte der zentrale Austauschknoten in Frankfurt übertragen. Es ist nur einer von vielen Knotenpunkten. Der bisherige Spitzenwert lag bei 9,1 Tbit/s. Das durchschnittliche Datenvolumen am DE-CIX ist durch die Corna-Krise, vermehrtes Homeoffice und Streaming-Dienste nach Angaben des Betreibers um etwa zehn Prozent gestiegen.

Dabei seien insbesondere 100 Prozent mehr Videokonferenzen festgestellt worden. CDN-Dienste sind um 50 Prozent stärker nachgefragt. Dabei handelt es zumeist um gestreamte Videos von großen Plattformen, über Content Delivery Networks. Das sind spezielle Netze, die Inhalte dezentral verbreiten. Und auch die Zahl der Benutzer von Online-Spielen habe sich verdoppelt.

Eng werde es im Knoten in Frankfurt so bald nicht. Selbst wenn alle Unternehmen in Europa Home-Office machen würden und parallel die (inzwischen verschobene) Fußball-EM stattfinden würde, sei genügend Bandbreite vorhanden heißt es seitens der Betreiber.

Woran des dennoch liegen kann, wenn beispielsweise dein Video oder deine Videokonferenz ruckelt, haben wir in einem Ratgeber für die zusammengestellt.

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