Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Abmelden
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von inside digital

Coronavirus killt weltgrößte Mobilfunkmesse

Traditionell findet im Zeitraum zwischen Ende Februar und Anfang März im spanischen Barcelona der Mobile Word Congress (MWC) statt. In diesem Jahr wollte man man sich zwischen dem 24. und 28. Februar treffen. Nachdem Anfang Februar mit LG der erste Anbieter seine Teilnahme an der Messe absagte, reichten sich mehr und mehr Aussteller in der Absageliste ein. Am heutigen 12. Februar dann die Entscheidung des Veranstalters, der GSMA: Der Mobile World Congress 2020 wird abgesagt.

Die GSMA sehe sich aufgrund der weltweiten Besorgnis über den Ausbruch des Coronavirus nicht in der Lage, die Messe durchzuführen. Hierbei würden auch Befürchtungen und Probleme rund um die Anreise sowie „andere Umstände“ mit reinspielen, wie der Chef des Veranstalters, John Hoffman  in einem Statement sagte.

Eigentlich hätten mehr als 2.800 Aussteller und 100.000 Besucher nach Barcelona kommen sollen. Für Barcelona ist die Messe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Rede ist von 400 bis 500 Millionen Euro, die die Messe in die Stadt bringt.

Finanzieller Schaden für Veranstalter ungewiss

Offen ist, wer nun die Kosten für die Absage trägt. Denn im Laufe des Tages waren Gerüchte aufgetaucht, dass der Veranstalter wohl bei einer Absage auf den Kosten sitzen bleiben könnte. Schließlich könnten zumindest jene Unternehmen, die noch nicht abgesagt hatten, Regressforderungen an die GSMA richten. Da vor allem chinesische Firmen ihre Mitarbeiter nach eigenen Angaben bereits zwei Wochen vor der Messe in Europa in eine Quarantäne geschickt haben, befinden sich diese bereits in Europa.

Ob es in Barcelona dennoch die ein oder andere Veranstaltung jenseits des offiziellen Messegeländes geben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Vor allem Presse-Events finden zum Teil außerhalb des offiziellen Rahmens der Messe statt, sind aber stets im Gesamtkontext des MWC zu sehen. Ob sich nun für Manager und Journalisten noch eine Reise nach Spanien lohnt, werden die kommenden Tage zeigen.

Rückblick: Absagen im Stundentakt

Als einer der wichtigsten Netzbetreiber hatte heute  auch die Deutsche Telekom angekündigt, nicht nach Barcelona zu fahren. „Die Telekom hat sich entschieden, in diesem Jahr nicht am MWC teilzunehmen. Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und all unserer Gäste dort geht vor. Der MWC ist eine großartige Messe. Wir freuen uns schon heute auf den nächsten MWC.“ Das schrieb das Unternehmen auf Twitter.

Folgen für Branche und Netze sind unklar

Traditionell zeigt die Mobilfunkbranche auf dem Mobile World Congress nicht nur zahlreiche neue Smartphones, sondern vor allem auch neue Technologien – beispielsweise rund um 5G. Aber mehr noch: Rund um die Messe werden auch zahlreiche Kontakte geknüpft und Verträge geschlossen. So hatten in diesem Jahr wohl vor allem Nokia, Ericsson, Huawei und ZTE auf zahlreiche Verträge für den Ausbau von 5G gehofft. Sie müssen ihre Kunden nun anders überzeugen. Inbesondere für die angeschlagene Huawei dürfte das eine weitere schlechte Nachricht sein.

Messe warb mit Schutzmaßnahmen gegen Coronavirus

Die Messe selbst hatte lange Zeit versucht, die Messe durchzuführen. Man plante zahlreiche Möglichkeiten zur Desinfektion der Hände geben, heißt es. Außerdem zahlreiche Hinweise, wie man sich zu verhalten habe. Zudem bekomme das medizinische Personal besondere Schulungen.

Dennoch hagelte es weiter Absagen. Alleine am Tag der Absage durch die Messe zogen sich mit Vodafone, Deutsche Telekom und Nokia gleich drei Schwergewichte der Branche von sich aus zurück.

Der Beitrag „Coronavirus killt weltgrößte Mobilfunkmesse“ erschien zuerst auf inside-digital.de.