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Coronavirus: Notfallmodus bei Reiseveranstaltern

Nachdem in der Nacht zu Montag mit Tui der größte Touristikkonzern der Welt angekündigt hatte, vorübergehend die meisten seiner Reisen abzusagen, ist inzwischen klar: Tui ist nicht allein. Auch andere namhafte Reiseveranstalter haben inzwischen in eine Art Notfallmodus umgeschaltet. Nicht freiwillig, aber weil immer mehr Flüge ausfallen und Hotels schließen, haben sie fast keine andere Möglichkeit. Hinzu kommt der öffentliche Aufruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass Bundesbürger sämtliche nicht zwingend notwendigen Reisen unterlassen sollten.

AIDA

Mindestens bis Mitte April wird es dauern, bis AIDA Cruises wieder wie gewohnt operieren kann. Bis dahin werde die AIDA Reisesaison vorübergehend unterbrochen, teilte der Reiseanbieter mit. Alle Kreuzfahrten werden in den kommenden Tagen in geeigneten Häfen beendet, um Gästen die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Bis zum 31. Mai bietet AIDA Cruises die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung an. Das gilt für alle Reisen, die bis Ende Mai starten (sollten).

Alltours

Bei Alltours hat man sich dazu entschieden, alle Pauschalreisen und Urlaube mit individueller Anreise – zum Beispiel nach Frankreich, in die Niederlande oder nach Österreich und in die Schweiz – bis zum 27. März abzusagen. Es erfolge eine Stornierung durch den Anbieter selbst. Kunden erhalten eine Bestätigung.

Costa Kreuzfahrten

Die Schiffe von Costa Kreuzfahrten fahren aktuell nicht beziehungsweise sind noch auf dem Weg zu einem Zielhafen, um von dort Passagiere nach Hause reisen zu lassen. Bis zum 27. März ist es noch möglich, Einzelbuchungen einer Kreuzfahrt mit Abreise bis Juni 2020 einmalig kostenlos auf eine andere Reise mit Abfahrt bis Februar 2021 umzubuchen. Voraussichtlich ab Anfang April will Costa Kreuzfahrten wieder mit ersten Reisen starten. Ob sich das allerdings tatsächlich halten lässt, ist noch mit einem Fragezeichen zu versehen.

DER Touristik

Noch unklar ist, wie es bei DER Touristik weitergeht. Der Touristik-Anbieter, zu dem namhafte Marken wie Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen gehören, hat bisher noch nicht verkündet, sein Geschäft vorübergehend abzusagen. Kunden haben aber bis Ende April die Möglichkeit, eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung vorzunehmen. Das gelte für alle Reisen bis zum 31. Oktober 2020.

FTI Group

Hast du deinen Urlaub bei der FTI Group gebucht? Dann kannst du in den kommenden Wochen ebenfalls nicht in den Urlaub fliegen. Alle Reisen bis zum 31. März finden nicht statt. „Das Wohl unserer Gäste ist unsere oberste Maxime, daher setzen wir unsere Operationen vorerst aus“, sagt FTI-Manager Dietmar Gunz. Um mittelfristig wieder zum normalen Betrieb zurückkehren zu können, beantragt die Gruppe, zu der unter anderem auch der Reise-TV-Sender sonnenklar.tv gehört, Staatsgarantien.

MSC Cruises

Schwere Zeiten sind auch für einen der größten Anbieter von Hochseekreuzfahrten angebrochen: MSC Cruises. Egal, wo sich die Schiffe des Anbieters aktuell befinden, in vielen Häfen kommt es zu Einschränkungen. So sei zum Beispiel in italienischen und spanischen Häfen das Ein- und Ausschiffen sowie ein Transit zu den Häfen nicht möglich. Gleiches gelte für Schiffe in den USA. In Miami erwartet MSC ab dem 30. April wieder einen normalen Betrieb.

Norwegian Cruise Line (NCL)

Eine klare Entscheidung hat man auch bei NCL getroffen. Mindestens bis zum 11. April findet keine Kreuzfahrt statt. Ab dem 12. April sollen die Abfahrten nach derzeitigem Stand der Dinge wieder nach Plan anlaufen. Kreuzfahrten, die noch unterwegs sind, werden beendet und alle Gäste werden so schnell wie möglich von Bord gehen, um in ihre Heimatländer reisen zu können. Sollte deine Reise zwischen dem 13. und 17. März starten, erhältst du von NCL 150 Prozent deines Reisepreises in Form von Guthaben für eine bis Ende 2022 stattfindende Kreuzfahrt zurück. Für alle Reisen zwischen dem 17. März und 11. April gibt es 125 Prozent Guthaben auf den ursprünglichen Reisepreis. Alternativ ist ab dem 23. März auch eine kostenlose Stornierung möglich.

Phoenix Reisen

Der für Kreuzfahrten bekannte Anbieter Phoenix Reisen zieht ebenfalls vorübergehend die Reißleine. Alle Flusskreuzfahrten bis einschließlich 14. April wurden abgesagt. Und auch bei den Hochseekreuzfahrten gibt es Einschränkungen. Die zum Konzern gehörenden Schiffe nehmen teilweise bis in den Mai hinein keine Passagiere mehr mit.

Schauinsland Reisen

Wer den Plan verfolgt, in den kommenden Tagen mit Schauinsland Reisen in den Urlaub zu fliegen, muss ebenfalls vorübergehend verzichten. Da das Auswärtige Amt von nicht unbedingt notwendigen Reisen weltweit abrate, sei es dem Reiseveranstalter nicht mehr möglich, Reisen mit Abreise bis zum 27. März durchzuführen. Betroffene Kunden sollen eine schriftliche Information erhalten.

Tui

Nachdem Tui schon am Montag den weitgehenden Stopp der meisten Reisen verkündet hatte, geht der Konzern nun noch einen Schritt weiter. Bis zum 27. März setzt das Unternehmen aus Hannover das weltweite Reiseprogramm komplett aus. Alle Reisebuchungen sollen chronologisch nach Abreisedatum bearbeitet werden. Es könne daher etwas dauern, bis Tui-Kunden informiert werden.

Für alle späteren Abreisen gelten vorerst die AGB des jeweiligen Reiseveranstalters. Solltest du also zum Beispiel bei Tui eine Reise am 28. März gebucht haben, ist dies nicht automatisch mit einer Stornierung verbunden. Es ist aber durchaus möglich, dass die Reiseveranstalter die Zeiträume, in denen sie keine Urlaube ermöglichen, bis in den April hinein verlängern. Und das hätte Folgen. Denn am 30. April beginnen in den ersten Bundesländern die Osterferien.

Der Beitrag „Coronavirus: Notfallmodus bei Reiseveranstaltern“ erschien zuerst auf inside-digital.de.