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Deutsche Post plant für den Extremfall: Das soll sich im Notbetrieb ändern

Grundsätzlich muss die Post entsprechend aktueller Gesetzeslage zur Sicherstellung von Postdienstleistungen auch in Extremsituationen die Zustellung von Sendungen gewährleisten. Das betrifft allerdings nicht alle Sendungen, sondern nur Briefe per Einschreiben sowie Sendungen an Postbevorrechtigte. Damit sind unter anderem die Bundes- und Landesregierungen, die Justiz und das Gesundheitswesen gemeint. Normale Bürger gehen im Extremfall leer aus. Bis zu einem solchen Extremfall ist es allerdings glücklicherweise noch ein weiter Weg. Doch auch davor müssen Bürger laut des Notfallplans mit einigen Einschränkungen rechnen.

Zunächst wird die tägliche Zustellung abgeschafft

Falls die Ausfallrate bei der Post unterhalb der Zehn-Prozent-Grenze liegt, geht man von einem Normalbetrieb aus. Sollten die krankheitsbedingten Ausfälle diese überschreiten, spricht die Deutsche Post von einem eingeschränkten Betrieb. Ab 30 Prozent ist der Betrieb dann „stark eingeschränkt“, und spätestens ab diesem Szenario ist die tägliche Zustellung nur noch in der Theorie möglich. Die Auslieferung erfolgt dann an drei Tagen in der Woche, doch auch das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Sollten die Personalausfälle die 60-Prozent-Marke überschreiten, erfolgt die Zustellung nur noch an zwei Tagen und ab 80 Prozent sogar nur noch an einem Tag in der Woche.

Worst-Case-Szenario: Falls die Sendungen wie gewohnt eintreffen jedoch nur eingeschränkt ausgeliefert werden können, werden die Lagerkapazitäten irgendwann erschöpft sein. In diesem Fall erfolgt ein „Annahmestopp“. Von diesem Punkt sind wir allerdings noch weit entfernt. Die Deutsche Post sieht nämlich allein für Briefe Kapazitäten von 200 Millionen Sendungen vor. Dafür sollen laut „Welt am Sonntag“ zusätzliche Lagerhallen angemietet werden.

Bei Amazon drohen einmonatige Lieferzeiten

Während die Deutsche Post derzeit lediglich an einem Notfallplan arbeitet, ist Amazon bereits in einen gesonderten Betrieb übergegangen. Der Versandhändler priorisiert Artikel des täglichen Bedarfs, medizinische Verbrauchsgüter, Bücher und Artikel, die potenziell dringend benötigt werden, um beispielsweise von zu Hause aus arbeiten zu können. Bei anderen Produkten, wie beispielsweise einem Monitor müssen Kunden derzeit selbst bei Verkauf und Versand durch Amazon und einer Prime-Mitgliedschaft mit Lieferzeiten von bis zu einem Monat rechnen – wobei eine einmonatige Lieferzeit keine seltene Ausnahme darstellt.

Falls zusätzlich die „Notfall Planung Betrieb Covid-19“ der Deutschen Post zum Einsatz kommt (obgleich nur eingeschränkt), dürften die Lieferzeiten zumindest für einige Produkte nochmal ansteigen. Derzeit gebe es jedoch keine wesentlichen Einschränkungen der Dienstleistungen in Deutschland, versichert die Deutsche Post aktuell auf der eigenen Website. Und Amazon selbst baut natürlich nicht nur auf die Deutsche Post als Logistikpartner.

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