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Diese 5 Trends bleiben auch nach der Corona-Pandemie

Von inside digital

Menschen kämpfen um ihre Gesundheit und ihr Leben, Betriebe gegen die Insolvenz und Mitarbeiter großer Konzerne wie auch kleiner Eckkneipen bangen um ihren Arbeitsplatz. Eine Pandemie grassiert in fast allen Ländern der Welt und hinter den nüchternen Zahlen der Johns Hopkins Universität, auf die wir jeden Tag schauen, verbergen sich nicht nur mathematische Kurven, sondern menschliches Leid und letztlich der tausendfache Tod. Alles ausgelöst durch ein Virus, das auch ich vor einigen Wochen noch für ein auf Asien begrenztes Phänomen gehalten habe.

Notbremsung unserer Gesellschaft

Wenn manch einer nun von sich gibt, dass die aktuelle Krise doch eine tolle Gelegenheit zur Entschleunigung sei und man ja sowieso mal das gestresste Leben überdenken wolle, ist das egoistisch bis zynisch. Die Eindämmung der Pandemie erfordert scharfen Regeln, denen wir uns derzeit alle unterwerfen.

Diese Regeln sind notwendig, aber belasten viele Familien beim täglichen Balanceakt zwischen Kind und Beruf, bringen Betriebe und Menschen in wirtschaftliche Schwierigkeiten und beschränken unsere direkten sozialen Kontakte zu Menschen, die wir gerne mögen. Das hier ist keine gemeinschaftliche Entschleunigung, sondern die mit aller Wucht vollzogene Notbremsung unserer Gesellschaft.

Mundschutz, Coronavirus, Mensch

Die Corona-Krise hat uns derzeit voll im Griff.

Doch kann es in all diesem Chaos und bei all diesen negativen Aspekten nicht auch Chancen für die Zeit nach der Pandemie geben? Was können wir jenseits der medizinisch-biologischen Fakten lernen und mitnehmen für unser Zusammenleben?

5 Trends für die Zeit nach Corona

Es hätte nicht unbedingt eine Pandemie gebraucht, um diese Trends zu beschleunigen, aber die Krise sorgt dafür, dass wir nun Schritte gehen und Dinge erleben, die sich nicht mehr zurückdrehen lassen.

#1 Digitales Lernen startet durch

Manches ist vielleicht noch provisorisch und mit der heißen Nadel gestrickt, aber nach und nach kristallisieren sich gut funktionierende Anwendungen für das digitale Lernen heraus. Nicht nur in der Schule, sondern auch bei Fortbildungen für Erwachsene, Volkshochschulen, Yogakursen und vielem mehr blüht auf einmal eine Vielfalt von Angeboten auf. Diese digitalen Angebote werden Präsenzunterricht von Mensch zu Mensch oder das soziale Lernen in einer Schulklasse nicht ersetzen, aber definitiv auch in Zukunft sinnvoll ergänzen.

#2 Das Ende der Bargeld-Fetischisten

Beim Einsatz von Bargeld geht Deutschland seit vielen Jahren beharrlich einen Sonderweg. Doch selbst renitente Bäckereien und Kioske bieten auf einmal kontaktloses Zahlen per Smartphone oder Karte an. Es wäre schön, wenn die Terminals nach der Krise nicht wieder verschwinden, sondern als kundenfreundliches Angebot und selbstverständliche Zahlmethode erhalten bleiben. Das Hantieren mit Bargeld war schließlich schon vor der Pandemie für Lebensmittel-Verkäufer eine hygienische Herausforderung. Das Bargeld muss nicht verschwinden, aber eine dauerhafte Alternative wäre sinnvoll.

#3 Mobiles Arbeiten per Crashkurs

In vielen Büro-Jobs galt bis vor der Corona-Krise das ungeschriebene Gesetz: Wer fleißig ist, knipst als erster das Licht an und macht abends die Tür zu. Präsenz galt als eiserne Tugend. Die Corona-Arbeitswelt sieht anders aus und viele Betriebe entdecken gerade nicht nur den Wert einer funktionierenden mobilen IT, sondern auch die Vorzüge des Homeoffice. Weniger Zeitverlust durch Pendeln, familienfreundliche Teilzeitmodelle und zufriedenere Mitarbeiter. Das soziale Miteinander im Büro und der Teamgeist erfordern auch weiterhin Präsenz und gemeinsames Gequatsche in der Kaffeeküche. Das Mehr an Flexibilität durch mobiles Arbeiten wird aber sicher nicht mehr komplett verschwinden.

#4 Eine Gesellschaft hält zusammen

Egal ob Nachbarschaftshilfe, Freundlichkeit im Alltag oder Anerkennung für Berufe, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen – die Krise besteht nicht nur aus dümmlichen Hamster-Käufern mit Klopapier-Bergen im Keller, sondern bringt auch vielfältige Mitmenschlichkeit hervor. Diese Gemeinsamkeiten gilt es auch in den Alltag nach der Pandemie zu transportieren. Ein nettes Wort, eine kleine Gefälligkeit oder auch eine gemeinsame gute Tat halten unsere Gesellschaft zusammen.

#5 Die Entzauberung der Populisten

Egal ob Trump in den USA, Bolsonaro in Brasilien oder die AfD in Deutschland – die Corona-Krise zeigt mehr als deutlich, dass Populisten nichts außer hohlen Sprüchen auf dem Kasten haben. Traditionelle Parteien, etablierte Politiker und unser manchmal schwerfälliger Staat sind nicht perfekt, aber in der Krise wahnsinnig effektiv. Bei eitel Sonnenschein kann jeder große Sprüche klopfen. Bei Wind und Wetter sind wir alle froh um erfahrenes Personal auf der Brücke.

Der Beitrag „Diese 5 Trends bleiben auch nach der Corona-Pandemie“ erschien zuerst auf inside-digital.de.