Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von inside digital

Diese Kopfhörer US-amerikanischer Sound-Experten versprechen mehr als nur kolossalen Klang

Wir waren enorm überrascht, als wir zu Beginn des Jahres die Klipsch T5 II getestet haben. Vor allem der Sound der Kopfhörer hat uns umgehauen. Wer nach Schwächen im Klangbild sucht, wird enttäuscht. Im Gegenteil: Für TWS-Kopfhörer liefern die Klipsch T5 II einen beeindruckend räumlichen Klang, den man so nicht erwarten würde. Er sorgt dafür, dass du in das Lied eintauchst; in eine Dimension, die du so vielleicht noch nicht kanntest. Das Manko, auch wenn es, wie der Test zeigt, gar nicht tragisch ist: Die Klipsch T5 II bieten kein Active Noise Cancelling (ANC). Doch nun bringt das US-amerikanische Traditionsunternehmen die T5 II mit ANC auf den Markt und verspricht „weniger Lärm, mehr Klang.“ Doch die neuen Kopfhörer können noch mehr.

Klipsch T5 II ANC: Das bieten die Kopfhörer

Klipsch, hierzulande vielen Menschen unbekannt, ist in den USA der führende Hersteller von audiophilen Lautsprechern. Sie gehören zu den weltweit besten aber auch teuersten und sind vor allem bei Hi-Fi-Enthusiasten beliebt. Seit 2007 hat das Unternehmen auch Kopfhörer im Portfolio. Mit den Klipsch T5 II ANC, wie der Name es bereits vorwegnimmt, das erste Modell mit aktiver Geräuschunterdrückung. Waren im Vorgängermodell noch 4 Mikrofone verbaut, sind es nun sechs. Sie nehmen die Umgebungsgeräusche auf, die anschließend herausgefiltert werden. Wie gut das funktioniert, wird aber erst ein Test zeigen.

Auch hinsichtlich des Klangs können die Kopfhörer erst im Test zeigen, was sie draufhaben. Allerdings ist jetzt schon klar, dass das enorm viel sein dürfte. Nicht nur, weil die Vorgänger uns im Test bereits überrascht wie überzeugt haben. Im Vergleich hat Klipsch beim neuen Modell noch ein, zwei Schippen draufgepackt.

Die Klipsch T5 II ANC wollen mit einem perfekten Klang überzeugen

Die Klipsch T5 II ANC wollen mit einem perfekten Klang überzeugen

Verbesserter Klang ohne aptX

So kommt in den neuen Klipsch T5 II ANC Dirac HD Sound zum Einsatz, eine digitale Technologie, die die Audioleistung optimiert. Durch die Korrektur des Impuls- und Amplitudenfrequenzgangs verbessert Dirac HD Sound die Klarheit, Sprachverständlichkeit und Basstreue. Da In-Ear-Kopfhörer aufgrund ihrer geringen Größe kaum Platz für größere Treiber bieten, setzen Hersteller also auf ebensolche softwareseitigen Optimierungsverfahren.

Melomania 1+ im Test: Diese In-Ear-Kopfhörer britischer Audio-Experten sind ein Geheimtipp

Doch trotz der vermeintlich positiven Auswirkungen auf den Klang durch den Dirac HD Sound, gibt es auch ein weinendes Auge. So fällt etwa der aptX-Codec im Vergleich zum Vorgänger dem Rotstift zum Opfer. Nutzer müssen mit SBC und AAC leben, also Codecs, die ein etwas schlechteres Komprimierungsverfahren mit einer niedrigeren Bandbreite und Samplingrate bieten als aptX oder LDAC.

Die ANC-Kopfhörer sind ab September in drei Farben erhältlich: Gunmetal, Silber und Kupfer

Die ANC-Kopfhörer sind ab September in drei Farben erhältlich: Gunmetal, Silber und Kupfer

Die Akkulaufzeit und eine weitere Eigenschaft der Kopfhörer

Am Akku verändert Klipsch im ANC-Modell der T5 II im Vergleich zum Vorgänger nichts. Beide Kopfhörer haben einen 50-mAh-Akku, das Case bietet 360 weitere mAh. Somit lassen sich die Kopfhörer etwa dreimal über das Case aufladen, bis schließlich auch dieses ans Ladekabel oder via Qi kabellos aufgeladen werden muss. Die Akkulaufzeit der Klipsch T5 II ANC beträgt mit ausgeschalteter Geräuschunterdrückung laut Herstellerangaben 7 Stunden. Mit ANC sinkt der Wert auf 5 Stunden. Dass das Vorgängermodell eine Stunde länger durchhält, dürfte an den größeren Treibern in Verbindung mit einem leistungsfähigerem Verstärker der ANC-Variante liegen. Die kleinen Lautsprecher kommen auf einen Durchmesser von 5,8 mm. Zum Vergleich: Die Treiber der Klipsch T5 II sind 0,8 mm kleiner. In dieser Dimension ein deutlicher Unterschied.

Klipsch The One II im Test: Dieser Bluetooth-Lautsprecher liefert einen exorbitant guten Klang

Hinzu kommt: Die Vorgänger ohne ANC sind nach IP67-Zertifikat wasserdicht. Zumindest 30 Minuten lang in bis zu einem Meter tiefem Wasser. Die ANC-Version der Klipsch T5 II bietet nur ein IPX4-Zertifikat. Das bedeutet: Schutz gegen Spritzwasser. Einen Regenschauer dürften die Kopfhörer also überleben, einen Tauchgang im Badesee aber nicht.

Eine Besonderheit und eine Sonderedition

Mit „Bragi Moves“ verfügen die neuen Klipsch-Kopfhörer über eine integrierte Gestensteuerung. Sie realisieren Kopfbewegungen. Somit lässt sich Musik auch freihändig steuern, etwa durch Nicken oder Schütteln des Kopfes. Auch einen Anruf kann man mit einem einfachen Nicken annehmen. Klipsch verspricht fortlaufend neue Funktionen hinzuzufügen.

Darüber hinaus bringt Klipsch die Kopfhörer als Sonderedition mit McLaren-Schriftzug in den Handel. Sie haben nicht nur auffallende orange Farbelemente, sondern auch ein etwas anderes Case, das mit seiner Gummibeschichtung am Rand an ein Reifenprofil erinnert. Zudem kommt die Special Edition mit einem Ladepad, dass sowohl die Kopfhörer und parallel ein Smartphone aufladen kann.

Die Klipsch T5 II ANC in der McLaren-Sonderedition

Die Klipsch T5 II ANC in der McLaren-Sonderedition

Was gut ist, ist auch teuer

Wer die Klipsch T5 II ANC jetzt auf der Einkaufsliste hat, muss tief in die Tasche greifen. Rund 350 Euro muss man ausgeben, um ein Exemplar in der Farbe Gunmetal, Silder oder Kupfer sein Eigen nennen zu können. Bei der McLaren-Edition setzt der Hersteller noch einen drauf und verlangt knapp 440 Euro. Setzt man die Preise ins Verhältnis zu den derzeit wohl besten In-Ear-Kopfhörern auf den Markt, müssen die Klipsch T5 II ANC kolossalen Sound gepaart mit einer grandiosen Geräuschunterdrückung abliefert. Denn die Sony WF-1000XM4 (hier im Test) kosten aktuell 280 Euro und sind damit 70 Euro günstiger.

Der Beitrag „Diese Kopfhörer US-amerikanischer Sound-Experten versprechen mehr als nur kolossalen Klang“ erschien zuerst auf inside-digital.de.