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Dieses E-Auto von BMW schafft noch nicht mal 60 Kilometer

E-Autos sind die Vision der Zukunft und etablieren sich zusehends auch auf dem deutschen Markt. Quer durch die Bank bieten sämtliche Autohersteller hierzulande reine E-Autos oder sogenannte Hybrid-Modelle an. So grün die Zukunft mit elektrischen Autos von Automobilindustrie und Politik gemalt wird, so muss neben dem verwendeten Ökostrom auch die Technik stimmen.

Die BMW-Tochter Mini scheitert ausgerechnet daran. Das brandneue Modell Countryman Hybrid soll elektrisch, ohne neu laden zu müssen, auf eine Strecke von 60 Kilometern kommen. Als Verbraucher verlässt man sich auf diese Angaben. Umso ärgerlicher, dass das Plug-In-Modell es in mehreren Tests noch nicht einmal auf diese 60 Kilometer schafft. Stattdessen geht dem Countryman Hybrid schon vorher der Saft aus. Das bestätigt BMW auch offiziell gegenüber der Süddeutschen Zeitung und erklärt, dass das Modell teilweise auf nur 59 Kilometer Reichweite kommt.

Mini Countryman Hybrid scheitert

Der Grund ist simpel wie ärgerlich. Man kalkulierte den verbauten Akku passgenau, anstatt ein bisschen Spielraum nach oben zu lassen. Keine Seltenheit in der Automobilindustrie. Resultat daraus ist, dass die Zulassungsbehörde die Auslieferung des Mini Countryman Hybrid vorerst gestoppt hat. Ein Software-Update soll das Problem richten und die Batteriesteuerung so optimieren, dass der Countryman die vorgegebene Reichweite erreicht. Die Aktualisierung kommt laut Süddeutscher Zeitung bereits Ende November.

Die 60 Kilometer Reichweite sind übrigens das Mindestmaß für Verbraucher, um den Umweltbonus abkassieren zu können. Kritiker der Branche und vor allem von Plug-In-Hybriden sehen in Fällen wie jenen einen Vertrauensmissbrauch, den es wieder aufzubauen gilt. Warum nicht einfach größere Akkus in E-Autos verbauen? BMW begründet das gegenüber der Süddeutschen Zeitung mit einem extremen Wettbewerb: „Es mag schwer zu verstehen sein, aber wir haben keine Veranlassung, einen großen Reichweitenpuffer über das gesetzlich Geforderte hinaus einzubauen.“

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