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Etwas Luft für Huawei: Dieser Deal sorgt für Erleichterung

Bisher waren es nur Gerüchte, jetzt scheint es offiziell zu werden. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters darf Huawei wieder in Handelsbeziehungen mit dem Chip-Ausrüster Qualcomm treten. Dies war dem chinesischen Smartphone-Hersteller aufgrund eines Handelsstreits zwischen China und den USA in den vergangenen Wochen nicht mehr gestattet. Jetzt die Wende. Eine Ausnahme von US-Handelsbeschränkungen macht es möglich.

Qualcomm bestätigt neuen CPU-Handel mit Huawei

Wie Reuters berichtet, erhielt Qualcomm am Freitag von der US-Regierung die Lizenz, Smartphone-Prozessoren an Huawei liefern zu dürfen. Dem Vernehmen nach aber nur LTE-Prozessoren. 5G-Chips wie die Flaggschiffmodelle Snapdragon 865 und Snapdragon 865 Plus dürfen offenbar weiterhin nicht nach China in die Huawei-Smartphone-Fabriken exportiert werden. Dennoch: Mit der Erlaubnis, wieder LTE-Chips von Qualcomm in seinen Smartphones verbauen zu dürfen, ist Huawei in seinen Bemühungen, die aktuellen Einschränkungen zu bekämpfen, einen ordentlichen Schritt voran gekommen.

Eine Sprecherin von Qualcomm bestätigte gegenüber Reuters: „Wir haben eine Lizenz für eine Reihe von Produkten erhalten. Darunter einige 4G-Produkte.“ Eine Stellungnahme dazu, welche Produkte Qualcomm konkret an Huawei liefern darf, lehnte die Unternehmenssprecherin ab. Sie verwies aber darauf, dass Qualcomm durchaus daran gelegen sei, weitere Ausnahmen durchzusetzen. Möglicherweise auch mit Blick auf leistungsstarke Prozessoren mit 5G-Technologie.

Qualcomm-Chips spielten in der Vergangenheit kaum eine Rolle

Denn trotz der guten Nachrichten gilt: Huawei war in der Vergangenheit ein eher kleiner Kunde für Qualcomm. Zuletzt gab es Gerüchte, dass das nächste Huawei P50 mit dem noch nicht offiziell vorgestellten Top-Modell Snapdragon 875 ausgestattet sein könnte. Dafür müsste es seitens der US-Regierung allerdings auch für den Handel mit 5G-fähigen Prozessoren noch eine Ausnahme bei den aktuell gültigen Handelsbeschränkungen geben.

In der Regel hatte Huawei seine Smartphones in der Vergangenheit mit hauseigenen Kirin-Prozessoren ausgestattet. Ausnahmen stellten einige Einsteiger-Smartphones dar. Etwa das Y7 Prime (2018), das Y6 oder das Huawei Nova. Auch das Tochterunternehmen Honor setzte vereinzelt auf Qualcomm-Chips. Etwa beim Honor 7i oder beim Honor 8C.

Unabhängig von der nun bekannt gewordenen Qualcomm-Ausnahme bleibt ein weiteres Problem bestehen: Neue Huawei- und Honor-Smartphones dürfen keinen Zugriff auf Google-Dienste erhalten. Google darf Huawei also keine Lizenz erteilen, auf Dienste wie den Play Store zuzugreifen. Ob sich daran in naher Zukunft etwas ändert, ist auch nach der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten vollkommen unklar.

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