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Festnetz: So plant die Telekom schnelles Internet per VDSL & Glasfaser

Denkst du beim Festnetz der Telekom auch erst einmal an einen Klingeldraht und ein Wählscheibentelefon? Dann hast du viele Jahre in der Entwicklung des Festnetzes verpasst. Zwar kommt bei dir zu Hause oftmals immer noch eine Kupferleitung an, doch sehr schnell wird diese auf eine Glasfaserleitung übergeben. Das wiederum bedeutet, dass du mit der Leitung, die einst zum Telefonieren gedacht war, inzwischen bis zu 250 Mbit/s übertragen kannst. Nächster Schritt: Glasfaser.

Zudem hat die Telekom auch das Telefonnetz gravierend umgebaut. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist nun auch ein normaler Telefonanschluss ein IP-Anschluss. Diese Migration von 25 Millionen Anschlüssen erfolgte im laufenden Betrieb. Gerade mal ein Prozent aller Anschlüsse hat die Telekom noch nicht umgestellt, beispielsweise weil der VDSL-Ausbau am jeweiligen Ort noch läuft.

VDSL und Super Vectoring

Jedes Jahr investiert die Telekom mehrere Milliarden Euro, um das eigene Glasfaser-Netz auszubauen. Dabei konzentrierte sich der Konzern jahrelang auf den VDSL-Ausbau. Hier verlegt das Unternehmen das Glasfaserkabel nicht bis zu dir nach Hause, sondern bis zum Verteilerkasten auf der Straße.

Den aktuellsten Stand der Ausbau-Daten hat die Telekom für April 2020 genannt. Bei einer halben Million Anschlüssen hat sie in dem Monat die Geschwindigkeiten erhöht. Jetzt können im Telekom-Netz 32,5 Millionen Haushalte einen Tarif mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde buchen.

23,4 Millionen Haushalte können einen Tarif mit bis zu 250 MBit/s oder mehr buchen. Hierbei handelt es sich um VDSL Super Vectoring. Super Vectoring ist der Turbo für Vectoring. Hier muss keine Leitung mehr neu vergraben werden. Allerdings muss das Unternehmen Technik im Kabelverzweiger austauschen.

Übrigens: Der Tarif für einen solchen Anschluss für schnelles Internet muss nicht aus der Produktserie Magenta Zuhause kommen. Wie beim klassischen DSL kann auch bei VDSL der Anschluss für das eigene Zuhause bei einem anderen Anbieter bestellt werden – beispielsweise bei Vodafone, O2 oder 1&1. Die günstigsten Angebote gibt es im Tarifrechner von inside digital.

Echter Glasfaseranschluss ist noch die Ausnahme

Die schnellste Anschlussart ist die echte Glasfaserleitung FTTH. Doch diese Anschlussform kommt bei der Telekom noch vergleichsweise selten zum Einsatz. Die Telekom selbst spricht von 1,7 Millionen technisch möglichen Anschlüssen, gebucht sind aber deutlich weniger.

Doch künftig soll sich das ändern. Die Telekom will jährlich 2 Millionen Haushalte an das FTTH-Netz anschließen.

Das Bonner Unternehmen hat außerdem zusammen mit der EWE die Firma Glasfaser Nordwest gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen will bis zu 1,5 Millionen Haushalte an das Glasfasernetz anschließen.

Derzeit erfolgt schon der Netz-Ausbau im Rahmen von kleinen und großen Glasfaser-Projekten etwa in Bautzen, Vorpommern-Rügen und Naumburg/Saale mit zusammen 142.000 Haushalten. Ab 2021 plant die Telekom, jedes Jahr zwei Millionen Haushalte direkt mit Glasfaserleitungen anzuschließen.

Wann baut die Telekom VDSL bei mir aus?

Einige Ausbaupläne, vor allem wenn sie in einem Zeitraum von einigen Monaten fertiggestellt werden, lassen sich in der Verfügbarkeits-Abfrage auf der Telekom-Webseite in Erfahrung bringen.

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