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Großbritannien gegen China: Drastische Maßnahmen gegen Huawei

Nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China zu Beginn des Jahres ein langsames Ende zu finden schien, eskaliert er aktuell mit voller Wucht. Verlängerte US-Präsident Trump das Handelsverbot mit Huawei kürzlich um ein weiteres Jahr, droht Huawei seinerseits nun, die Zelte in den Vereinigten Staaten gänzlich abzubrechen – und nicht mehr wiederzukommen.

Der Streit und dessen Ausmaße tragen mittlerweile auch in anderen Ländern Früchte – darunter in Großbritannien. Premier Boris Johnson schlägt den gleichen Kurs ein und will den chinesischen Herstellern aus dem Land verbannen. Zumindest, was den Ausbau der 5G-Netze angeht.

5G-Ausbau ohne Huawei: So sieht Johnsons Plan aus

Laut Informationen der britischen Zeitung The Telegraph will Johnson Huawei in Zukunft nicht mehr beim Ausbau der britischen 5G-Netze dabei haben. Der chinesische Hersteller gehört zwar seit vielen Jahren rund um den Globus zu den größten Netzwerkausrüstern. Ungeachtet dessen soll ein entsprechender Plan die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Huawei aber auslaufen lassen.

Der britische Premier will dafür gemeinsam mit entsprechenden Behörden einen Plan entwickeln, der den Ausschluss Huaweis bis spätestens 2023 besiegelt. Der britische Premier soll damit die chinesische Abhängigkeit beim Warenhandel reduzieren wollen, so heißt es. Ein möglicher Hintergrund sollen bevorstehende Verhandlungen mit den USA über ein bilaterales Wirtschaftsabkommen sein, so The Telegraph.

Johnson beugt sich den Tories

Weiter berichtet The Telegraph, dass einige Abgeordnete der konservativen Tories die aktuelle Coronakrise und -Pandemie zum Anlass nahmen, den Einfluss Chinas zu kritisieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Johnson soll sich diesem Druck letztlich gebeugt haben, wolle die Beziehungen zu China aber dennoch aufrecht erhalten.

Bislang sprach sich Johnson gegen einen kompletten Ausschluss chinesischer Netzanbieter in Großbritannien aus. Zunächst kündigte der Premier an, konkret Huawei auf einen Marktanteil von 35 Prozent zu reduzieren. Dieser Plan könnte nun revidiert und Huaweis Beteiligung am Ausbau des britischen 5G-Netzes auf Null gesetzt werden.

Huawei soll raus – aber nicht wegen Trump

Trotz der anstehenden Verhandlungsgespräche mit den USA soll Johnson den Kurswandel nicht wegen Trump vollziehen. Die britische Zeitung The Guardian sieht den Grund vielmehr in Johnsons eigener Partei, die den chinesischen Einfluss auf den Warenhandel stetig kritischer sieht. Der intransparente Umgang Chinas mit der Corona-Pandemie soll die Kritik nun verschärft haben.

Im vergangenen Jahr machte US-Präsident Donald Trump in Europa Werbung für seinen Kurs gegen China – unter anderem auch in Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Altmeier ging auf diesen Ausschluss jedoch nicht ein, trotz Drohungen seitens der USA.

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