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Handy-Empfang im Zug soll bald besser werden – mit einfachem Mittel

Das Problem: Die heute in Bahnen verbauten Scheiben sind speziell für Züge gebaut. Sie haben eine spezielle Beschichtung, die vor Wärme und Sonne von Außen schützen soll. Das Problem: Nicht nur Wärme- und Sonnenstrahlen bleiben außen, sondern auch Funkstrahlen und somit Handynetze.

Kommt dann noch hinzu, dass gerade Bahnstrecken, die nicht so stark frequentiert sind, nur ein schlechtes Mobilfunknetz haben, dann ärgerst du dich im Zug, dass deine Gespräche laufend abbrechen. Denn auch die eingebauten Repeater können nicht immer helfen – zumal sie nicht in jedem Waggon und jedem Wagen-Typ verbaut sind.

Scheiben-Tests sollen dieses Jahr abgeschlossen sein

Seit Jahren experimentiert die Bahn mit einer weiteren Lösung. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, behandelt man das metallbedampfte Fenster mit einem Laser. Dadurch wird das Fenster wieder durchlässig – aber nur in dem Frequenzbereich, der für Mobilfunknetze relevant ist. Dadurch, dass die Frequenzen durch die Fenster kommen, ist diese Technik unabhängig von bestimmten Mobilfunkstandards oder funktionierenden Repeatern. Bisher mussten die Bahn Repeater mitunter austauschen oder aktualisieren, wenn es einen neuen Mobilfunkstandard gab. Angesichts des bevorstehenden 5G-Netzes käme die Technik zum richtigen Zeitpunkt.

Nach Angaben der dpa werden die Tests mit den Fenstern inzwischen unter realen Bedingungen durchgeführt. Mit einem Abschluss ist in diesem Jahr zu rechnen. Wann sie aber in die Züge eingebaut werden und ob es auch denkbar ist, dass die schon eingebauten Scheiben nachträglich behandelt werden, ist nicht bekannt.

Kein Einfluss auf WLAN in der Bahn

Unabhängig von dieser Entwicklung ist übrigens das WLAN-Netz in der Bahn. Dieses wird ohnehin über bordeigene Technik aus den drei vorhandenen Mobilfunknetzen generiert. Dabei werden die drei Handynetze durch spezielle Antennen aufgefangen und im Zug zu einem WLAN-Netz gewandelt. Wenn dieses WLAN-Netz zu schlechte Datenraten liefert, dann liegt das daran, dass die Mobilfunknetze zu wenig Datenrate liefern und zu viele Nutzer es im Zug nutzen wollen.

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