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Huawei kämpft ums Überleben: Hinter verschlossenen Türen geschieht das Unfassbare

Huawei ist nach wie vor auf den europäischen Markt ausgerichtet und zeigt auch keinerlei Anstalten, sich auf den chinesischen Markt zurückziehen zu wollen. Und dennoch sieht es für das Unternehmen nicht nicht gerade rosig aus. Sanktionen des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump haben dafür gesorgt, dass Huawei keine Geschäfte mit amerikanischen Unternehmen und sogar ausländischen Zulieferern mehr machen kann. Als Folge standen Huawei-Smartphones zunächst ohne Google-Dienste wie Google Maps oder Gmail dar und nachher kamen auch noch Hardware-Engpässe hinzu. Zudem ist es mehr als fragwürdig, ob der neu gewählte US-Präsident Joe Biden die Sanktionen gegen Huawei lockert. Das bewegt den chinesischen Hersteller nun offenbar zu einem drastischen Schritt.

Huawei plant Honor-Verkauf

Die Huawei-Tochter Honor wurde vor einigen Jahren geschaffen, um eher preiswertere Smartphones auf den Markt zu bringen. Ansprechen sollte sie vor allem eine jugendliche Zielgruppe. Vor rund einem Monat kam dann überraschend die Reuters-Meldung, das Huawei sein Tochterunternehmen verkaufen wolle – ein Gerücht, das zum damaligen Zeitpunkt nicht allzu seriös klang. Nun hat die Nachrichtenagentur abermals den angeblichen Verkauf thematisiert. Doch jetzt scheint der Deal bereits so gut wie abgeschlossen zu sein.

Laut den neuen, von Insidern stammenden Informationen wird Honor für umgerechnet knapp 12,8 Milliarden Euro den Eigentümer wechseln. Eine stolze Summe, wenn man bedenkt, dass die möglichen Verkaufskosten vor rund einem Monat noch mit 1,9 bis 3,2 Milliarden Euro angegeben wurden. Auch die Frage bezüglich des Käufers hat sich inzwischen geklärt. So scheint sich ein Konsortium bestehend aus dem bisherigen Vertriebspartner Digital China und mehreren Investmentgesellschaften der Regierung gegenüber TCL und Xiaomi durchgesetzt zu haben. Dabei soll Digital China laut Informationen von Reuters mit ungefähr 15 Prozent einer der beiden Hauptanteilseigner werden.

Welche Bereiche werden verkauft?

Der Deal umfasst nicht nur die Honor-Marke, sondern auch die dazugehörige Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie den Supply-Chain-Management-Bereich. Nachdem der Verkauf abgewickelt ist, plant Honor anscheinend einen Großteil des Managements und rund 7.000 Mitarbeiter zu behalten. Das Ziel sei es, innerhalb von drei Jahren an die Börse zu gehen. Dann als eigenständiges Unternehmen und nicht mehr als in das Huawei-Korsett gezwängte Zweitmarke.

Obwohl die schiere Menge an exakten Details der Verkaufsnachricht einen seriösen Anstrich verpasst, ist der Deal noch nicht offiziell. So wollten die Beteiligten nach Angaben von Reuters bisher keine Stellung dazu nehmen. Doch das müssen die Unternehmen anscheinend auch nicht. Wie einer der nicht namentlich genannten Insider berichtete, könnte Huawei den Handel bereits am Sonntag ankündigen. Der metaphorische Vorhang könnte sich also schon bald lüften.

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