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Huawei P30 Pro: Die Abrechnung

Von inside digital

Vor rund einem Jahr, kurz nachdem das Huawei P30 Pro in den Handel gekommen war, schleuste ich das Smartphone aus unserem Testlabor und richtete es mit meinen persönlichen Konten ein. Ich hätte mich auch für das Galaxy S10+ oder das OnePlus 7 entscheiden können. Tat ich aber nicht. Ich wollte nämlich ein Android-Smartphone mit der möglichst besten Kamera auf dem Markt haben. Und ich dachte damals, es im Huawei P30 Pro gefunden zu haben. Alles andere sollte sich ergeben. Und so überraschte mich das ehemalige und immer noch aktuelle Top-Modell von Huawei im Laufe der Zeit immer wieder.

Und wie lang hält dein Akku durch?

Ich gehe mal ins Detail. Der Akku des Huawei P30 Pro etwa ließ mich nie im Stich. Je nach Nutzung verblieben am Ende meines Tages immer noch zwischen 30 und 60 Prozent auf der Akkuskala. Ob so oder so: über Nacht hängt das Gerät meistens am Ladekabel. Wenn ich es mal vergesse anzuschließen, reichen auch 20 Minuten Druckbetankung, während ich unter der Dusche stehe. Anschließend muss ich mir den gesamten Tag keine Gedanken darum machen, ob die Ladung bis zum Abend ausreicht. Aber dass dieses Super-Charging von Huawei wirklich super ist, stellte ich bereits im Zwischenfazit nach vier Monaten fest.

Ich habe in dem Jahr Kollegen, Freunde und Familie dabei beobachtet, wie oft und wann sie ihre Handys aufladen. Und meine dilettantisch durchgeführte empirische Untersuchung zeigt: Alle laden ihr Smartphone öfter auf als ich oder meckern darüber, dass ihr Handyakku nicht wirklich lange hält. Zumindest die, die Smartphones von Samsung, OnePlus oder Apple besitzen.

Huawei P30 Pro: Die Abrechnung nach einem Jahr im Test

Huawei P30 Pro: Die Abrechnung nach einem Jahr im Test

Keine Android-Updates für das Huawei P30 Pro?

Apropos Apple: Nutzer eines iPhones freuen sich über die Update-Politik des Konzerns. Wer heute ein brandneues iPhone kauft, bekommt in vier Jahren immer noch die neueste iOS-Version. Das ist bei Android-Geräten zwar meist nicht der Fall. Dennoch bekommt das Huawei P30 Pro regelmäßig seine Sicherheitsupdates. Nun ist das Gerät erst ein Jahr auf dem Markt und hinkt dem aktuellen Sicherheitspatch etwa zwei Monate hinterher. Doch trotz Trump-Sanktionen schafft Huawei es, das Gerät halbwegs aktuell zu halten. Und Android 11 sollte es auch noch erhalten.

Die Kamera-Sache

In unserer Redaktion treffen ständig neue Smartphones ein. Ich darf mir also dauernd das ansehen, was die Hersteller gerne als Verkaufsschlager sehen würden. In den vergangenen Jahren hat sich im Kamerabereich viel getan. Traditionsunternehmen wie Leica, Zeiss oder Hasselblad kooperieren mit Handyherstellern als wäre es selbstverständlich. Sie statten Handykameras mit Qualitätslinsen und -objektiven aus. Auf der anderen Seite konzipieren Smartphone-Hersteller eine immer bessere Software. So lassen sich auch mit günstigen Smartphones – bei ausreichend Licht – richtig gute Fotos machen.

In der Oberklasse jedoch merkt man, was in dem Bereich wirklich möglich ist – oder eben auch nicht. Samsung etwa wirbt beim Galaxy S20 Ultra mit einer Space Zoom Kamera. Sterne und Mond fotografieren wie mit einem 2.000-Euro-Teleobjektiv auf einer Vollformatkamera? Eher nicht, wie unser Test zeigt. Ein reiner Marketing-Gag.

Besser als aktuelle Spitzenmodelle

Doch zurück zum Huawei P30 Pro. Ich bin ich leidenschaftlicher Fotograf und Filmer. Wie eingangs geschrieben, wollte ich ein Smartphone, dessen Kamera top ist, wenn ich gerade nicht mit meiner DSLR fotografiere. Mit dem P30 Pro bekam ich sie. Ich verzichte zwar auf Zoom-Spielereien mit 50-facher Vergrößerung und meide das Ultraweitwinkelobjektiv beim Filmen bei schummrigem Licht, da beides die Bildqualität auf unterirdisches Niveau senkt. Doch ich konnte mich im gesamten Jahr auf die Kamera des Huawei P30 Pro verlassen. Und auch neue Smartphone-Modelle steckt das einjährige Handy noch in die Tasche. Das Galaxy S20 Ultra etwa, das ich getestet habe. Oder das OnePlus 8 Pro, mit dem ich ebenfalls fotografieren durfte. Hier ist eine kleine Foto-Auswahl, die ich mit dem P30 Pro  aufgenommen habe:

Und was sonst?

Damals habe ich den fehlenden Klinkenanschluss bemängelt. Mittlerweile habe gute Bluetooth-fähige Kopfhörer und Bluetooth im Auto nachgerüstet. Er fehlt mir immer weniger, der gute alte Klinkenanschluss. Hinsichtlich des Tons bleibe ich bei meiner Aussage von vor einem halben Jahr. Ich nutzte den winzigen Lautsprecher zwar nur, wenn ich mir zu Hause ein Video auf dem Huawei P30 Pro ansehe. Aber dann stelle ich immer wieder fest, das es besser geht. Weil ich weiß, dass es besser geht.

Wenn ich jetzt noch das etwas zu helle Always-On-Display in der Nacht erwähne, habe ich alle Kritikpunkte zusammen. Der eine oder andere dürfte bemängeln, dass Huawei statt auf eine microSD-Karte eine Eigenlösung einsetzt. Ja, das könnte man, da die NM Card doppelt so teuer ist wie eine von der Kapazität her sonst identische microSD. Allerdings haben mir 256 GB interner Speicher stets ausgereicht. Momentan sind noch rund 170 GB frei.

Fazit zum Langzeittest des Huawei P30 Pro

Ich hatte unzählige Smartphones in den Händen. Es gab einige wirklich schlechte Geräte, solche, von denen 99 Prozent aller Handybesitzer nichts wissen und auch Pseudo-Kamera-Wunder. Das Huawei P30 Pro zählt zu meinen Top 3. Nicht äußerlich, da finde ich das OnePlus 8 Pro deutlich schöner. Für mich zählen aber Eigenschaften wie Kamera, Leistung und Akkulaufzeit. Und in diesen Disziplinen ist das P30 Pro spitze – und zwar auch ein Jahr nach seinem Marktstart. Hinzu kommt: Mit rund 550 Euro kostet es gerade mal die Hälfte eines aktuellen Flaggschiffs von Samsung oder OnePlus.

Ach ja: Das Huawei P40 Pro, das Nachfolgemodell, hat zwar auch eine tolle Kameraausstattung. Jedoch fehlen mir die Google-Dienste. Und ich bin da wohl nicht allein. Nicht ohne Grund legt Huawei das P30 Pro noch einmal neu auf.

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