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Mailbox ausschalten & mehr: Liste mit „geheimen“ Handy-Codes

Die Einstellungen zum Mailbox ausschalten sind häufig tief im Konfigurations-Dschungel moderner Smartphones auf Basis von Android oder iOS versteckt. Schneller geht es mit geheimen Handy-Codes, so genannten Steuercodes. Sie waren einst Teil des GSM-Mobilfunkstandards, haben aber bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben.

Diese Codes werden auch USSD-Codes (Unstructured Supplementary Service Data), Android-Codes oder iOS-Codes genannt und dienen dazu, verschiedene Funktionen im Netz zu aktivieren. Kennst du sie, kannst du ganz einfach den Code eintippen, den grünen Hörer tippen und schon ist dein Befehl umgesetzt. Du brauchst keine App. Wir haben für dich hier die wichtigsten GSM-Codes zusammengestellt. Das Absenden dieser Handy-Codes ist beliebig oft kostenlos möglich.

Mailbox ausschalten bei O2, Telekom, Vodafone und anderen Anbietern

Obgleich die Mailbox eine bequeme Funktionserweiterung für das Handy darstellen kann, hat diese nicht nur Befürworter. So gibt es zahlreiche Nutzer, deren nahezu erster Impuls bei einer neuen Rufnummer es ist, die Mailbox zu deaktivieren – und das hat seine Gründe. Zum einen brauchen viele Nutzer die Mailbox schlichtweg nicht. Schließlich melden sich Anrufer notfalls erneut, falls es etwas Wichtiges zu bereden gibt – und die meisten Anrufer legen ohnehin auf, wenn der mobile Anrufbeantworter drangeht.

Wer die Zusatzfunktion deaktivieren möchte, kann dies bequem mithilfe der unten aufgeführten Handy-Codes tun. Weitere Codes sorgen hingegen dafür, dass die Mailbox wieder funktioniert.

Mailbox einschalten im Netz von O2, Telekom und Vodafone

  • O2-Mailbox aktivieren mit dem Handy-Code: **004*333#
  • Telekom-Mailbox aktivieren mit dem Handy-Code: **62*3311#
  • Vodafone-Mailbox aktivieren mit dem Handy-Code: 5500, danach 271#

Mailbox deaktivieren im Netz von O2, Telekom und Vodafone

  • O2-Mailbox ausschalten mit dem Handy-Code: ##002#
  • Telekom-Mailbox ausschalten mit dem Handy-Code: ##002#
  • Vodafone-Mailbox ausschalten mit dem Handy-Code: 5500, danach 272#

Bei Vodafone gilt zu beachten, dass die Codes lediglich die Handy-Mailbox, nicht aber die Rufumleitung deaktivieren. Wer dies tun möchte, kann hierzu ebenfalls den Handy-Code ##002# verwenden.

Wo finde ich meine Nummer der Mailbox?

Die Nummer der Mailbox ist abhängig von Netzbetreiber, allerdings nicht zwingend vom aktuellen, sondern von dem, der die Rufnummer ursprünglich vergeben hat. Sie ist also von der Vorwahl abhängig und ändert sich auch im Falle einer Rufnummernportierung nicht mehr.

Generell wird eine Mailboxrufnummer gebildet aus der eigenen Vorwahl, einem zweistelligen zur Vorwahl passenden Mailboxcode und der eigenen Rufnummer. Welcher Code zu welcher Vorwahl passt, steht in der nachfolgenden Tabelle.

Deine Handy-Vorwahl Ursprünglicher Netzbetreiber Mailbox-Nummer
01511, 01512, 01514, 01515, 01516, 01517 Telekom z.B. +49 1515 13 1234567
01520, 01521, 01522, 01523, 01525, 01529 Vodafone z.B. +49 1520 50 1234567
01570, 01573, 01575, 01577, 01578, 01579 E-Plus (heute Telefónica O2) z.B. +49 1577 99 1234567
01590 O2 z.B. +49 1590 33 1234567
0160 Telekom z.B. +49 160 13 1234567
0162 Vodafone z.B. +49 162 50 1234567
0163 E-Plus (heute Telefónica O2) z.B. +49 163 99 1234567
0170, 0171, 0175 Telekom z.B. +49 171 13 1234567
0172, 0173, 0174 Vodafone z.B. +49 172 50 1234567
0176, 0179 O2 z.B. +49 179 33 1234567
0177, 0178 E-Plus (heute Telefónica O2) z.B. +49 177 99 1234567

Unser Tipp: Am besten immer die internationale Schreibweise mit +49 verwenden. Andernfalls kann es sein, dass die eingerichtete Rufumleitung im Ausland nicht richtig funktioniert. Und: Mit den genannten Nummern kannst du deine Mailbox auch von anderen Telefonen aus anrufen, abhören und mehr.

Mailbox ausschalten – Das sind die wichtigsten Codes

Handy-Code *#21* – Die bedingungslose Rufumleitung

Manchmal gibt es einfach wichtigeres, als Anrufe zu beantworten. Oder der Empfang vom eigenen Netz ist zu schlecht, du wartest aber auf einen wichtigen Anruf und deine Freundin hat Netz. Eine bedingungslose, sofortige Rufumleitung schafft hier Abhilfe. Hinweis für Prepaid-Kunden: Häufig kannst du Rufumleitungen mit Prepaid-Anschlüssen nicht frei wählen. Es steht nur die Mailbox zur Verfügung. Ist das der Fall, wird das Mobilfunknetz bei den unten beschriebenen GSM-Codes beziehungsweise USSD-Codes eine Fehlermeldung zurück liefern. Es schadet aber nicht, es einfach mal auszuprobieren.

Willst du prüfen, ob du eine solche Umleitung eingeschaltet ist, geht das über den GSM-Code *#21#. Nach kurzer Zeit erscheint eine Servicemitteilung im Display des Handys, die dich über die aktuelle Einstellung informiert. In der Regel ist diese Rufumleitung nicht gesetzt. Möchtest du eine bedingungslose Rufumleitung einrichten, musst du den folgenden Handy-Code nutzen: **21*Zielrufnummer#.

Als Zielrufnummer kann die Mailboxrufnummer oder eine beliebige andere Rufnummer gewählt werden. Während die Umleitung zur Mailbox je nach Tarif kostenlos oder manchmal auch kostenpflichtig ist, fallen bei Rufumleitungen zu anderen Nummern fast immer Gebühren an – auch wenn du eine Flatrate hast. Hier schützt dich der Blick in die Preisliste des Anbieters vor Kostenfallen. Der Code #21# deaktiviert die Rufumleitung dann wieder sofort. Tippst du dann wieder *21# (ohne Nummer ein) reaktivierst du die zuletzt gesetzte Umleitung.

Unser Tipp: Vor Auslandsreisen ins Nicht-EU-Ausland schützt die bedingungslose Rufumleitung vor hohen Roaminggebühren, wenn sie bereits vor Abreise in Deutschland auf die Mailboxnummer eingestellt wird. Denn im Nicht-EU-Ausland kosten ankommende Anrufe noch immer.

Handy-Code *#61* – Die Keine-Antwort-Rufumleitung

Wenn du mal nicht ans Telefon gehen kannst oder das Smartphone einfach „klingeln lässt“, dann greift nach einiger Zeit diese Rufumleitung. Was viele nicht wissen: Die Zeit bis die Mailbox ran geht oder die Rufumleitung erfolgt ist wählbar. Zwischen fünf und 30 Sekunden ist in Fünferschritten alles drin. Geht deine Mailbox also zu schnell dran, kannst du das mit diesen Codes ändern. Der GSM-Code *#61# fragt den aktuellen Status ab. Du richtest sie über den Code **61*Zielrufnummer**Sekunden# ein, der Code #61# deaktiviert die Rufumleitung, der Code *61# aktiviert die letzte gesetzte Umleitung wieder.

Handy-Code *#62* – Die Handy-aus-Rufumleitung

Die Akkuladung von einem Smartphone reicht bei intensiver Nutzung kaum mehr für einen Tag. Und auch der Netzausbau ist nicht immer so, wie man sich das wünschen würde. Willst du trotzdem keinen Anruf verpassen, kannst diese Rufumleitung einrichten. Sobald das Netz vom Handy weiß, dass es nicht errreichbar ist, greift sie. Der GSM-Code *#62# fragt den aktuellen Status ab. Eingerichtet wird über den Code **62*Zielrufnummer#, der Code #62# deaktiviert die Rufumleitung, der Code *62# aktiviert die letzte gesetzte Umleitung wieder.

Handy-Code *#67* – Die Leider-besetzt-Rufumleitung

Bist du genervt davon, dass ein zweiter Anrufer anklopft, wenn du schon telefonierst? Das kann praktisch sein, stört aber auch laufende Gespräche. Willst du nicht gestört werden, dem zweiten Anrufer aber kein Besetztzeichen präsentieren, dann setze eine Rufumleitung bei Besetzt.  Der GSM-Code *#67# fragt den aktuellen Status ab. Eingerichtet wird über den Code **67*Zielrufnummer#, der Code #67# deaktiviert die Rufumleitung, der Code *67# aktiviert die letzte gesetzte Umleitung wieder.

Handy-Code *#004* – Alle bedingten Rufumleitungen

Mit dem GSM-Code *#004* können alle bedingten Umleitungen gleichzeitig gesteuert werden: Nach Zeitspanne, bei Nichterreichbarkeit und wenn das Telefon besetzt ist, werden alle Anrufe an die Mailbox umgeleitet. Per *#004# kann der aktuelle Status abgefragt werden. Eingerichtet wird über den GSM-Code **004*Zielnummer**Zeit##004# deaktiviert die Rufumleitung, und der Code *004# aktiviert sie wieder.

Prepaid-Guthaben per Code abfragen

Anstatt das Guthaben auf der eigenen Prepaid-Karte langwierig über einen Anruf bei der Auflade-Hotline zu erfahren, bieten die meisten Anbieter auch die Abfrage per Steuercode über den Bildschirm des Handys. Hierzu musst du natürlich auch wissen, in welchem Mobilfunknetz du telefonierst.

Ist der Netzbetreiber Telekom so kannst du den Code *100# zur Abfrage des Guthabens verwenden. Dies funktioniert auch bei den meisten Discount-Marken, etwa Congstar im Telekom-Netz. Bei Vodafone oder anderen Anbietern im Vodafone-Netz nutzt du zum Abfragen des CallYa-Guthabens *106# gefolgt vom grünen Hörer.

Der Netzbetreiber O2 verwendet eine weitere Kombination. Hier kannst du das verbleibende Guthaben von SIM-Karten, die im Netz von O2 funken, über die *101# abgefragt werden.

Prepaid-Guthaben per Code aufladen

Wenn du dir an der Supermarkt-Kasse Prepaid-Guthaben kaufst, bekommst die dieses oftmals nicht direkt auf das Konto geladen, sondern musst eine ewig lange Zahlenkombination eingeben. Das geht nicht nur per Sprachcomputer, sondern ebenfalls per USSD-Code. Bei der Telekom machst du dieses mit *101*<Aufladecode>#, bei Vodafone mit *100*<Aufladenummer># und bei O2 mit *103*<Aufladenummer>#.

Mehr als nur Mailbox ausschalten: Weitere „geheime“ Handy-Codes

Die IMEI anzeigen

Über weitere Handy-Codes kannst du dir viele weitere Informationen über dein Handy, das Netz oder deinen Tarif besorgen, an die du sonst nur umständlich herankommen würdest. Probiere beispielsweise einfach mal, deine Telefon-Tastatur die Tastenkombination*#06# einzutippen. Hier bekommst du unmittelbaren Zugriff auf die Seriennummer (IMEI) des Handys. Die ist wichtig, wenn jemand dein Handy stiehlt.

Die eigene Rufnummer anzeigen

Hast du deine eigene Rufnummer vergessen? Oder dein Gegenüber weiß seine gerade nicht. Mit dem Code *135# kannst du dir die Rufnummer des Handys anzeigen lassen.

Anklopfen ausschalten

Die Funktion „Anklopfen“, mit der auf einen zweiten, während eines laufenden Telefonats, eingehenden Anruf über ein Ton-Signal aufmerksam gemacht wird, lässt sich über den Code #43# deaktivieren. Einschalten lässt sie sich über den Handy-Code *43#.

Rufnummernübermittlung ausschalten

Normalerweise werden Rufnummern beim Handy übermittelt. Soll die Rufnummernübermittlung für ein Gespräch unterdrückt werden, kann der Code #31# vor die Nummer gestellt werden. Die Übermittlung der Rufnummer ist dann ausgeschaltet – aber nur für diesen einen Anruf.

PIN ändern per Code

Der Pin-Code der SIM lässt sich – sofern der Umweg über das Telefon-Menü vermieden werden soll – über den Handy-Code **04[PIN]*[neue PIN]*[neue PIN nochmals eingeben]# einstellen.

Hast du deine PIN zu oft falsch eingegeben, kannst du sie per PUK entsperren. Der Code dafür: **05[PUK]*[neue PIN]*[neue PIN nochmals eingeben]#

Codes nur für’s iPhone

Wenn es Informationen zum aktuell verwendeten Netz sein sollen, die abgerufen werden sollen, ist ein etwas längerer Handy-Code notwendig: *3001#12345#*. Im so genannten Field Test zeigt das iPhone dann unter anderem auch Informationen zur verbundenen Funkzelle an -Signalisierung der aktuellen Empfangsstärke inklusive. Informationen zu den letzten ein- und ausgehenden Telefonaten sind über den Handy-Code *646# abrufbar.

Geheime Codes nur für Android

Viele aktuelle Android-Smartphones unterstützen einige der interessanten Insider-Codes nicht mehr. Man will den Nutzern wohl keine zu tiefen Einblicke geben. Außerdem haben sowohl Samsung als auch Huawei eigene Codes eingeführt, die aber auch wiederum nicht auf allen Modellen funktionieren. Wir geben dir einen Überblick, welche Codes generell möglich sind.

Für Huawei-Smartphones

*#*#0000#*#* Modellnummer, Hardwareversion

*#*#6130#*#* Testmenü

*#*#2846579#*#* Servicemenü

*#*#1357946#*#* Produktcode, Seriennummer

Für Samsung-Smartphones

*#0*# Test-Menü

*#1111# Software Version

*#1234# Firmware Version

*#2222# Hardware Version

*#0228# Akku-Status und Temperatur

*#8999*8376263# Details zu Kamera, Produktcode.

#*5376# alle SMS löschen (ACHTUNG!)

*#9090# Service-Mode

*#0808# USB-Einstellungen

*#34971539# Kamera Firmware überprüfen und anzeigen

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