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Neue LTE-Flat im Test: Was mit o2 Free Unlimited Basic mit 2-Mbit/s geht

Der o2 Free Unlimited Basic ist in seiner Form eine Premiere in Deutschland. Du kannst mit ihm nicht nur ohne Limit telefonieren und SMS verschicken, sondern auch unlimitiert per Mobilfunknetz surfen. Das Ganze kostet bei einer Laufzeit von zwei Jahren weniger als 30 Euro monatlich. Um diesen Preis anbieten zu können, ist aber die Datenrate des UMTS- und LTE-Zugangs bei O2 für diesen Tarif auf 2 Mbit/s gedrosselt. Der Upload von Daten liegt offiziell bei 1 Mbit/s.

O2 hat uns zum Testen dieses Tarifes eine SIM-Karte zur Verfügung gestellt, auf der der Tarif hinterlegt ist. Damit wollten wir für dich in Erfahrung bringen, ob ein solcher vermeintlicher Schmalspur-Zugang im Alltag ausreicht. Dazu hat der Redakteur dieses Beitrags die SIM-Karte in sein Alltags-Handy gelegt und mehr als eine Woche statt der üblichen Telekom-SIM-Karte den limitierten O2-Zugang genutzt.

Upstream im Test höher als versprochen

Der intuitive erste Schritt: Ein Speedtest. Ist die Karte wirklich auf 2 Mbit/s gedrosselt? Es scheint so. Alle Speedtests hängen im Downstream bei etwa 2 Mbit/s fest. Mal etwas darüber, mal darunter. Anders aber der Upstream. Dieser ist grundsätzlich deutlich über dem beworbenen Megabit. Ob das an der Testkarte liegt oder generell noch ein Einstellungsfehler ist – unklar. Zumindest den Upstream können wir daher auch nicht in diesem Test bewerten.

Nun aber zum eigentlichen Alltagstest. Egal ob Surfen, Instagram, WhatsApp, Twitter oder Facebook – hätten wir nicht den Wechsel der SIM-Karte vorgenommen – man hätte fast gar keinen Unterschied zu einer nicht gedrosselten SIM-Karte gemerkt. Der Aufbau und das Laden neuer Nachrichten und Informationen ging beispielsweise am Stammsitz unserer Redaktion in Brühl, aber auch in Köln und in Berlin reibungslos vonstatten. Sogar im Zug auf der Fahrt von Köln nach Berlin wusste der gedrosselte LTE-Zugang zu gefallen, um den üblichen Datenverkehr abzuwickeln.

  O2 Free Unlimited Basic O2 Free Unlimited Smart O2 Free Unlimited Max
Datenvolumen Flatrate Flatrate Flatrate
maximaler Downstream 2 Mbit/s 10 Mbit/s 225 Mbit/s
maximaler Upstream 1 Mbit/s 5 Mbit/s 50 Mbit/s
Netze GSM, UMTS, LTE GSM, UMTS, LTE, künftig 5G GSM, UMTS, LTE, künftig 5G
Telefonie Flatrate Flatrate Flatrate
SMS Flatrate Flatrate Flatrate
EU-Roaming enthalten (Fair Use) enthalten (Fair Use) enthalten (Fair Use)
Grundkosten (24 Monate) 29,99 Euro 39,99 Euro 49,99 Euro
Grundkosten (1 Monat) 34,99 Euro 44,99 Euro 54,99 Euro
Multicard 10 Euro/SIM 10 Euro/SIM 10 Euro/SIM
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Alltagsnutzung ohne Probleme

Nur manchmal hatten wir beim Testen den Eindruck, dass der Aufbau einer sehr überfrachteten Seite etwas langsamer erfolgt, als man es von einer ungedrosselten Karte gewohnt ist. Das ist aber im Alltag und wenn man sich daran gewöhnt hat kein wirklicher Nachteil mehr, bedenkt man, dass man nicht mehr auf die virtuelle Datenuhr und somit seinen Datenverbrauch achten muss. Und natürlich dauern App-Updates aufgrund ihrer Datenmenge länger, werden sie über das Mobilfunknetz ausgeführt.

Um der Karte und dem o2 Free Unlimited Basic etwas mehr abzuverlangen, haben wir über unser Handy auch einen mobilen WLAN-Hotspot aufgemacht. Der Test: Mehrere Stunden normal am Laptop arbeiten. Das Resultat: Erst dann, wenn Bilddatenbanken aufgerufen werden müssen, ist es vorbei mit dem zügigen Internetzugang. Für ganz normale Cloud-Büroanwendungen, das tägliche Surfen im Internet und mehr reicht der 2-Mbit/s-Tarif selbst beim Tethering aus.

Streaming mit nur 2 Mbit/s? Ja, aber…

Letzte Disziplin: Streaming. Reicht der 2-Mbit/s-LTE-Zugang, um Sky Go, YouTube oder Amazon Prime zu schauen? Zunächst einmal: Musik-Streaming ist gar kein Problem. Die Datenraten, die Spotify, Deezer & Co produzieren sind zu gering, als dass man Einbußen bemerken würde. Erst dann, wenn weitere Downloads im Hintergrund laufen, oder noch ein Lied im Hintergrund in den Zwischenspeicher geladen wird, dauert es schon einmal länger, bis beispielsweise die nächsten Alben-Cover geladen werden.

Deutlich anspruchsvoller, weil datenintensiver ist das Streaming von Videos. Hier musst du bei der Nutzung mit dem o2 Free Unlimited Basic in der Tat Abstriche machen. Denn HD-Streams solltest du besser nicht erwarten. Letztlich ist es aber eine Frage der Video-App und des vom Anbieter verwendeten Codecs, wie gut das Videosignal ist. So bleibt bei Magenta TV beispielsweise nur ein sehr matschiges Bild übrig, weil die volle HD-Auflösung eigentlich 9 Mbit/s verlangt. YouTube in 1080p wiederum ist kaum ein Problem im Test. Nur ganz selten hakelt das Bildsignal.

Bei Sky Go wiederum entscheidet die App, erst einmal eine Menge Daten in den Zwischenspeicher zu laden, bevor überhaupt ein Bild kommt. Dieses ist dann auch etwas matschiger als bei Full-HD, aber dennoch gut zu sehen.

Fazit: 2 Mbit/s weitestgehend ausreichend

Nach einer Woche Test ist eines klar: Ein 2 Mbit/s-Zugang auf dem Handy dürfte zumindest für die mobile Nutzung weitestgehend ausreichen. Erst dann, wenn du nicht regelmäßig Zugriff auf WLAN und deutlich höhere Ansprüche an deine Handynutzung hast, dann wird es eng mit dem 2-Mbit/s-Tarif. Für 10 Euro mehr bekommst du dann aber bei O2 auch einen Flatrate-Tarif mit 10 Mbit/s im Downstream.

Wichtig ist am Ende vor allem, dass der Netzausbau stimmt und der Netzbetreiber die Datenrate liefern kann. Wird es hier eng, macht auch die 2-Mbit/s-Flatrate keinen Spaß mehr. Allerdings: Auch jeder andere Tarif in diesem Netz würde dann nicht sinnvoll nutzbar sein.

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