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Neues Handynetz: 1&1-Chef verrät Details zum Netz-Ausbau und Start

Gerade erst hat 1&1 mit der japanischen Rakuten einen Vertrag über den Ausbau und Aufbau des eigenen Mobilfunknetzes abgeschlossen. In diesem Jahr noch sollen die ersten Masten aufgebaut werden. Doch wann das Netz voraussichtlich startet und wie die Ausbaupläne sind, das war bislang offen. Doch Unternehmenschef Ralph Dommermuth hat auf Nachfrage von inside digital verraten, wie die Netzausbau-Planungen sind und wann er mit einem Start des Netzes rechnet.

Möglich sei, dass das Netz im ersten Schritt als Festnetz-Ersatzprodukt startet (Fix Wireless Access). In den Städten und Stadtteilen, in denen die ersten Sendemasten stehen, könnten Kunden dann einen schnellen Internetanschluss als Alternative zu DSL und Kabel buchen. Das Produkt entspricht dann im Prinzip einem Vodafone Gigacube oder ähnlichen Produkten. Bis Ende kommenden Jahres muss 1&1 1.000 Sendemasten mit 5G in Betrieb haben.

Start als Handynetz womöglich erst 2023

Vermutlich erst in einem zweiten Schritt wird dann auch die echte Mobilfunknutzung Einzug ins Netz erhalten. Der Grund dafür ist unter anderem, dass bis dahin noch die Vorbereitungen für das National Roaming mit O2 laufen müssen, verriet Dommermuth. Es sei also möglich, dass ein viertes Mobilfunknetz erst Ende 2022, möglicherweise auch erst 2023 in Deutschland startet.

Das neue Netz wird vollständig von Rakuten aufgebaut und geplant. Es soll bis Ende 2030 in 390 Städten direkt verfügbar sein, der Rest Deutschlands wird durch O2 im National Roaming abgedeckt. 1&1 plant mit 12.000 Antennenstandorten, an denen dann in der Regel mehrere Antennen hängen. So kommt man zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich auf etwa 36.000 Antennenelemente und kann 50 Prozent der Haushalte versorgen. Zum Vergleich: Die Telekom als vielmaliger Testsieger verfügt über 32.000 Standorte in ganz Deutschland.

Das macht das Netz besonders

Dommermuth betonte die Besonderheit des Netzes, das auf OpenRAN-Technologie setzt. Am Standort direkt wird nur eine Antenne stehen. Die sonst übliche Technik am Standort, die in Schränken am Boden oder auf dem Dach zu finden ist, entfällt. 1&1 will sie in insgesamt 550 Rechenzentren verlagern. Da durch sollen Wartung und Aussteuerung des Netzes effizienter werden. Zudem lassen sich die Rechenzentren für Edge-Computing nutzen, sodass Dommermuth optimistisch ist, sehr niedrige Latenzzeiten liefern zu können.

Nach Angaben des 1&1-Chefs werden alle Sendemasten direkt per Glasfaser angebunden. Der Konzern wird dabei in weiten Teilen auf sein eigenes Glasfasernetz setzen. Das stammt größtenteils von der aufgekauften Versatel und wird bereits im Hintergrund erweitert. 51.721 Kilometer Länge hat dieses Netz heute, es erreicht 250 Städte – darunter 19 der 25 größten Städte Deutschlands. An den Standorten werde man ausschließlich Antennen verbauen, die 5G mit Gigabit-Datenraten liefern können. Außerdem wird jeder Sendemast auch LTE ausstrahlen.

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