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O2-Chef: Darum hat unser Netzausbau so lange gedauert

In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sage O2-Chef Markus Haas, Telefónica befinde sich trotz Corona in einer Hochinvestitionsphase. In den Jahren 2020 bis 2022 investiere man in Deutschland insgesamt vier Milliarden Euro. Ein Teil dieses Geldes verwendet O2 dazu, die Auflagen aus der LTE-Frequenzvergabe zu erfüllen. Diese hätte der Netzbetreiber eigentlich schon bis Ende 2019 erfüllt haben müssen. Es fehlten im O2 Netz aber noch mehrere tausend LTE-Sender, um die geforderte Netzabdeckung zu erreichen.

Haas sagte im Gespräch, O2 habe von der Bundesnetzagentur eine Zusatzfrist bis Ende 2020 erhalten. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen habe O2 nun „vorzeitig“ die Ziele erreicht, wie Haas sagte. Mit „vorzeitig“ kann er in diesem Zusammenhang aber nur vor Ablauf der Nachfrist gemeint haben.

Vorgaben in vielen Bundesländern erreicht

In Niedersachsen habe man 800 neue Sender in Betrieb genommen, in Sachsen 620 und im hohen Norden 280. „Das bringt eine signifikante Verbesserung der Mobilfunkversorgung für die Bevölkerung“, so der Chef des Netzbetreibers. Er rechnet dadurch mit einer höheren Kundenzufriedenheit und auch besseren Bewertungen bei den Netztests. „Insgesamt haben wir in diesem Jahr rund sieben Millionen Menschen zusätzlich 4G zur Verfügung gestellt“, so Haas. In Hessen habe man bereits 96 Prozent der Vorgaben erreicht, der Rest werde man wohl noch diesen Monat schaffen. In Nordrhein-Westfalen und den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sei man schon länger fertig.

Das ist der Grund für die Verzögerung im O2 Netz

Dass der Netzausbau so lange gedauert hat, „war nicht geplant und sicher auch kein Kalkül“, beteuert Haas. Die Zusammenführung der Netze von O2 und E-Plus sei sehr aufwändig gewesen und ein äußerst komplexes Projekt. Das sei einer der Gründe für die Fristverlängerung der Bundesnetzagentur gewesen. Hinzu gekommen seien im Frühjahr dann Lieferengpässe bei einem der Hersteller der Netztechnik. Und auch der Lockdown im Frühjahr, bei dem auch Grenzen geschlossen wurden.

Bis 2025 will O2 die nächste Mobilfunk-Generation, das 5G-Netz „flächendeckend“ ausgebaut haben, wie Haas sagte. Mit welcher Datenrate dieses Netz dann betrieben wird, sagte er nicht.

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