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O2-Sendemasten vor Verkauf: Das steckt dahinter

“Ich bin zuversichtlich, in den nächsten Wochen zu einer finalen Entscheidung in der sehr komplexen Transaktion zu kommen.“ Das sagte der Vorstandschef der Telefónica Deutschland Markus Haas nach Medienberichten heute auf der virtuellen Hauptversammlung des Unternehmens. Demnach will Telefónica Deutschland einen Großteil der insgesamt 19.000 Dachstandorte verkaufen. Davon betroffen wäre auch die an den Masten montierte passive Infrastruktur.

Sender bleiben bei O2

Schon im vergangenen September brachte Telefónica Deutschland diesen Verkauf ins Spiel. Er soll nun über die Bühne gehen. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass die Standorte an eine externe Firma oder gar die Konkurrenz gehen. Eher ist ein Verkauf an die Firma Telxius wahrscheinlich. Sie gehört zur spanischen Muttergesellschaft Telefónica.

Die aktive Technik und somit die Sender selbst bleiben im Besitz von Telefónica Deutschland. Der Betreiber des O2-Netzes müsste der Telxius für die Nutzung der Standorte aber eine Miete zahlen. In München erhofft man sich dennoch einen Gewinn aus der Maßnahme. „Die passive Infrastruktur abseits der eigentlichen Funktechnik bindet enorm viel Kapital“ habe Haas weiter gesagt. Das Geld wolle O2 in den kommenden Jahren in sein Netz stecken und so das LTE-Netz verbessern und 5G aufbauen. „Hohe Investitionen in Masten und Stellflächen werden nicht mehr zum limitierenden Faktor der Netzqualität“ so Haas abschließend.

Verkauf soll 1,5 Milliarden Euro bringen

2.350 Mobilfunkmasten auf freiem Land hatte Telefónica schon vor einigen Jahren an Telxius verkauft. Der jetzt angepeilte Verkauf soll 1,5 Milliarden Euro in die Kassen spülen.

Dass die Masten und Standorte einer anderen Firma gehören als die aktive Sendetechnik ist nicht ungewöhnlich. Die Deutsche Telekom hat ihre Masten beispielsweise in die Deutsche Funkturm (DFMG) ausgelagert. Diese Firma gehört ihr direkt. Sie bietet aber auch die Standortvermietung an andere Netzbetreiber oder Behörden an. Auf die Netzqualität hat ein solcher Verkauf also keine direkten Einflüsse.

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