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Osram schaltet Server für Lightify ab: Das müssen Nutzer jetzt wissen

Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir smarte Lampen für dein zu Hause zu kaufen, solltest du um eine Marke ab sofort einen großen Bogen machen: Osram. Denn das Beleuchtungssystem wirst du im Laufe des kommenden Jahres nicht mehr so nutzen können, wie du es gewohnt bist. Denn die Cloud-Server werden abgeschaltet, ein Zugriff auf das sogenannte Lightify–System dann nicht mehr möglich sein. Konkret soll der Serverzugriff binnen 18 Monaten enden. Ab dem 31. August 2021 kannst du deine Osram-Beleuchtung dann nicht mehr smart über die Osram-Server steuern. Auch Updates gibt es dann keine mehr.

Osram Lightify am Ende – aber es kann trotzdem für dich weitergehen

Da das System vor allem auf den cloudbasierten Systemen von Lightify basiert, gehen ab dem Zeitpunkt der Abschaltung die meisten Zusatzfunktionen ersatzlos verloren. Es sei denn, du hast dein Smart-Home-System schon auf eine plattformübergreifende Lösung umgestellt. Zumindest ausgewählte Funktionen in deinem lokalen Umfeld zu Hause sollten dann noch nutzbar sein.

Alles was darüber hinausgeht – zum Beispiel das Ein- oder Ausschalten von Licht-Installationen über Smartphone von unterwegs – funktioniert ab September 2021 nur noch, wenn du dein Smart-Home-System auf eine andere Plattform umstellst und in diesem Zusammenhang mit einem anderen Gateway nutzt. Um deine smarten Osram-Lampen und –Leuchten nach einem Zurücksetzen auf die Werkeinstellungen weiter nutzen zu können, muss das neue System aber in jedem Fall den ZigBee-Standard unterstützen, um noch zu funktionieren. Welche Funktionen über die Lightify-App ab September 2021 noch funktionieren, hat Osram auf seiner Homepage zusammengetragen.

Das sind die Gründe für das Aus

Als Grund für die Abschaltung der Lightify-Server nennt Osram in einer Unternehmensmitteilung. Nach dem bereits 2016 erfolgten Verkauf des Haushaltslampengeschäfts setze man mit der Abschaltung der Lightify Cloud Server die Entwicklung hin zu einem Photonik-Unternehmen weiter fort.

Noch weiter geht man in einer FAQ-Sammlung auf der Osram-Homepage. Dort gibt der einstige Lampen-Hersteller offen zu, das das Lightify-System „mittlerweile technisch veraltet“ sei. Die Performance, unter anderem Reaktionsgeschwindigkeiten und das Ansteuern der einzelnen Geräte, sei bei dem in die Jahre gekommen Gateway deutlich schlechter als bei Alternativen am Markt.

Zudem habe sich der Zigbee-Standard zu Zigbee 3.0 weiterentwickelt, so dass eine Kompatibilität mit anderen Smart-Home-Systemen immer schwieriger werde. Osram hätte „umfangreiche Investitionen“ vornehmen müssen, die man nach dem Rückzug aus dem Endkonsumenten-Geschäft nicht mehr tragen könne.

Der Abschied von Osram vom Smart-Home-Markt folgt auf eine andere schlechte Nachricht aus dem Hause Signify. Dort hatte man kürzlich beschlossen, den Support für die Philips Hue Bridge der ersten Generation einzustellen.

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