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Paket-Zustellung wird langsamer: Paket-Dienste stellen diesen Service ein

Mit der Same-Day-Option war es beispielsweise vor geraumer Zeit bei DHL möglich, dass ein Versandhändler seine Pakete noch am gleichen Abend beim Kunden zustellen konnte. Genutzt haben das beispielsweise Lebensmittelversender oder Online-Apotheken, die zumindest so in der Nähe ihres Versandlagers Kunden schnell erreichen konnten. Heute gibt es einen solchen Dienst nur noch beim wohl ungleich teureren Schwesterdienst DHL Express. Offizielle Preislisten gibt es nicht.

Hermes hatte mit seinem Lieferdienst Liefery und DPD mit Tiramizoo Same-Day-Kuriere am Start. Doch auch hier gibt es Veränderungen. Tiramizoo kam beispielsweise in zahlreichen Großstädten zum Einsatz, wenn ein Kunde schnell Elektronik aus dem nächsten Media Markt oder Saturn brauchte. Der Kurier holte die Sachen aus dem Shop und brachte sie binnen kürzester Zeit nach Hause. Heute ist davon auf den Seiten von Media Markt und Saturn keine Rede mehr. Stattdessen ist der Abholservice im Markt das Aushängeschild. Lediglich bei Cyberport gibt es den Eilt!-Service noch, der das Wunschgerät binnen drei Stunden nach Hause bringen soll.

Komplett vom Markt verabschieden wird sich Liefery. Hermes hat beschlossen, den Dienst einzustellen. Im Februar werden die letzten Pakete ausgefahren. Bitter ist das auch für die Kunden, beispielsweise den Kochbox-Anbieter Hello Fresh. Er überzeugte seine Kunden unter anderem damit, dass die Kochboxen in bestimmten Zeitfenstern und mitunter auch erst abends ankommen.

Letztlich gibt es, wenn es wirklich schnell gehen muss, nur noch wenige Anbieter, die ein Paket am selben Tag ausliefern. So bietet beispielsweise GLS noch einen entsprechenden Service. Abseits dessen gibt es dann aber nur noch spezialisierte Kurierdienste, die für Endkunden kaum bezahlbar und für Online-Versander ebenfalls zu teuer sind.

Was kommt als nächstes?

Same Day Delivery war für die Paket-Branche lange Zeit ein Hoffnungsträger. Doch die Logistik dahinter ist teuer und aufwändig – und muss parallel zur eigentlichen Paket-Logistik erfolgen, bei der der Transport von A nach B über Nacht erfolgt. Letztlich waren aber die Kunden offenbar nicht Bereit für das Mehr als Luxus und Schnelligkeit auch mehr Geld zu bezahlen.

Nun, so ist unter anderem bei der Onlineseite der Tagesschau zu lesen, setzt man auf mehr Service wie eine genauere Paketankündigung. DHL hat hierzu beispielsweise das Livetracking eingeführt, bei dem der Empfänger recht präzise sehen kann, wann der Bote bei ihm klingeln wird. Beeinflussen kann er den Zeitraum aber nicht.

Hermes wiederum setzt verstärkt darauf, die Next Day Delivery zu verbessern. Heißt, Geschäftskunden sollen inzwischen teils bis Mitternacht ihre Pakete bei Hermes einliefern können und eine Zustellung erfolge am nächsten Tag. DHL sieht hierfür eine zu geringe Nachfrage

Amazon als letzter Same-Day-Lieferant

Ganz tot ist die Same-Day-Lieferung noch nicht. Beim Branchenriesen Amazon ist eine taggleiche Lieferung per Same-Day-Express vereinzelt noch möglich. Amazon nutzt dafür sein eigenes Logistiknetz, an dessen Ende beauftragte Subunternehmer stehen. Ob ein Artikel noch am selben Abend geliefert werden kann, ist aber abhängig davon, wo der Kunde wohnt, in welchem Lager der Wunschartikel liegt und wie spät es ist.

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