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Redmi Note 9 Pro im Test: Der König der Mittelklasse

Von der Redmi Note 8 Serie konnte Xiaomi über 30 Millionen Einheiten absetzen. Damit schafft es die Reihe sogar in die Top 10 der meistverkauften Smartphones 2020. Der direkte Vorgänger, das Redmi Note 8 Pro ist bei unseren Lesern das zweit-beliebteste Smartphone aktuell. Logisch, dass Xiaomi mit der Redmi Note 9 Reihe an diesen Erfolg anknüpfen möchte. Dafür bringt man gleich drei Modelle auf den Markt:

Während das normale Note 9 etwas kleiner und technisch schlechter ausgestattet ist, unterschieden sich Note 9S und Note 9 Pro nur in drei Details. Wir haben das Note 9 Pro getestet.

Redmi Note 9 Pro ausgepackt

In der Box des Redmi Note 9 Pro finden sich Smartphone, Ladekabel, 30 Watt Netzteil, Silikonhülle und eine Kurzanleitung. Soweit nichts besonderes. Das Case ist nicht besonders schön, aber zweckmäßig und schützt das Smartphone zuverlässig, bis man sich ein schöneres Modell zugelegt hat.

Bis auf Kopfhörer ist alles dabei

Bei seinen Smartphones bietet Xiaomi durchweg eine gute Verarbeitungsqualität unabhängig vom Preis. Das Redmi Note 9 Pro ist hier keine Ausnahme. Die drei erhältlichen Farben Interstellar Grey (unser Testgerät), Tropical Green und Glacier White sehen schick aus und spiegeln ja nach Lichtsituation unterschiedlich heftig. Auf Produktbildern sehen die Farben übrigens deutlich matter aus, als in Realität. Das grüne Modell unterscheidet sich etwasvon den anderen Modelle und besitzt keine schwarze Einfassung für den Blitz. Ansonsten unterscheiden sich Redmi Note 9 Pro und 9S optisch nicht.

Glänzt deutlich mehr als auf den Produkt-Fotos

Der matte Ramen des Smartphones ist aus Kunststoff gefertigt. Dies macht sich jedoch nur an der etwas wärmeren Temperatur beim in die Hand nehmen bemerkbar. Auch die Tasten haben einen angenehm festen Druckpunkt und wackeln nicht. Einzig der SIM-Halter sitzt nicht ganz plan im Ramen und lässt sich mit dem Finger erfühlen. Dafür lassen sich in ihm zwei SIM-Karten und zugleich eine Micro SD-Karte zur Speichererweiterung unterbringen.

Großes Display

Direkt beim Einrichten fällt der Blick auf den 6,67 Zoll großen Full-HD-Bildschirm. Hierbei handelt es sich zwar „nur“ um ein einfaches LED-Pannel, dennoch stimmen die Farben und Blickwinkelstabilität. In Sonnenlicht könnte es jedoch ein wenig heller sein. Mit einer Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln bricht das Display zwar keine Rekorde, ist mit seinen knapp 400 ppi aber scharf genug. Auch das aktuelle iPhone 11 Pro bietet nur eine unwesentlich höhere Auflösung. Zum zusätzlichen Schutz vor Kratzern ist auf dem Gorilla Glas 5 ab Werk eine Schutzfolie angebracht.

Gerades Display ohne gebogene Ränder

Mit der eingelassenen Frontkamera in der Mitte der Statusleiste erinnert das Smartphone ein wenig an Samsungs Galaxy A71 oder Galaxy S20. Hier stört die Kamera meiner Meinung nach am wenigsten, da so auf keiner Seite die Status- und Benachrichtigungs-Symbole gestört werden.

Redmi Note 9 Serie bringt neuen Prozessor

Im Redmi Note 9 Pro steckt (wie auch im Note 9S) der neue Snapdragon 720G Prozessor von Qualcomm. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, bietet dieser Mittelklasse-Prozessor minimal mehr Leistung als der beliebte Snapdragon 730G. Der Zusatz G im Namen steht dafür, dass der Prozessor etwas mehr Grafik-Power bietet und sich auch für mobiles Gaming eignen soll.

Im Test konnte uns das Redmi Note 9 Pro davon auch überzeugen. Leistungshungrige Spiele wie Pubg oder Modern Combat 5 lassen sich in den höchsten Grafikeinstellungen spielen. Die 6 Gigabyte Arbeitsspeicher der Basisversion reichen problemlos aus um mehrere Apps parallel zu verwenden und auch in ein paar Jahren noch gut gerüstet zu sein. Eine Version mit lediglich 4 Gigabyte wie beim günstigeren Redmi Note 9S wird nicht angeboten.

Fingerabdrucksensor an der Seite

Wie mittlerweile viele Mittelklasse-Smartphones, setzt auch das Redmi Note 9 Pro auf einen Fingerabdrucksensor im Power-Button des Smartphones. Somit kann das Smartphone beim aktivieren automatisch entsperrt werden und das umständliche Ertasten des Sensors auf der Rückseite entfällt. Auch ein Entsperren, während das Smartphone auf dem Tisch liegt, ist so problemlos möglich. Im Test gab es bei dem Sensor nichts zu beanstanden. Die Finger wurden stets in Sekundenbruchteilen erkannt und das Smartphone entsperrt.

Die Hardware-Wertungen des Redmi Note 9 Pro im Detail:

  • Verarbeitung und Design: 4 von 5 Sternen
  • Display: 4 von 5 Sternen
  • Ausstattung und Leistung: 3,3 von 5 Sternen
  • Kamera: 3,5 von 5 Sternen
  • Software und Multimedia: 4 von 5 Sternen
  • Akku: 4,5 von 5 Sternen
Software Android 10
Prozessor Qualcomm Snapdragon 720G
Display 6,67 Zoll, 1.080 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 6 GB
interner Speicher 64 GB
Hauptkamera 9248×6936 (64,1 Megapixel)
Akku 5.020 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung (Schutz gegen Spritzwasser (Regen))
Gewicht 209 g
Farbe
Einführungspreis 249 €
Marktstart Mai 2020

Aktuellste Software installiert

Bei der Software zeigt sich Xiaomi von seiner guten Seite. Das Redmi Note 9 Pro kommt mit aktuellem Android 10 und dem neusten Sicherheitsupdate von April 2020 zu dir. Updates bei Xiaomi erscheinen zwar nach keinem festen Zeitplan, bei vorherigen Modellen leistete der Hersteller aber eine gute und zügige Versorgung.

Über Android 10 ist Xiaomis Custom ROM MIUI gelegt. Die Benutzeroberfläche unterscheidet sich zwar stark von normalem Android, bietet aber nette Animationen und fällt mit ihren vielen Personalisierungs-Möglichkeiten auf. Negativ sind jedoch die vielen vorinstallierten Werbe-Apps. Sie ließen sich jedoch alle mühelos deinstallieren und sind daher bei einem Smartphone in diesem Preisbereich kein großes Ärgernis.

Vierfach-Kamera ohne Zoom

Das Kamera-Modul des Redmi Note 9 Pro unterscheidet sich nur in einem Detail von der des günstigeren Note 9S: Der Haupt-Sensor nimmt Fotos mit 64 statt 48 Megapixel auf. Die anderen drei Kameras sind identisch. Doch nicht alle davon sind in der Lage Fotos aufzunehmen. So handelt es sich bei einer „Kamera“ lediglich um einen Sensor für Tiefeninformationen. Dieser stellt der Kamerasoftware Informationen bereit, wo ein Bild scharf und wo unscharf sein soll. Diese Funktion kann jedoch auch von anderen Kameras übernommen werden, sofern mindestens zwei vorhanden sind. Hier hätte uns ein Zoom-Objektiv besser gefallen. In der Preisklasse um 200 Euro ist ein fehlendes Zoom-Modul jedoch auf jeden Fall verschmerzbar und auch bei anderen Smartphones nicht vorhanden.

Die neue 64 Megapixel-Kamera ist hingegen richtig gut. Sie überzeugt mit einer für diese Preisklasse sehr guten Bildqualität, realistischen Farben und vielen Details.

Auch an trüben Tagen macht die Kamera des Redmi Note 9 Pro tolle Fotos

Beim normalen Fotografieren werden die Bilder jedoch standardmäßig auf 16 Megapixel Auflösung heruntergerechnet. Bei diesem Pixel-Binning genannten Vorgang werden jeweils vier Pixel zu einem zusammengefasst, sodass ein lichtstärkeres Foto mit einem besseren Dynamikumfang entsteht. So gelingen auch Fotos bei schlechteren Lichtverhältnissen gut.

Dank „Pixel-Binning“ gelingen auch Fotos bei schwierigen Lichtbedingungen gut

Nur bei Nachtaufnahmen muss sich das 200 Euro Smartphone geschlagen geben. In dieser Preisklasse bekommt dies jedoch kein Modell bedeutend besser hin.

Nachts bleibt von der guten Bildqualität nicht viel übrig

Die Kameras des Redmi Note 9S im Überblick:

  • Hauptkamera: 48 Megapixel; 79° Sichtfeld; f/1,79 Blende
  • Weitwinkel-Kamera: 8 Megapixel; 119° Sichtfeld; f/2,2 Blende
  • Makro-Kamera: 5 Megapixel; 2-10 cm Abstand; f/2,4 Blende

Weitwinkel und Makro

Werfen wir als nächstes einen Blick auf die mit 8 Megapixeln auflösende Weitwinkel-Kamera des Redmi Note 9 Pro. Im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Smartphones ist ein nur relativ geringer Farbunterschied zwischen den Aufnahmen der Hauptkamera und der Weitwinkel-Kamera erkennbar. Bei guten bis mittleren Lichtverhältnissen gelingen die Fotos sehr gut. Jedoch wird das Foto wie bei den meisten Smartphones zum Rand hin sichtbar unschärfer.

Ein Foto mit der Weitwinkel-Kamera

Die Makro-Kamera ist eine interessante Spielerei, welche in immer mehr Smartphones zu finden ist. Diese Kamera ist für Aufnahmen aus nächster Nähe gedacht und benötigt etwas Übung. Das Motiv darf beim Fotografieren nur 2 bis 10 Zentimeter vom Objektiv entfernt sein. Dadurch wird meist nur ein Bereich des Fotos wirklich scharf, wie unser Beispiel zeigt:

Ein PC-Prozessor – Mal in ganz groß

Nach etwas Eingewöhnung lassen sich so interessante Motive zaubern. Aufgrund der recht geringen Auflösung von 5 Megapixeln eigenen sich diese jedoch nur zum Teilen auf Social Media und nicht zum Ausdrucken in größeren Formaten. Dennoch liefert die Kamera sichtbar bessere Fotos, als die 2 Megapixel Modelle vieler anderer Smartphones.

Bei der Bewertung der Kamera muss man den Preis des Smartphones im Auge behalten, doch beim Redmi Note 9 Pro stimmt das Verhältnis aus Preis und Leistung. Mit ausreichend Licht und ein bisschen Geschick, lassen sich schöne Fotos mit dem günstigen Mittelklasse-Smartphone aufnehmen. Der Aufpreis im Vergleich zum Redmi Note 9S lohnt sich wegen der Kamera jedoch nicht – hierfür gibt es andere Gründe.

Redmi Note 9 Pro bietet Riesen-Akku

Einer der Haupt-Verkaufsmerkmale des Redmi Note 9 Pro ist der riesige Akku des Smartphones. Mit einer Kapazität von 5.020 Milliamperestunden ist dieser sogar minimal größer als bei Samsungs Topmodell, dem Galaxy S20 Ultra. Dennoch ist das Smartphone mit seinen 8,8 Millimetern Dicke angenehm schlank und auch nicht übermäßig schwer. Zusammen mit seinem nicht so leistungshungrigen Prozessor und dem 60 Hertz Display kommt das Redmi Note 9 Pro so auf eine wirklich klasse Akkulaufzeit.

Auch bei gelegentlichem Spielen waren im Test locker zwei Tage Nutzung möglich. Nur wer sein Smartphone wirklich intensiv verwendet muss jeden Abend an die Steckdose. Im Gegensatz zum Note 9S läd das Pro-Modell mit 30 statt 18 Watt. Damit lässt sich der große Akku des Smartphones in einer Stunde wieder zu 80 Prozent füllen. Als Anschluss steht selbstverständlich ein moderner USB-C Port zur Verfügung.

USB-C Port und Kopfhöreranschluss an der Unterseite

Schwachstelle bei der Konnektivität ausgemertzt

Bei den Schnittstellen macht das Redmi Note 9 Pro eine gute Figur. So bietet das Smartphone nicht nur eine Kopfhörerbuchse, sondern auch die Möglichkeit zwei SIM-Karten sowie eine bis zu 512 Gigabyte große Speicherkarte gleichzeitig einzusetzen.

Auch Bluetooth 5.0 ist auf der Höhe der Zeit und dass nur WiFi 5 (ac) und nicht WiFi 6 (ax) unterstützt wird im Angesicht des Preises mühelos verschmerzbar. Beim Pro-Modell hat Redmi auch die größte Schwachstelle des günstigeren Note 9S behoben. So ist beim Redmi Note 9 Pro nämlich auch NFC für Google Pay und Co. mit an Bord.

Update: WLAN-Bug (Software Version 11.0.1)

Wie einige Leser in den Kommentaren des Redmi Note 9S Testberichts berichtet hatten, gab es zum Marktstart des Smartphones einen recht schwerwiegenden Bug mit der WLAN-Funktion des Smartphones. Dieser wurde jedoch mit einem Softwareupdate behoben. Beim Redmi Note 9 Pro ist er jedoch noch vorhanden und auch unser Testgerät ist betroffen.

Nach wenigen Minuten im Standby wird die WLAN-Verbindung zwar noch als verbunden angezeigt, es werden jedoch keine Daten mehr übertragen. Heißt: Es kommen auch keine Push-Nachrichten von Apps mehr an. Kurzfristig lässt sich das Problem einfach durch ein- und ausschalten der WLAN-Funktion beheben.

Da der Fehler jedoch beim Note 9S bereits behoben ist und auch unser Testgerät nun einwandfrei funktioniert, sollte auch das Redmi Note 9 Pro bald ein entsprechendes Update erhalten.

Redmi Note 9 Pro im Test: Das Fazit

Pros des Redmi Note 9 Pro

  • Top Akkulaufzeit
  • in dieser Preisklasse hervorragende Kamera
  • starkes Ladegerät

Contras des Redmi Note 9S

  • kein 90 Hertz Display

Mit einer UVP von 249 Euro liegt das Redmi Note 9 Pro preislich am unteren Ende der Mittelklasse. Eine hochwertige Verarbeitung, top Akkulaufzeit, gute Performance und eine brauchbare Kamera machen das Redmi Note 9 Pro zu einem guten Begleiter für „jedermann“. Xiaomi geht hier keine Wagnisse mit neuer Technik ein, sondern versucht wie schon oft in der Redmi-Reihe möglichst viel Smartphone zu einem bezahlbaren Preis anzubieten.

Die Variante mit 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internem Speicher kostet 249 Euro. Die Variante mit 128 Gigabyte ist 50 Euro teurer – Der Speicher lässt sich mittels MicroSD-Karte günstiger erweitern.

Ob sich der Aufpreis vom günstigeren Redmi Note 9S lohnt, hängt von deiner Nutzung ab. So lädt das Redmi Note 9 Pro rund 35 Prozent schneller auf und bietet NFC für Google Pay und Co. Ist einer dieser Punkt für dich wichtig, solltest du zum Pro-Modell greifen. Ansonsten bist du mit dem baugleichen S-Modell genau so gut bedient. Die verbesserte Kamera des Pro-Modells brachte im Test keinen sichtbaren Mehrwert.

Der Preisunterschied zwischen den beiden Versionen fällt nicht so gewaltig aus: So kostet das Redmi Note 9S in der Variante mit 4 Gigabyte RAM 199 Euro. In dieser wird das Pro-Modell nicht angeboten. Vergleicht man hingegen die Varianten mit 6 Gigabyte RAM ist das Note 9S mit 229 Euro nur 20 Euro billiger als das Redmi Note 9 Pro für 249 Euro.

Realme 6 sein. Das vergleichbar teure Smartphone bietet das bessere Display mit einer schnelleren Bildwiederholrate von 90 Hertz und ist minimal kompakter. Dafür fällt die Akkulaufzeit deutlich schlechter aus als beim Redmi Note 9 Pro.

Möchtest du lieber ein etwas kompakteres Smartphone mit purem Android, ist auch das Nokia 7.2 mit einer vergleichbar guten Kamera einen Blick wert. Doch auch hier fällt die Akkulaufzeit schlechter aus. Dafür bietet das Smartphone eine dreijährige Update-Garantie.

TradingShenzhen für den Test zur Verfügung gestellt

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