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Rufnummernmitnahme wird billiger – Bundesnetzagentur greift durch

Die Behörde, die als Aufsichtsbehörde im Mobilfunkmarkt agiert, hat deswegen jetzt gegen einige Mobilfunkanbieter Verfahren eingeleitet. Diese Verfahren sollen der Überprüfung der Entgelte für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer, die gegenüber dem Endkunden erhoben werden, gelten. Aktuell berechnen alle Mobilfunkanbieter in Deutschland etwa 30 Euro, wenn sie deine Handynummer herausgeben müssen. Manchmal bekommst du beim neuen Anbieter eine Gutschrift.

Doch es gibt Änderungen. Denn Ende des vergangen Jahres und Anfang dieses Jahres wurden Entscheidungen zur Absenkung der Portierungsentgelte im Vorleistungsbereich getroffen. Dabei geht es zunächst einmal um die Abrechnung der Anbieter untereinander. Hier wurde angeordnet, dass ein Entgelt bis zu maximal 3,58 Euro (netto) auf Vorleistungsebene zulässig ist. Das sind 4,26 Euro brutto.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur hat sich in den weiteren Ermittlungen dann aber herausgestellt, „dass Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass Entgelte für die Portierung einer Mobilfunkrufnummer auf Endkundenebene gegen den gesetzlich vorgesehenen Maßstab der Kostenorientierung verstoßen.“ Im Klartext: Die Kosten, die du Zahlen musst sind im Vergleich zur Vorleistung zu hoch.

Absenkung zum 20. April

Warum? „Nach den gesetzlichen Vorgaben dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen“, erklärt uns die Bundesnetzagentur. Sie haben daher die Mobilfunkanbieter Mitte Februar aufgefordert, ihre Endkundenpreise für die Portierung einer Rufnummer mit Wirksamkeit zum 20. April 2020 freiwillig abzusenken.

Die Mehrzahl der Mobilfunkanbieter haben eine entsprechende Anpassung ihrer Tarife zwischenzeitlich zugesagt. Darunter befinden sich Unternehmen wie Telekom, Vodafone, NetCologne, M-net oder EWE TEL. Doch nicht alle Anbieter haben dem zugestimmt.

Gegen jene Anbieter, die der freiwilligen Absenkung nicht zugestimmt haben, hat die Bundesnetzagentur daher jetzt ein Verfahren der nachträglichen Entgeltkontrolle eingeleitet. Dabei handelt es sich um O2, 1&1, Lebara, Lycamobile, freenet, SH Telekommunikation sowie Newsim und easyTel. Interessant dabei: Ausgerechnet 1&1 hatte ein Absenkungsverfahren vergangenes Jahr gegenüber Vodafone angestrengt.

Gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur darf dich die Mitnahme der Handynummer ab 20. April nicht mehr als 6,82 Euro brutto kosten.

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