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Samsung-Handys demnächst mit 200-MP-Kamera: Unnötige Marketing-Funktion?

Das Samsung Galaxy S20 Ultra 5G kam seinerzeit mit einem riesigen 108-Megapixel-Sensor auf den Markt. Von einer solchen Auflösung können selbst viele Halbprofi-DSLR- und DSLM-Kameras nur träumen, doch Samsung scheint noch einen Schritt weiter gehen zu wollen. Laut dem bekannten Leaker Ice universe möchte das südkoreanische Unternehmen demnächst eine 200-Megapixel-Kamera für seine Smartphones vorstellen. Allein schon die Zahl wirkt beeindruckend, folglich dürfte sie für viele Nutzer einen wichtigen Kaufgrund darstellen. Doch erfahrenere Fotografen wissen, dass sich die Megapixel-Zahl in erster Linie nur auf die Auflösung des Fotos und nicht auf dessen Qualität auswirkt.

Bei einem 200-Megapixel-Sensor bedeutet die hohe Auflösung, dass das Foto ohne Qualitätsverlust als großes Plakat ausgedruckt werden kann. Zudem ermöglicht die hohe Auflösung nachträgliches Zoomen, doch viel mehr bringt eine 200-Megapixel-Kamera auf den ersten Blick dann doch nicht. Ist also alles nur eine große Marketing-Aktion, die auf nicht ganz so technikaffine Nutzer abzielt? Nein, das ist sie nicht.

Samsung mit 200 Megapixeln: Es werde Licht

In Kombination mit einer Software kann eine hohe Auflösung wahre Wunder bewirken. Samsung nennt das dazu benötigte Verfahren Nona-Binning. Die Technologie verschmilzt jeweils neun Pixel zu einem. Dadurch wird aus einer Auflösung von 200 Megapixeln eine Auflösung von circa 22 Megapixeln – also ein deutlich besserer Wert als die 12 Megapixel des aktuellen 108-Megapixel-Sensors. Dafür fangen die größeren Pixel mehr Licht ein und sorgen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen für gut ausgeleuchtete Fotos. Folglich können Nutzer bei einer 200-Megapixel-Kamera die ISO-Werte herunterschrauben und so Bildrauschen verhindern.

Nona-Binning

Samsung Nona-Binning

Xiaomi Mi 11 Pro als erstes 200-Megapixel-Handy?

Das Xiaomi Mi 11 wurde bereits vor einigen Wochen mit einer 108-Megapixel-Kamera vorgestellt. Nun steht der große Bruder, das Xiaomi Mi 11 Pro, in der Pipeline. Gerüchten zufolge könnte der chinesische Hersteller seine Pro-Variante ebenfalls mit einem 200-Megapixel-Sensor ausstatten wollen. Und diese Gerüchte haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Denn das Xiaomi Mi 11 Pro wird höchstwahrscheinlich den Qualcomm Snapdragon 888-Prozessor in sich tragen. Und dieser unterstützt 200 Megapixel große Bilder – wobei das zugegebenermaßen auch auf den Vorgänger Snapdragon 865 zutrifft. Bis zum Marktstart bleibt dieses Geheimnis also ungelüftet.

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