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Schneller Vodafone-5G-Ausbau: Darum bleibt das Netz langsamer als erwartet

Etwa 3.000 5G-Antennen an 1.000 Standorten habe Vodafone aktiviert. Damit erreiche man zehn Millionen Menschen in ihren Wohnungen und Häusern mit der neuen Mobilfunk-Technik. Gleichzeitig kündigte Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter an, den 5G-Ausbau bis zum Jahresende auszuweiten. 15 Millionen Menschen wolle man dann erreichen. Ende 2021 sollen es dann schon 30 Millionen sein. Das seien zehn Millionen Menschen mehr, als man bislang geplant hatte.

Doch 5G ist nicht 5G. Denn wie die Telekom auch bedient sich Vodafone eines Tricks. Denn statt ein 5G-Netz wie eins geplant auf Frequenzen um 3,5 GHz auszubauen, nutzt Vodafone andere Frequenzen. Auf diesen wird gleichzeitig LTE und 5G gesendet – und das mit bedeutend weniger Bandbreite, als die meisten Nutzer mit dem Begriff 5G verbinden. Der Name des Verfahrens: DSS.

Beim 5G-Ausbau in Deutschland setzt Vodafone an den meisten Standorten auf 5G-Frequenzen aus dem sogenannten Mid-Band (1,8 Gigahertz-Bereich). Nur an besonders hoch frequentierten Orten kommt das 3,5 Gigahertz-Band dazu. Eine Mid-Band-Station schafft es nach Vodafone-Angaben auf bis zu 500 Mbit/s. Das allerdings gilt nur, wenn sich nicht zu viele Nutzer in der Zelle tummeln. Denn die Kapazität teilt sich der 5G-Nutzer mit weiteren LTE-Nutzern.  Großer Vorteil dieses LTE/5G-Doppelausbaus: Ähnliche Geschwindigkeiten können an diesen Stationen jetzt auch mit LTE erreicht werden.

Eine 5G-Station im 3,5-GHz-Band kann Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunden erreichen, versorgt aber nur einen Umkreis von maximal einem Kilometer mit Netz. Beim Mid-Band seien es drei Kilometer – und eben bedeutend weniger Bandbreite.

Hier hat Vodafone 5G ausgebaut

Neu ist das 5G-Netz beispielsweise in Berlin: 300 Antennen an 100 Standorten senden das Signal – aber noch nicht flächendeckend. Denn auch in 300 weiteren Städten und Gemeinden gibt es nun das 5G Logo im Display. Vodafone nennt exemplarisch Dresden und Saarbrücken ebenso wie kleinere Gemeinden wie Meppen oder Mosbach.

Bereits in den vergangenen Tagen haben Vodafone-Techniker die Metropolen Hamburg, München, Düsseldorf und Leipzig für 5G gesorgt: In Hamburg sind jetzt mehr als 160 5G-Antennen live, in München 180, in Düsseldorf 120, in Leipzig 60 und in Frankfurt am Main 300- jeweils vor allem in den zentralen und innerstädtischen Bereichen.

Durch den Trick, bestehende Frequenzen zu nutzen, kann Vodafone das 5G-Netz vergleichsweise schnell ausbauen.  Denn die Antennen müssen nicht neu aufgebaut werden, bestehende Sendetechnik wird weiterverwendet. Dennoch ist Vodafone nach Angaben von Telekom-Chef Tim Höttges weit hinter den Wettbewerbern zurück. Die Telekom versorge heute mit ähnlichen technischen Tricks bereits 40 Millionen Menschen mit 5G, Ende des Jahres sollen es 50 Millionen sein.

Nutzung nur mit dem richtigen Handy

Beide Netzbetreiber haben jedoch das gleiche Problem: Die Nutzung der neuen 5G-Netze ist nur mit speziellen 5G-Handys möglich. Und da reicht es für dich als Kunden nicht, nur auf die Klassifizierung „5G fähig“ zu achten. Es ist wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen Netz und Handy klappt, die richtigen Frequenzen genutzt werden und vieles mehr. Vodafone spricht davon, 20 verschiedene 5G-Smartphones im Angebot zu haben.

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