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Starlink im Test: Das sind die Erfahrungen der ersten Nutzer

Erste Nutzer in Deutschland haben in den vergangenen Wochen ihre Hardware von Starlink erhalten. Je nach Satelliten-Konstellation ist es in einigen Regionen bereits heute möglich, den Dienst, der offiziell noch in der Beta-Phase ist, zu nutzen. Auf Youtube berichten diese Nutzer von ihren Erfahrungen.

Demnach kommt das Paket mit der notwendigen Spezial-Hardware direkt aus den USA. Im Paket ist die Satellitenantenne bereits mit einem Power-over-Ethernet-Adapter und dem Starlink-Modem vorverkabelt, sodass selbst absolute Anfänger keine Probleme haben sollten, die Anlage in Betrieb zu nehmen.

Die Installation von Starlink

Voraussetzung zum Betrieb ist ein freier Blick in den Himmel. Ein Balkon, bei dem über dir ein weiterer Balkon des Nachbarn ist, ist also eher ungeeignet. Anders als bei TV-Satelliten-Antennen geht es primär um den Blick nach oben, nicht in Richtung Süden. Die Antenne hat einen eingebauten Motor und richtet sich eigenständig aus. Ideal für den Aufbau ist ein Garten, eine Wiese oder ein Dach.

Das größte Problem dürfte die Durchführung des Kabels von Draußen nach Drinnen darstellen. Hier solltest du als Mieter auf jeden Fall mit deinem Vermieter sprechen, bevor du ein Loch durch die Wand bohrst. Ein Standfuß für die Satellitenschüssel liefert Starlink mit, Werkzeug brauchst du zum Aufbau nicht. So kann dieser binnen fünf Minuten erledigt sein.

Zur Inbetriebnahme musst du dich beispielsweise per Smartphone mit dem unverschlüsselten WLAN des Starlink-Modems verbinden. Auf der erscheinenden Seite musst du nun deinen gewünschten WLAN-Namen und ein Passwort vergeben. Du wirst anschließend von dem WLAN getrennt und musst dich mit deinem gerade vergebenen WLAN neu verbinden. Anschließend wirst du automatisch online sein.







Internet per Starlink in der Praxis

Jene Tester, die Starlink bereits nutzen, zeigen sich durchweg begeistert. Allerdings unterliegt der Internetzugang offenbar starken Schwankungen in Sachen Geschwindigkeit. So berichtet Alex’s Universe auf Youtube, dass er in der Spitze 330 Mbit/s im Downstream messen konnte. Allerdings waren auch Messungen im zweistelligen Megabit-Bereich dabei. Das war „deutlich besser als ich erwartet habe“, sagt der Youtuber nach einer Woche Nutzung. Der Ping liegt im Mittel bei 45 Millisekunden, schwankt aber naturgemäß je nach Dienst und Server.

Starlink weist mehrfach darauf hin, dass es vorkommen kann, dass du zeitweise keinen Internetzugang hast. Diese Downtime ist nach Angaben der derzeitigen Nutzer jedoch zu vernachlässigen. Es handele sich nur um wenige Minuten pro Tag. Diese Zeit nutzt Starlink offenbar, um Software-Updates in ihrem System auszuspielen. In Deutschland erfolge das nachts, sodass nur wenige Nutzer den Ausfall bemerken sollten.

Es scheint hier jedoch täglich unterschiedliche Zeiten zu geben. In einem Screenshot des Videos ist zu sehen, dass die Software des Starlink-Routers für einen 24-Stunden-Zeitraum eine Downtime von 39 Minuten angibt. Davon seien 19 Minuten für die Beta-Downtime genutzt würden, elf Minuten habe es keinen Satelliten-Empfang gegeben.

Erstes Starlink-Fazit

Wir von inside digital haben derzeit keine Möglichkeit, Starlink zu testen und sind daher auf derartige Berichte von Beta-Testern angewiesen. Unser Eindruck: Für jene, die auf anderem Weg kein schnelles Internet bekommen, kann Starlink durchaus eine Alternative sein. Allerdings: Solltest du die Möglichkeit haben einen VDSL-Anschluss zu buchen und sollten dir 50 Mbit/S ausreichen, so ist dieses preislich der attraktivere Deal. Denn Starlink kostet monatlich 99 Euro, hinzu kommen Einmalkosten von fast 560 Euro für die Technik. Und: Du musst offenbar mit hohen Stromkosten rechnen. Die Anlage soll mehr als 100 Watt benötigen. Das bedeutet Stromkosten von 200 Euro und mehr im Jahr nur für Starlink.







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