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Statt einer Million Dollar: Nintendo PlayStation verramscht

  • Nintendo PlayStation: die seltenste Konsole der Welt
  • Auktion läuft; Besitzer erhofft sich Millionen
  • Der Mythos: So entstand die Nintendo PlayStation und weshalb sie nie in den Handel kam

Der Prototyp der Nintendo PlayStation mit CD-Laufwerk und Schacht für SNES-Module ist erst 2015 aufgetaucht. Er wurde zufällig bei Aufräumarbeiten einer bankrotten Firma entdeckt. Leiter dieser Firma war der ehemalige Chef von Sony Interactive Entertainment, Ólafur Jóhann Ólafsson.

Von diesem Prototyp sollen nur 200 Stück produziert worden sein. Und eigentlich sollten nach dem Ende der Partnerschaft von Sony und Nintendo – dazu gleich mehr – alle Prototypen eingesammelt und vernichtet werden. Zunächst wurde die Authentizität kontrovers diskutiert. Und auch Sony selbst wollte nicht bestätigen, dass es sich um ein Original handelt. Später jedoch wurde die Echtheit bestätigt. Seitdem ist dieser Prototyp eine der seltensten Konsolen der Videospielgeschichte.

Nintendo PlayStation in der Auktion

Das US-amerikanische Auktionshaus Heritage Auctions versteigert die Nintendo PlayStation nun. Wie es heißt, soll der Besitzer der seltenen Konsole bereits Angebote im Millionen-Dollar-Bereich abgelehnt haben. Ob er bei der Auktion mehr erhält? Aktuell steht das Gebot bei 310.000 US-Dollar. Das Auktionshaus hat in der Vergangenheit versiegelte Spiele wie „The Legend of Zelda“ und „Bubble Bobble“ für rund 20.000 US-Dollar verkauft. „Mega Man“ brachte 75.000 Dollar ein, die versiegelte Erstausgabe von „Super Mario Bros.“ sogar 100.000 US-Dollar.

So entstand die Nintendo PlayStation

Blick zurück: Vor über 30 Jahren, als Nintendo am Super Nintendo Entertainment System (SNES) arbeitete, bot Sony dem Konsolen-Hersteller an, ein CD-ROM-Laufwerk in das SNES einzubauen. Nintendo sah in der Technologie eine große Chance und wollte sich so einen technologischen Vorsprung gegenüber seinem größten Konkurrenten verschaffen: Sega.

Die beiden japanischen Unternehmen machten gemeinsame Sache. Der Super Nintendo sollte von Sony ein CD-ROM-Laufwerk als Zubehör erhalten. Und Sony sollte im Gegenzug eine eigene PlayStation als Multimedia-CD-ROM-Gerät mit einem Anschluss für SNES-Module bauen. Beide Geräte haben Sony und Nintendo 1989 sogar auf der CES in Las Vegas angekündigt.

Deshalb erschien die Konsole nie

Zwei Jahre später hat Sony die Nintendo PlayStation auf der CES vorgestellt. Gleichzeitig aber kündigte Nintendo an, dass man auch einen Vertrag mit Sonys Konkurrenten Philips über die Entwicklung eines CD-ROM-Systems für das SNES geschlossen hatte. Der Unterschied zum Vertrag mit Sony war, dass Nintendo die Lizenzrechte an allen für das SNES produzierten CD-ROMs erhielt. Aufgrund von Differenzen und unterschiedlichen Ansichten hinsichtlich der Lizenzrechte platze der Deal. Die ursprüngliche Nintendo PlayStation wurde eingestellt und eine Legende.

Sony wird zu Nintendos Hauptkonkurrent

Was Nintendo damals aber nicht ahnte, war, das Sony sich dazu entschloss, selbst in den Markt für Videospiele einzusteigen. 1994 brachten die Japaner die erste eigene PlayStation auf den Markt und wurden der größte Konkurrent von Nintendo – ohne Schacht für SNES-Module. Der Super Nintendo mit CD-ROM-Laufwerk hingegen kam nie auf den Markt.

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