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Telekom-Chef Höttges: Darum ruckelt deine Internet-Leitung

„Eine Videokonferenz braucht 3 Mbit/s, Youtube und Netflix brauchen 5 Mbit/s, da reicht eine 50 Mbit/s-Leitung allemal aus“, so Telekom-Vorstand Tim Höttges. Trotzdem stelle man fest, dass es „bei vielen Zuhause ruckelt, die Verbindung nicht funktioniert“. Doch Höttges hat dafür eine Erklärung: „In den meisten Fällen liegt es an der Heimvernetzung.“ Ein Problem sei oftmals das WLAN, das nicht durch Stahlbetondecken oder Isolierglas funken könne. Auch Nachbarn, die ebenfalls WLAN nutzen, könnten das eigene Heimnetz stören, so Höttges.

WLAN 6 und Mesh-Systeme

Der Telekom-Chef hatte für seine Kunden als Einleitung in seine Rede auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom aber auch ganz konkrete Verbesserungsansätze: „Nutzen Sie WiFi 6. Und nutzen Sie WLAN-Mesh-Systeme“, appellierte er an seine Kunden, nicht ohne die Telekom-eigenen Mesh-Produkte zu bewerben. Mit den beiden Verschlägen löst Höttges aber nur einen Teil der Probleme in den Heimnetzwerken in Deutschland. Wir haben für dich zahlreiche weitere Tipps zusammengestellt, mit denen du dein Heimnetzwerk beschleunigen und verbessern kannst.

10 Gbit/s-Anschlüsse demnächst möglich

Dass heute für die meisten Haushalte ein klassischer 50-Mbit/s-Anschluss ausreiche, reicht der Telekom aber nicht. „Wir werden mehr Bandbreite brauchen als das, was heute zu Hause möglich ist“, so Höttges.  Die Lösung dafür sei der Glasfaser-Ausbau, den die Telekom in den kommenden Jahren angehen will. Zehn Millionen Anschlüsse sollen bis 2024 gebaut sein, bis 2030 soll ganz Deutschland einen Schluss bekommen können – gebaut durch die Telekom oder einen Wettbewerber. Heute könne die Telekom 1 Gbit/s pro Glasfaseranschluss realisieren. „Zukünftige Technologien werden sogar 10 Gbit/s ermöglichen“, so Höttges. Zwei einzelne Glasfasern, jede so dünn wie ein Haar, ermöglichen schon heute die Kapazität für Anschlüsse von 2.000 Kunden.

Zum Ausbau der neuen FTTH-Leitungen sagte Höttges: „Wir sind kein Staatskonzern mehr.“ Man werde in Kooperation mit Mitbewerbern die Leitungen ausbauen und diese auch an Mitbewerbern vermieten. Er verwies auf die Pläne von O2, Vodafone und 1&1, auf die Glasfaserleitungen der Telekom zuzugreifen. „Das bringt uns über die Laufzeit von zehn Jahren 17 Milliarden Euro, die wir in die Netze investieren können“, so Höttges.

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